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Zirkusse Belly-Wien und Knie ohne Wildtiere

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (12.12.2002)

Wien, 12.12.2002

Erfolg des VGT nach 6 Jahren Kampagne gegen Wildtiere im Zirkus. Nach einer 6 Jahre langen Kampagne des Verein Gegen Tierfabriken VGT gegen die Wildtierhaltung in Zirkussen, haben die letzten beiden Wildtierzirkusse ihre Wildtiere - Elefanten - verkauft.

Am 27. November 2002 wurde bekannt, dass der Betreiber des Zirkus Belly-Wien seine beiden Elefanten an den deutschen Zirkus Fliegenpilz verkauft hat. Der Zirkus Knie hat schon vor geraumer Zeit seine 9 Elefanten nach Italien abgegeben. Zirkus Knie ließ heute für seinen Weihnachtszirkus verlautbaren: „Auf Wildtiere wird im Zirkusprogramm ausdrücklich verzichtet.“ Damit gibt es keinen Zirkus in Österreich mit großen Wildtieren wie Elefanten, Raubkatzen oder Bären mehr.

In den letzten Jahren haben AktivistInnen des VGT gerade gegen die beiden Zirkusse Belly-Wien und Knie wegen ihrer tierschutzwidrigen Elefantenhaltung mobil gemacht. Regelmäßig gab es Demonstrationen vor den Vorstellungen, so zuletzt am 9., 10. und 16. November 2002 am Urfahrgelände in Linz vor dem Zirkus Belly-Wien. Beide Zirkusse reagierten zunächst mit Gewalt. Am 21. März 2000 hatten rund 30 Angestellte des Zirkus Knie 4 VGT-Aktivisten angegriffen, ihre gesamte Ausrüstung im Wert von 4000 Euro zerstört und 2 der Aktivisten krankenhausreif geschlagen. Am 8. und am 15. September 2001 hatte Zirkusbetreiber mit einigen Angestellten des Zirkus Belly-Wien insgesamt 15 VGT-Aktivisten zum Teil schwer verletzt und wertvolle Ausrüstung wie eine digitale Videokamera zerschlagen.

Die Bundesländer Salzburg und Oberösterreich haben bereits ein Wildtierverbot im Zirkus erlassen. Wien, Niederösterreich, die Steiermark und Kärnten haben entsprechende Gesetze in der Begutachtungsphase. Das Burgenland, Tirol und Vorarlberg scheinen noch unentschieden. Ein bundeseinheitliches Tierschutzgesetz würde aber in jedem Fall zu einem generellen Wildtierverbot im Zirkus führen – wenn die zukünftige Regierung zu ihrem Wahlversprechen steht. Das Bevorstehen dieser Verbote bis spätestens 2005 dürfte den Gesinnungswandel bei den Zirkusdirektoren hervorgerufen haben. Wenn die Wildtiere einmal verboten sind, hätte der Verkaufswert der Elefanten höchstwahrscheinlich sehr gelitten.

Dass ein Wildtierverbot im Zirkus die einzige tiergerechte Lösung des Problems darstellt, beweist einmal mehr das Schicksal der Zirkuselefanten: am 28. November starb einer der beiden Elefanten in Trier wegen unsachgemäßer Behandlung an Kreislaufkollaps. Am 18. November demonstrierte der VGT vor der thailändischen Botschaft gegen die thailändische Praxis, Elefantenkinder mit Brachialgewalt zu Touristenattraktionen zu dressieren. Ein undercover Video, das kürzlich veröffentlicht wurde, zeigt die brutalen Dressurmethoden in Thailand, die den Dressurmethoden für Zirkuselefanten gleichen.

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