Teilen:

Zoo: Elefantenbaby vor Augen der BesucherInnen brutal geschlagen

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (05.09.2008)

Wien, 05.09.2008

Pfleger rechtfertigt sich: "Ich muss so reagieren, um den Elefanten zu erziehen."

Für einen Riesenskandal sorgte dieser Vorfall im Berliner Tiergarten. Geschockte Kinder mussten mitansehen, wie das Elefantenbaby Panya mit einer Stange brutal am Kopf und am Rücken geschlagen wurde. Panya sollte lernen auf Befehle zu gehorchen. Panya wurde aber wie so viele Kinder übermütig und wollte durch einen Schubs die erwartete Belohnung ohne Ausführung des Befehls abstauben. Die Strafe für dieses „unerhörte“ Benehmen folgte auf dem Fuße. Der Pfleger schlug mit brutaler Härte zu. Das Elefantenkind flüchtete in Panik. Noch Minuten später taumelte der misshandelte Elefant verstört durch sein Gehege.

Ähnliches Schicksal: Mongu

Der Fall erinnert erschreckend an das Schicksal von Mongu, dem Elefantenkind aus dem Wiener Zoo Schönbrunn. Im November 2006 wurde auf einer Pressekonferenz ein Undercoverfilm präsentiert, auf dem zu sehen war, mit welcher Härte Tierkinder nach Besucherschluss behandelt werden: Das damals zweijährige Elefantenkind wird von 8 Männern gewaltsam von seiner Mutter losgerissen, mit Seilen fixiert und danach mit dem sogenannten Elefantenhaken (eine Eisenstange mit spitzen Enden) auf den Kopf geschlagen. Danach wird es mit Seilen niedergerungen und bleibt alleine auf dem Betonboden gefesselt und eingesperrt zurück. Die aufgezeichneten Schreie und das Schluchzen des Elefantenkindes sind herzzerreißend.

Der Tiergarten Schönbrunn veranstaltete kurz nach der Veröffentlichung dieses erschreckenden Filmes ebenfalls eine Pressekonferenz, bei der versucht wurde, all diese Vorwürfe zurückzuweisen. Ganz klar ist allerdings, ohne den Elefantenhaken geht kein Pflegepersonal in ein Gehege mit Elefanten. Der Elefant hat von kleinst auf die drohende Gefahr dieses Hakens kennen- und fürchten gelernt und wird so gefügig gemacht und mit diesen Maßnahmen wird ihnen auch der Wille gebrochen.

Wenn es notwendig ist, Wildtiere mit brutalster Gewalt an ein Leben in Gefangenschaft zu gewöhnen stellt sich einmal mehr die Frage, inwieweit es gerechtfertigt sein darf, Tiere aus dem alleinigen Grund der Belustigung der Menschen, diesem Schicksal auszusetzen

 

Der Verein Gegen Tierfabriken veranstalten am Mittwoch, den 10. September eine Kundgebung beim Hietzinger Tor, inwieweit ein Tiergarten eine nicht mehr zeitgemäße Ausbeutung der Tiere darstellt, kann dort diskutiert werden.

 

 

 

28.10.2026, Heidenreichstein

VGT dokumentiert Tierqual von Fischen

Stress und Leid für Karpfen beim größten Waldviertler Abfischfest

27.10.2026, Bezirke Neusiedl/See und Bruck/Leitha

VGT erwischt Jagdleiter in NÖ mit 100 Fasanen in Kisten und ruft die Polizei

Trotz Verbots des Aussetzens von gezüchteten Fasanen im Burgenland seit 2022 wollte eine Jagdgesellschaft ungarische Fasane als Schießbudenfiguren im Burgenland aussetzen

22.10.2026, Wien

VGT übergibt 90.000 Stimmen für Hitzefrei für Fiakerpferde an Stadtrat Czernohorszky

Internationale Entwicklungen zeigen : Wien darf nicht zum Schlusslicht im Pferdeschutz werden

21.10.2026, Wien/OÖ

Aktuelle UNESCO-Stellungnahme: ob OÖ-Singvogelfang Kulturerbe bleibt, ist offen

Festgestellt wird, „dass es sich um eine gesellschaftlich umstrittene Praxis handelt – insbesondere hinsichtlich der Einschätzung von Ausmaß und Zumutbarkeit des den Vögeln zugefügten Leids“

16.10.2026, Wien

Einladung: VGT-Anti-Pelz-Demomarsch in Wien

Samstag, 17. Oktober, 13 Uhr, Christian-Broda Platz

14.10.2026, Wien

VGT: Bundesregierung gesetzlich verpflichtet, 2027 Schweinehaltung neu zu regeln

Anlässlich der heutigen Nationalratssitzung erinnerte der VGT vor dem Parlament die Regierung daran, die offene Frage der Schweinehaltung auf Vollspaltenboden endlich zu lösen

13.10.2026, Wien/EU

85 % der Österreicher:innen fordern rasches Ende der Käfighaltung

Ein Großteil der Österreicher:innen will bis 2035 ein EU-weites Ende der Käfighaltung von Legehennen. Die Industrie pocht auf eine Übergangsfrist bis 2045.

09.10.2026, Wien

Urteil im SPAR-SLAPP gegen den VGT beweist: Vollspaltenboden ist Tierquälerei

Zusätzlich hat die Richterin mit Bezug zum OGH zahlreiche Klagspunkte von SPAR zurückgewiesen und dadurch die Klage als SLAPP entlarvt