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Tierschutz: Anzeigen gegen Großfasanerien in Nickelsdorf und Gattendorf, Burgenland

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (30.09.2015)

Burgenland, 30.09.2015

Tausende Vögel mit abgeschnittenen Schnäbeln, viel zu spät im Jahr ausgesetzt – im Rahmen seiner Kampagne gegen die Jagd auf Zuchttiere zeigt der VGT rigoros alle Fasanerien an

Im Burgenland werden zigtausende Fasane für die Jagd gezüchtet. Noch vor 10 Jahren setzte man österreichweit gut 300.000 Fasane pro Jahr aus, heute ist das durch den öffentlichen Druck auf ein Drittel zurückgegangen. Das Burgenland ist für gut ein Fünftel aller ausgesetzten Fasane verantwortlich, die Großfasanerie in Nickelsdorf beliefert allerdings vermutlich auch andere Bundesländer. Dem VGT liegt nun Video- und Fotomaterial vor, das beweist, dass in der Fasanerie in Nickelsdorf den Fasanen die Schnäbel kupiert wurden. Das ist seit 2005 nach dem Tierschutzgesetz verboten. Zusätzlich befinden sich noch immer tausende Fasane in den Volieren, obwohl sie bis spätestens Mitte September hätten ausgesetzt werden müssen. Die Tiere züchtet man wie in typischer Massentierhaltung. Der VGT brachte diese Sachverhalte bei der BH Neusiedl am See zur Anzeige und fordert von Landesrätin Verena Dunst ein grundsätzliches Verbot, Fasane zum Zweck der Jagd zu halten, zu verkaufen oder auszusetzen.

VGT-Obmann Martin Balluch dazu: „Massentierhaltung in Nutztierfabriken ist schlimm genug. Doch so viele Tiere auf diese Weise zu züchten, lediglich um sie danach bei Abschießbelustigungen als lebende Tontauben für zahlende Jagdgäste zu verwenden, ist absolut unerträglich. Diese Fasane werden nicht ausgesetzt, um eine aussterbende Population zu stützen. Sie sind handzahm und in freier Wildbahn nicht lebensfähig. Entweder sie werden sofort abgeschossen oder gehen hilflos zugrunde, weil sie Raubfeinden gegenüber wehrlos sind. Das muss verboten werden!“

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