Teilen:

Deja-vu: Tierschutzprozess der ÖVP-Landwirtschaftskammer gegen VGT-Obmann

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (22.03.2012)

Wien, 22.03.2012

Wie im Wr. Neustädter Tierschutzprozess geht es um Einfluss von DDr. Balluch auf andere – Zeuge LVT-Beamter nennt VGT trotz Freispruchs "militanten Tierrechtsverein"

Wie im Wr. Neustädter Tierschutzprozess geht es um Einfluss von DDr. Balluch auf andere – Zeuge LVT-Beamter nennt VGT trotz Freispruchs „militanten Tierrechtsverein“

Heute fand der bereits zweite Prozesstag der Klage der ÖVP-Landwirtschaftskammer NÖ gegen den VGT-Obmann DDr. Martin Balluch statt. Die Kammer fordert dabei, das Gericht möge DDr. Balluch verbieten in Zukunft andere zu Aktionen des zivilen Ungehorsams gegen sie anzustiften. Entsprechend ging es im heutigen Prozesstag bei vier Zeugen nur um die Frage, welche Rolle DDr. Balluch bei der Planung, Organisation und Anstiftung zu Aktionen von TierschutzaktivistInnen gespielt haben könnte. Ein deja-vu Erlebnis zum Wr. Neustädter Tierschutzprozess! Das Urteil wird schriftlich erfolgen.

Einer der Zeugen war ein Beamter des Landesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) NÖ. Er gab an, die TierschützerInnen 8 Stunden lang beobachtet zu haben, weil es sich beim VGT um einen „militanten Tierrechtsverein“ handle. Darauf angesprochen, ob sich diese Ansicht durch den Freispruch im Tierschutzprozess nicht geändert habe, antwortete der LVT-Beamte ganz offen: Nein!

DDr. Balluch dazu: „Der Beamte schreibt in der Zeitung Österreich, dass durch die Tätigkeiten der Gatterjagdgesellschaft bei denen Millionen Euro ohne Gegenleistung geflossen sind und offensichtlich hohe Beamte des Staates involviert waren, ‚unser politisches System wirklich in Gefahr‘ ist. Hat sich das Amt für Verfassungsschutz für diese Bedrohung interessiert? Nein, das sitzt lieber 8 Stunden lang neben friedlichen TierschützerInnen und beobachtet sie auf ihrer Kundgebung für einen tierfreundlicheren Umgang mit Mutterschweinen. Wer gibt diesen Leuten aus dem ÖVP-Innenministerium eigentlich so hirnrissige Aufträge?!“

Und weiter: „Unfassbar ist auch die Resistenz dieser Personen dagegen, von ihren einmal gewählten Irrwegen abzuweichen. Allen Ermittlungsergebnissen aus jahrelangen Lauschangriffen, Peilsendern, Videofallen, Polizeispitzeleinsätzen usw. zum Trotz und im Widerspruch zum deutlichen Urteil der Richterin im Tierschutzprozess behauptet der Beamte vom LVT einfach, der VGT sei militant, und damit kriminell und verfassungsfeindlich. Wir haben das Amt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung deshalb bereits wegen übler Nachrede angezeigt, dieser Beamte wird dafür ein weiterer Kronzeuge sein. Der Chef des LVT-Wien ist überdies ein gerichtsnotorischer Lügner. Auch die entsprechende Anzeige wegen falscher Zeugenaussage ist noch anhängig.“

17.02.2026, Klagenfurt

PK: Zusammenleben mit dem Wolf – Gratwanderung zwischen Legalität und Rechtsbruch

In Kärnten wurden in den letzten 4 Jahren doppelt so viele Wölfe geschossen, wie im großen, regional 10 Mal so dicht besiedelten Deutschland – seit 2022 gab es sogar 310 Abschusserlaubnisse der Landesregierung

12.02.2026, Graz

Einladung: morgen Freitag Tierschutzdemo vor Bauernbundball in Grazer Stadthalle

Der ÖVP-Bauernbund blockiert massiv jede vernünftige Weiterentwicklung im Nutztierschutz – Protest vor allem gegen die Beibehaltung des Schweine-Vollspaltenbodens

10.02.2026, Klagenfurt

Einladung zur Pressekonferenz: Zusammenleben mit dem Wolf – Gratwanderung zwischen Legalität und Rechtsbruch

Expert:innen und Tierschutzvertreter:innen beziehen Stellung zur aktuellen Wolfsthematik in Kärnten

09.02.2026, Steinbrunn

14 Füchse und 2 Marder getötet: Jagdverband Burgenland brüstet sich sinnloser Tötungen

Die Jagd auf Füchse ist in jeder Hinsicht kontraproduktiv und bedeutet sinnloses Tierleid: Füchsinnen sind Anfang Februar bereits schwanger, Abschüsse kurbeln Reproduktion an

06.02.2026, Wien

Vorträge zu Theorien zur Tierbefreiung

Vorträge, Podiumsdiskussion und Q&A

04.02.2026, St. Pölten

NÖ Jagdgesetz-Novellierung untergräbt Tierschutz

Das neue NÖ-Landesjagdgesetz wird von der Landesregierung als „modernstes Jagdgesetz“ gefeiert. Viele Änderungen sprechen aber eher dafür, dass nun noch brutaler mit den Tieren umgegangen werden darf.

28.01.2026, Wien

Tierleid im Lachsfleisch

Der VGT Lachs-Tierschutzbericht

28.01.2026, Wien

VGT veröffentlicht Lachs-Tierschutzbericht: Tierleid im Lachsfleisch

Der VGT Lachs-Tierschutzbericht „Tierleid im Lachsfleisch“ betrachtet das Geschäft mit Lachsfleisch in Österreich aus der Perspektive des Tierschutzes.