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Fiakerpferd mit angebundenem Schweif

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (20.07.2010)

Wien, 20.07.2010

Weitere Gesetzesübertretung in Wien gesichtet

Weitere Gesetzesübertretung in Wien gesichtet

Dass Pferde als Flucht- und Steppentiere nicht für ein Leben in der Großstadt geeignet sind, wird wohl kaum mehr bestritten. Um sie dennoch für den Stadtverkehr einsetzen zu können, werden die Sinne der Tiere mit Ohrenstöpsel und Scheuklappen stark eingeschränkt. Nun wurden Fiakerpferde entdeckt, denen auch noch der Schweif angebunden wird.

Anlass dafür dürften die Poohbags sein, mit denen seit ein paar Jahren die Wiener Fiakerpferde ausgestattet sind, um die Pferdeäpfel nicht in der Innenstadt zurückzulassen. Ein unliebsamer Nebeneffekt ist nun, dass die Pferde mit ihren Schwänzen Teile ihrer Rossäpfel, die eigentlich in den Poohbags bleiben sollen, in die Luft schleudern können und die FiakerfahrerInnen diese möglicherweise ins Gesicht bekommen könnten.

Um dem vorzubeugen, binden nun einige Kutscher die Schweife der Pferde an. Aber genau das stellt eine weitere starke Bewegungseinschränkung für die Tiere dar und ist verboten. Auch Tierschutzstadträtin Frau Frauenberger hat in einer aktuellen Presseaussendung mitgeteilt, dass das Schweifanbinden zur Zeit verstärkt kontrolliert wird.

Da jetzt offensichtlich ganz klar ist, dass gegen das Schweifanbinden rigoros vorgegangen wird, haben sich die Fiaker nun etwas anderes einfallen lassen. Bei einem Rundgang ist aufgefallen, dass bereits bei 10 bis 20 % der Fiakerpferde die Schweifhaare gekürzt wurden. Diese Schweife reichen dann nur noch bis ca. zum Kniegelenk und somit nicht mehr bis zum Grund der Poohbags.

Eine wichtige Funktion des Schweifes ist das Vertreiben der Fliegen, die sich natürlich gerade dann, wenn die Tiere für eine längere Zeit ihren Kot spazieren führen, anhäufen. Fest steht somit, dass diese Vorgehensweise das Wohlbefinden der Pferde weiter einschränkt. Der VGT wird die zuständigen Behörden um Stellungnahmen zu dieser neuen Praktik bitten.

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