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"Vogelfänger lügen wie gewohnt", reagiert VGT auf Vorwürfe

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (04.10.2010)

Wien, 04.10.2010

Gestern filmten AktivistInnen des VGT 2 Gruppen von Vogelfängern im Salzkammergut und erstatten Anzeige wegen Tierquälerei und Übertretung der Artenschutzverordnung

Gestern filmten AktivistInnen des VGT 2 Gruppen von Vogelfängern im Salzkammergut und erstatten Anzeige wegen Tierquälerei und Übertretung der Artenschutzverordnung

In einer Aussendung behaupten Vogelfänger, es wären ihnen Lockvögel „gestohlen“ und sie wären bedroht worden, und es seien erhebliche Sachschäden durch TierschützerInnen angerichtet worden. Dazu sagt VGT-Obmann DDr. Martin Balluch: „Was für eine lächerliche Propagandalüge dieser Menschen, die offenbar vor nichts zurückschrecken. Tatsache ist, dass, wie jedes Jahr, Tierschutzpatrouillen Vogelfänger beim illegalen Fang überrascht haben. Wir haben die Vorfälle gefilmt, mit der Polizei gesprochen und werden sie bei der zuständigen Staatsanwaltschaft zur Anzeige bringen. Die Vogelfänger haben nicht nur Tierquälerei begangen – Wildvögel durch Einsperren in Käfige und durch Fangen in Fallen in schwere Angst versetzt – sondern auch §11 der oö Artenschutzverordnung gebrochen. Letzteres deswegen, weil die Vogelfänger mehr als die zulässige Anzahl von Lockvögeln bei sich hatten.“

DDr. Balluch weiter: „Wie für solche Menschen üblich – wer gewalttätig zu Tieren ist, wird auch gegenüber Menschen nicht zimperlich sein – wurden wir mit Schlägen bedroht. Die Aussage der Vogelfänger in ihrer Pressemeldung, dass Lockvögel „gestohlen“ oder dass eine Sachbeschädigung begangen worden sei, ist frei erfunden und wurde uns weder von den Vogelfängern noch der Polizei vorgeworfen. Dabei würde ich die Befreiung illegal gefangener Singvögel nur begrüßen, handelt es sich doch keineswegs um den „Besitz“ der Vogelfänger. Wildvögel gehören in die Freiheit und nicht in die Hände dieser Gewalttäter.“

Und DDr. Balluch schließt: „Was wir hier jetzt sehen ist von vornherein das Kalkül jener Menschen gewesen, die die SOKO gegen den Tierschutz ins Rollen gebracht haben. Man will den aktiven Tierschutz, der oft die Kontrolltätigkeit der Behörden übernehmen muss, weil diese ihre Verantwortung einfach nicht wahrnimmt, kriminalisieren und mundtot machen. 4 Jahre SOKO-Ermittlungen (ohne konkrete Ergebnisse) und ein jahrelanger Monsterprozess auf Basis des absichtlich diffus gehaltenen Vorwurfs der Unterstützung einer angeblichen kriminellen Organisation im Tierschutz, die seit 1988 insgesamt 35 Kampagnen für die Tiere in Österreich geführt habe, soll dazu dienen, den Tierschutz einzuschüchtern und seinen politischen Gegner zu stärken. So kommt es, dass z.B. die Vogelfänger derart irrwitzige Aussendungen in der Hoffnung machen können, dass ihnen geglaubt werde. Doch da haben sie die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Wir vertrauen auf eine kritische Medienlandschaft. Wir vertrauen darauf, dass die Gesellschaft und letztendlich auch die Politik die Tierschutzarbeit anerkennen und Wert schätzen. Und wir werden uns aufgrund der breiten Unterstützung in der Bevölkerung sicher nicht einschüchtern lassen, weiterhin unsere Aufgabe wahrzunehmen, uns für die Schwächsten in der Gesellschaft, die Tiere, einzusetzen.“

 

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