Teilen:

Weiter Proteste "Stopp Staatsterror gegen Tierschutz"

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (06.08.2009)

Wien, 06.08.2009

TierrechtlerInnen ziehen Parallele zu 1914: auch damals hat der Staat den Weg der Demokratie verlassen

TierrechtlerInnen ziehen Parallele zu 1914: auch damals hat der Staat den Weg der Demokratie verlassen

Mit dem polizeilichen Vorgehen gegen den Tierschutz – brutale nächtliche Überfälle auf friedliche AktivistInnen, 3 ½ Monate U-Haft für 10 unschuldige Personen, Anwendung von §278a StGB mit rigorosen Überwachungsmaßnahmen und der Versuch, dem VGT aus politischen Gründen die Gemeinnützigkeit zu entziehen und ihn damit zu zerstören – hat der Staat den Weg der Demokratie verlassen.

In der Demokratie werden dem Volk nämlich gewisse Grundrechte garantiert, um ohne Angst vor Terror und Staatsrepression auf die Gestaltung der Gesellschaft Einfluss nehmen zu können.

Heute sind aber Versammlungsfreiheit, Meinungsfreiheit, Pressefreiheit (undercover Recherchen und Berichterstattung im Tierschutzbereich sollen kriminalisiert werden) und sogar die Freiheit, sich in Vereinen zu organisieren, sehr ernsthaft bedroht.

Diese Freiheiten werden in Österreich erst seit 1867 durch die Verfassung garantiert. Und regelmäßig gab es Versuche seitens des Staates, diese Rechte auszuhöhlen. Erstmals wurde das Mitte 1914 – also noch vor Beginn des 1. Weltkriegs – durchgeführt. In seiner berühmten Verteidigungsrede vom Mai 1917 prangert der Sozialdemokrat Friedrich Adler vor Gericht die Regierung dafür an, die Grundrechte zu unterwandern, und bringt dafür Beispiele, die sich 1:1 auf die heutige Situation umsetzen lassen. Seine wichtigste Botschaft war aber ein flammender Appell an alle wachen Geister des Landes, diese schleichende Zersetzung der bürgerlichen Freiheiten nicht hinzunehmen und der Ausdruck seines Entsetzens über Österreich als ein Land, das seinen BürgerInnen keine Freiheit gewähren will: „[Österreich] ist ein Staat, in dem man stets Verachtung für die Überzeugung des Menschen hatte, es ist ein Staat, wo man niemals anerkannte, dass das einzelne Individuum nach seiner Überzeugung handeln soll. Es ist jener Staat des Metternichschen Geistes, der Österreich von der 48er Revolution […] zum unzivilisiertesten Staat in Europa [gemacht hat].“

Und Friedrich Adlers Vater Victor Adler fügte bei der Verteidigung seines Sohnes hinzu: „Wer bei gewissen Dingen den Verstand nicht verliert, der hat keinen zu verlieren!“

Jede Woche protestieren BürgerInnen und AktivistInnen des VGT in ganz Österreich gegen die Auflösung unserer Grundrechte und machen auf die Staatsrepression gegen den Tierschutz aufmerksam.

12.02.2026, Graz

Einladung: morgen Freitag Tierschutzdemo vor Bauernbundball in Grazer Stadthalle

Der ÖVP-Bauernbund blockiert massiv jede vernünftige Weiterentwicklung im Nutztierschutz – Protest vor allem gegen die Beibehaltung des Schweine-Vollspaltenbodens

10.02.2026, Klagenfurt

Einladung zur Pressekonferenz: Zusammenleben mit dem Wolf – Gratwanderung zwischen Legalität und Rechtsbruch

Expert:innen und Tierschutzvertreter:innen beziehen Stellung zur aktuellen Wolfsthematik in Kärnten

09.02.2026, Steinbrunn

14 Füchse und 2 Marder getötet: Jagdverband Burgenland brüstet sich sinnloser Tötungen

Die Jagd auf Füchse ist in jeder Hinsicht kontraproduktiv und bedeutet sinnloses Tierleid: Füchsinnen sind Anfang Februar bereits schwanger, Abschüsse kurbeln Reproduktion an

06.02.2026, Wien

Vorträge zu Theorien zur Tierbefreiung

Vorträge, Podiumsdiskussion und Q&A

04.02.2026, St. Pölten

NÖ Jagdgesetz-Novellierung untergräbt Tierschutz

Das neue NÖ-Landesjagdgesetz wird von der Landesregierung als „modernstes Jagdgesetz“ gefeiert. Viele Änderungen sprechen aber eher dafür, dass nun noch brutaler mit den Tieren umgegangen werden darf.

28.01.2026, Wien

Tierleid im Lachsfleisch

Der VGT Lachs-Tierschutzbericht

28.01.2026, Wien

VGT veröffentlicht Lachs-Tierschutzbericht: Tierleid im Lachsfleisch

Der VGT Lachs-Tierschutzbericht „Tierleid im Lachsfleisch“ betrachtet das Geschäft mit Lachsfleisch in Österreich aus der Perspektive des Tierschutzes.

27.01.2026, Wien

Lauter, emotionaler Protest gegen die Jagd vor der Wiener Hofburg zum Jägerball

Das 42. Mal seit 1983 nutzten Tierschützer:innen den Ball trotz illegaler „Platzhalterdemo“ mit viel Energie, um die zahlreichen Missstände bei der Jagd zu kritisieren