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VGT-Proteste gegen SPAR Vollspaltenboden-Schweinefleisch: Montag Verhandlungstag

Wien, 26.02.2026

Da SPAR den VGT per SLAPP-Klage mundtot machen will, wurden Demos „SPARt Euch diese Tierquälerei“ wieder aufgenommen – Protest heute 11 Uhr Wien Schottengasse 6

Der nächste Verhandlungstag im SLAPP-Prozess von SPAR gegen den VGT wegen Kritik an der Schweinehaltung auf Vollspaltenboden findet am Montag statt. Angehört werden 7 Zeug:innen des VGT.

Wann: Montag, 2. März 2026, 9-17 Uhr

Wo: Handelsgericht Wien, Marxergasse 1a, 1030 Wien, Saal 1811

 

Ein essentieller Teil der VGT-Kampagne für ein Ende der einstreulosen Schweinehaltung auf Vollspaltenboden ist die Frage, ob der Lebensmitteleinzelhandel bereit ist, vollständig auf Fleisch von Strohschweinen aus Österreich umzusteigen. Diesbezüglich hat der VGT alle großen Supermarktketten kontaktiert. SPAR war nicht bereit, diesen Schritt zu gehen, und hat aber österreichweit den größten Anteil am Verkauf von Schweinefleisch aus Vollspaltenbodenhaltung. Deshalb protestierte der VGT auch vor SPAR gegen diese Haltungsform. SPAR reagierte mit einer großen SLAPP-Klage, statt auf die Kritik einzugehen und diskussionsbereit zu sein. Die Klage wurde Mitte 2022 eingereicht und wird immer noch am Handelsgericht Wien in erster Instanz verhandelt. Kommenden Montag kommen die Zeug:innen des VGT zu Wort.

Nachdem das Gericht anfänglich eine drakonische Einstweilige Verfügung erlassen hatte, die es dem VGT verboten hat, SPAR überhaupt mit Schweineleid in Verbindung zu bringen (dazu das Oberlandesgericht Wien: SPAR halte ja nicht einmal Schweine), kann der VGT wieder protestieren, da der OGH Ende 2023 diese EV weitgehend aufgehoben hat. Seit heute um 11 Uhr erinnern VGT-Aktivist:innen die Handelskette SPAR daher vor der Filiale in der Schottengasse 6 in Wien an ihre Verantwortung als größter Schweinefleischverkäufer Österreichs.

VGT-Obperson DDr. Martin Balluch dazu: „Gerade eben ist ein Angestellter von SPAR aus der Filiale zu unserer Kundgebung gekommen und hat belustigt festgestellt, dass SPAR gar keine lebenden Schweine halte, bei ihnen seien Schweine nur zerstückelt. Das ist die herablassende und zynische Art, wie SPAR mit Kritik umgeht und passt sehr gut dazu, dass SPAR klagt, statt zu diskutieren. Wir haben SPAR ein freundliches Angebot für eine außergerichtliche Einigung geschickt, aber SPAR will offensichtlich nur den VGT einschüchtern und uns möglichst schaden. Uns bleibt also nur, dem Rechtsstaat zu vertrauen, dass Meinungsfreiheit weiterhin erlaubt und rechtlich geschützt bleibt, auch wenn sie sich gegen multinationale Großkonzerne richtet.“

Pressefotos von der Demo am 19.2.2026 (Copyright: VGT.at)

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