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VGT fordert demokratische Diskussionskultur in Schweine-Kastenstandfrage

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (29.11.2011)

Wien, 29.11.2011

ÖVP und Landwirtschaftskammer sollen bei der Wahrheit bleiben, der Tierschutz muss in Verhandlungen einbezogen werden - Blockade fortgesetzt

ÖVP und Landwirtschaftskammer sollen bei der Wahrheit bleiben, der Tierschutz muss in Verhandlungen einbezogen werden - Blockade fortgesetzt

Seit bereits 5 Stunden blockieren TierschützerInnen den Eingang in die nö Landwirtschaftskammer und besetzen 3 Dächer. Damit protestieren sie gegen die Propaganda der ÖVP und der Landwirtschaftskammer, mit der die Haltung von Mutterschweinen beschönigt werden soll. Kammerpräsident sprach mit den BesetzerInnen und behauptete, ohne Kastenstände würden die Mutterschweine Bauern angreifen und Ferkel töten.

"Blödsinn", erklärt VGT-Obmann DDr. Martin Balluch. "Daran sieht man, wie weit die heutigen Schweinebetriebe von einer natürlichen Haltung entfernt sind. Beim VGT haben wir 25 Schweine in Pflege, davon auch 3 Muttertiere mit Ferkeln, natürlich ohne Kastenstand und ohne Probleme. Die heutige Schweineindustrie hat vom natürlichen Verhalten von
Schweinen offenbar keine Ahnung mehr. In Schweden, der Schweiz und Norwegen gibt es seit langem keine Kastenstände mehr, und dort sind weder die Ferkelverluste höher als in Österreich, noch gibt es verletzte Bauern."

Der ÖVP-Landwirtschaftskammerpräsident und der Landwirtschaftsminister meinen, der Tierschutz habe kein Mandat, um sich an den politischen Gesprächen über einen Kompromiss in der Kastenstandfrage zu beteiligen

Dazu der VGT: "Dieses elitäre Politikverständnis der ÖVP ist nicht mehr zeitgemäß. Heute muss man die Zivilgesellschaft in politische Verhandlungen mit einbeziehen. In der Kastenstandfrage kann es keinen Kompromiss ohne Zustimmung der Tierschutzorganisationen geben, wir werden uns nichts diktieren lassen. Immerhin wissen wir in dieser Frage 80% der Bevölkerung hinter uns. Wenn man uns ausgrenzt, sind wir gezwungen uns mit Aktionen des zivilen Ungehorsams zu Wort zu melden."

Seit Mitte September 2011 gab es bereits 35 Störaktionen bei öffentlichen Auftritten des Landwirtschaftsministers sowie 2 Besetzungen bzw. Blockaden des Ministeriums und jetzt der Landwirtschaftskammer NÖ.

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