Teilen:

Das ist kein Tierschutz – Stoppt qualvolle Tierzüchtungen!

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (08.03.2017)

Wien, 08.03.2017

Nach der Novelle des Tierschutzgesetzes soll die Übergangsfrist zur Abschaffung von Qualzuchten gestrichen werden. Dadurch wird das Tierleid auf unbestimmte Dauer verlängert.

Bitte unterzeichne und teile unsere Petition!

Im Österreichischen Tierschutzgesetz wurden Qualzuchten mit einer Übergangsfrist bis 2018 verboten, da sie unter Tierquälerei fallen. Dabei sind alle Züchtungen verboten, die dem Tier oder dessen Nachkommen starke Schmerzen, Leiden, Schäden oder schwere Angst verursachen. In der Gesetzesnovelle wurde diese Frist nun gestrichen, womit Qualzuchten de facto wieder erlaubt sind. Erklärt wird dies damit, dass eine Rückbildung der Qualzuchtmerkmale bei manchen Rassen mit geringem genetischem Potential nicht bis zu diesem Zeitpunkt möglich wäre und damit bereits erreichte Zuchterfolge zunichte gemacht würden. Die Tiere müssen also aus wirtschaftlichen Gründen weiter leiden.

Was sind eigentlich Qualzuchten?

Qualzuchtmerkmale gibt es sowohl bei Nutztieren als auch bei Heimtieren. Masthennen werden beispielsweise darauf hingezüchtet, dass ihre Muskeln besonders schnell wachsen, worunter Skelett und innere Organe besonders leiden. Am Ende haben die Tiere aufgrund der schweren Brustmuskulatur häufig Probleme beim Laufen. Bei den Heimtieren gibt es unzählige Rassen, die unter den Begriff der Qualzucht fallen. Bei Hunden gibt es beispielsweise die Chihuahuas, die so klein gezüchtet werden, dass sie für alle möglichen Krankheiten anfällig sind; außerdem kann die Tränenflüssigkeit durch das Kurzzüchten der Nase oft nicht durch den Gang zwischen Augen und Nase abfließen, wodurch sie Triefaugen bekommen. Möpse und Bulldoggen haben so verkürzte Schädel, dass sie häufig kaum bis gar nicht durch die Nase atmen können, im wachen Zustand schnarchen oder beim Fressen würgen. Bei den Katzen gibt es Rassen ganz ohne Fell, den Tieren fehlen auch die wichtigen Tasthaare, die sie sowohl zur Orientierung als auch zur Kommunikation mit Artgenossen benötigen. Katzen, die mit weißem Fell und blauen Augen gezüchtet werden, sind sehr häufig taub.

Nach der Gesetzesänderung soll die Übergangsfrist für Qualzuchten gestrichen werden. Damit sind diese also auf unbestimmte Dauer weiterhin erlaubt - so lange man angibt, man wolle die Qualzuchtmerkmale zurückbilden. Das ist kein Tierschutz! Tiere sollten nicht leiden müssen, weil sie den Menschen in ihrer natürlichen Form nicht gut genug erscheinen.

 

14.09.2026, Salzkammergut

Singvogelfang: VGT beruft gegen ALLE 52 neuen Bescheide, die den Fang erlauben

Morgen beginnt die neue Singvogelfangsaison im OÖ Salzkammergut; der VGT hält die reformierte Artenschutzverordnung für verfassungswidrig und ruft VfGH an

11.09.2026, Klagenfurt

Einladung Klagenfurt: 2 Personen 11 Std auf Schweine-Vollspaltenboden

Einer der Tierschützer:innen wird auf einem klassischen Vollspaltenboden sitzen, der 2034/2038 verboten wird, die andere auf der Neuversion des Vollspaltenbodens, die kein Ablaufdatum hat

10.09.2026, Färöer

Waljagd auf den Färöer-Inseln: VGT spricht mit Walfänger

Heuer wurden schon über 800 Grindwale auf den Färöer-Inseln massakriert – die zu Dänemark gehörende Inselgruppe beruft sich auf Tradition

09.09.2026, Wien

Noch immer kein Schweine-Vollspaltenbodenverbot: VGT-Protest beim Ministerrat

Der VGT erinnert die Regierung daran, dass im Tierschutzgesetz festgelegt ist, dass es ab Ende 2026 einen neuen Mindeststandard für die Haltung von Schweinen geben muss

08.09.2026, Wien

Pferde leiden weiter in der Hitze. Über 100.000 Menschen kämpfen gegen Fiaker in der Innenstadt

Tierschutzorganisationen fordern runden Tisch: Damit im kommenden Jahr keine Pferde mehr unter Hitze, Verkehr und Stress in der Wiener Innenstadt leiden müssen

01.09.2026, Wien

VGT trauert um Legehennen-Pionier Toni Hubmann

Toni Hubmann war Vorreiter in der Legehennenhaltung, auf ihn gehen die strukturierte Weide, das Ende des Schnabelkupierens, das Sandbad, der Wintergarten und die Einstreu-Nester zurück

31.08.2026, Dalsbu, Island

VGT präsentiert aktuelle Fotos von letzter Pelzfarm in Island – fordert Ende

12.000 amerikanische weiße und schwarze Nerze in winzigen Drahtgitterkäfigen – in Österreich kam bereits 1998 das weltweit erste Pelzfarmverbot und löste europaweit Verbote aus

28.08.2026, St. Pölten-Land

400 Menschen versammeln sich gegen Tierquälerei in Traismauer

Überwältigendes Signal in Traismauer, NÖ, aus der Bevölkerung: Tierleid darf nicht länger toleriert werden