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Nationalratswahl 2013: Team Stronach

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (01.09.2013)

01.09.2013

Antwort der Partei auf die Fragen des VGT anlässlich der Nationalratswahl 2013 (Leider geht sie nicht auf unseren Fragebogen ein.)

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Originalantwort

Vielen Dank für Ihren Brief an das Team Stronach. Tierschutz liegt uns sehr am Herzen und wir sehen es als unsere Pflicht, die uns Schutzbefohlenen bestmöglich auf politischer Ebene zu schützen.

Wir sind nicht nur ein sehr hundefreundliches Büro, sondern auch eine Büro mit einem relativ hohen Vegetarieranteil. Das Thema Tierschutz nehmen wir sehr ernst.

Leider kann ich Ihnen zu dem mitgeschickten Fragenbogen keine direkten Antworten geben, da wir gemeinsam mit diversen Experten noch an einer finalen Fassung unseres Tierschutzprogrammes arbeiten. Die tatsächliche Umsetzbarkeit ist uns dabei besonders wichtig. Gerade bei diesem Thema nur leere Versprechungen zu machen, kommt für uns nicht in Frage. Da das Thema Tierschutz nämlich in den letzten Jahren sowieso schon mehr als nur zu kurz gekommen ist. Da wir uns aber besonders darüber freuen mit Tierschutzvereinen in Kontakt zu sein, würde ich sie sehr gerne zu einem Gespräch in unseren Parlamentsklub einladen. Wir wollen uns gerne mit dem Thema Tierschutz intensiv auseinandersetzten und dabei ist der direkte Kontakt mit derart engagierten Tierschützern besonders wertvoll.

Wir würden uns über einen Terminvorschlag von Ihnen nach der Wahl sehr freuen!

5 Kernpunkte zum Tierschutz - TEAM STRONACH

  1. Mehr Schutz für Hunde und Katzen durch eine einheitliche EU-Gesetzgebung – KEINE TÖTUNGSSTATIONEN und das Verkaufsverbot von Hunden und Katzen in Tierhandlungen

    Der Schutz von Katzen und Hunden ist nach wie vor KEIN Bestandteil der EU- Tierschutzgesetzgebung, sie werden lediglich erst im Tierschutzaktionsplan angeführt. Besonders in den östlichen und südlichen Ländern der EU sind Tierschutz und die Vermeidung von Tierleid Fremdworte.

    Im Sinne eines neuen politischen Tierschutzes sind strengere Vorschriften zum Schutze der Tiere EU-weit konsequent umzusetzen. Nur dadurch sind die Bewältigung und das Abstellen der Probleme wie illegaler Welpen-Handel oder Tötungsstationen in süd- und osteuropäischen Ländern möglich. Die Bewusstseinsbildung über die Notwendigkeit von Tierheimen und die Kastration von Haustieren muss zur verpflichtenden Vorgabe für diese Länder werden.

    Wir brauchen daher strenge Kontrollen, vor allem an den alten Grenzübergängen nach Tierschmugglern Wobei die Fahrzeuge der Tierschmuggler auch beschlagnahmt werden sollen! Der Vollzug der Höchststrafen für Tierschmuggler durch die Bezirksverwaltungsbehörden.

  2. Kein Lebendtiertransit von Schlachtvieh durch Österreich – SCHLACHTTRANSPORTE NUR BIS ZUM NÄCHSTEN SCHLACHTHOF

    Die Schweiz ist unser Vorbild – sie hat ihre geltenden Verbotsbestimmungen für den Transit von EU-Schlachttieren erweitert! Der Transit von Schweinen, Schafen, Rindern und Ziegen, die für die Schlachtung bestimmt sind, war bereits per Tierschutzverordnung verboten. Nun wurde auch entschieden, dieses Verbot auf den Transport von Pferden und Geflügel zu erweitern. Aus Gründen des Tierschutzes sollen Schlachttiere niemals lange Transporte erleiden müssen, da die Kontrolle in allen Ländern praktisch niemals lückenlos funktionieren kann und Tiertransporte Auswuchs einer generellen jahrelangen fehlgeleiteten EU-Landwirtschaftspolitik sind. Mängel bei sechs von zehn Transporten sind nach aktuellen Medienberichten an der Tagesordnung. Eine Möglichkeit die österreichischen Kontrollen sicher zu umgehen ist es, auf Nebenstraßen auszuweichen, da Tiertransporte an den alten Grenzübergängen oder Bundesstraßen nicht mehr oder nur aufgrund spezieller Hinweise kontrolliert werden. Wir wollen Kontrollen von Lebendtiertransporten an den alten Grenzübergängen und Bundesstraßen, sowie auf den großen Autobahnen und Durchzugsstraßen.

    Tiere – egal welche – sind immer am nächst gelegenen Schlachthof zu töten!

  3. Das Verbot des betäubungslosen Schächtens für unsere Rinder, Schafe und Ziegen

    Schmerzen und Leid müssen von unseren Tieren abgewendet werden, es kann nicht sein, dass in der EU unterschiedliche Standards nebeneinander überhaupt existieren!

    Der Umgang mit unseren Tieren ist auch das Spiegelbild unserer Gesellschaft. Wir Österreicherinnen und Österreicher sehen uns als soziales Land und helfen oft, gerne und immer wieder. Unsere Politik für die Tiere in Österreich setzt daher voraus.

  4. Kein freier Warenverkehr von Stopflebern und Stopfleberprodukten in der EU

    Der freie Warenverkehr innerhalb der EU macht es möglich, dass diese Produkte nicht aus unseren Verkaufsregalen verschwinden. Hier ist die EU aufgefordert, für Lebensmittel, die unter solchen Bedingungen produziert wurden, nationale Verbote zuzulassen! Wir wollen ein solches Verbot für Österreich umsetzen!

  5. Regelmäßige Evaluierung des Tierschutzgesetzes

    Der Gesetzgeber hat insbesondere im Tierschutz die Aufgabe nicht stehenzubleiben, sondern die aktuellsten wissenschaftlichen Entwicklungen zu verfolgen und laufend in die Gesetzesmaterie einzuarbeiten bzw. diese auch zu vollziehen!

    Neue Erkenntnisse und Haltungsformen im Tierschutz sollen zum Wohle der Tiere umgesetzt werden. Bei der Zucht von Haustieren sollen strenge Bestimmungen gelten. Österreich soll das modernste Tierschutzgesetz in Europa haben und auch strenge Regelungen in Bezug auf Haltung, Zucht und Handel von exotischen Vögeln, Amphibien und Reptilien sicherstellen.

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