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Salzburg: Biolebensmittel in öffentlichen Küchen weiterhin nicht verpflichtend

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (06.06.2007)

Salzburg, 06.06.2007

Die Forderung der Grünen nach 50% Biolebensmittel in Salzburgs Kindergärten und Schulen wurde heute im Landtag abgeschmettert!

Die Forderung der Grünen nach 50% Biolebensmittel in Salzburgs Kindergärten und schulen wurde heute im Landtag abgeschmettert!

Die grünen Landesabgeordneten stellten einen Antrag auf eine schrittweise Erhöhung des Anteils an Biolebensmitteln in Schulen und Kindergärten innerhalb von 3 Jahren auf mindestens 50 Prozent. Das sollte vor allem für Schulen und Kindergärten gelten.

In einigen Bundesländern gibt es bereits vorgeschriebene Bioanteile für landeseigene Küchen - und das mit beeindruckendem Erfolg. So beträgt der Bio-Lebensmittelanteil in Wiens Krippen, Horten und Kindergärten bereits 50%.

Die Expertin vom Ernteverband erklärte, dass sich nur in den Bundesländern wie Wien und NÖ, die einen Bioanteil verpflichtend vorgeschrieben haben, ein relevanter Bioanteil etablieren konnte. Im Gegensatz dazu sei der Bioanteil in Länder wie Kärnten, Burgenland und Salzburg - die keine klaren Vorgaben (Bioanteil in %) vorgeschrieben haben - verscheinden gering.

SPÖ-Agrarsprecher sprach in diesem Zusammenhang von einer "Regelungswut", die ihn an den Ostblock erinnere. Schon dort habe sich gezeigt, dass Planwirtschaft nicht funktioniere. Der dritte Landtagspräsident (ÖVP) verbot sich jede Diskriminierung von Lebensmittel, schließlich bestehe in Österreich der Grundsatz, dass alle angebotenen Lebensmittel gesund seien.

Interessant war auch die Reaktion der Abgeordneten, als Fotos von Salzburger Schweine- und Geflügelmastbetrieben gezeigt wurden, die vollkommen den tierschutzrechtlich vorgeschriebenen Standards genügten. LAbg meinte daraufhin in vollkommener Verkennung der Realität, dass es bereits ein Bundestierschutzgesetz gäbe um solche Missstände zu exekutieren. Andere Abgeordnete bezweifelten, dass die Fotos von legalen Schweine- und Geflügelmastbtrieben aus Salzburg stammen würden.

Der Antrag der Grünen wurde mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP und FPÖ abgelehnt.

Harald Balluch, Geschäftsführer des Verein Gegen Tierfabriken: "Zu beobachten mit welcher starrköpfigen Realitätsverweigerung österreichische Politiker den dramatischen Misständen im Bereich der Nutztierproduktion begegnen, ist immer wieder erschütternd. Mit solchen Politikern werden sich keine so dringend notwendigen Verbesserungen für die Tiere erreichen lassen."

Übrigens unerbreitete die eine Gastrofirma ein Angebot mit 30% Bioanteil, wobei eine Mahlzeit nur um 20 Cent mehr gekostet hätte als bisher. Dieses Angebot für Kindergärten und Schulen im Land Salzburg wurde ebenfalls abgelehnt.

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