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Tote Rehe, Hirsche, Wildschweine im Jagdrevier Mensdorff-Pouilly

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (19.11.2015)

Wien, 19.11.2015

Werden geschossene Tiere doch nicht gegessen? Oder war die Nachsuche zu mühsam? Welche Ausrede erklärt die verwesenden Jagdtiere?

Bei der Treibjagd auf Wildschweine ballert man frisch fröhlich in die panische Rotte. Da kann es schon passieren, dass ein Tier nur angeschossen wird und verletzt entkommt. Bei der Treibjagd ist eine unmittelbare Nachsuche nicht möglich, zuerst muss der „Trieb“ beendet werden, zuerst wird noch auf alle anderen Tiere gefeuert. Und wenn dann alles vorüber ist, wer interessiert sich noch für die verletzten Tiere, die sich verzweifelt im Dickicht verkrochen haben? Oder ist einem das Wildbret egal und man lässt es einfach am Waldboden verrotten? Dabei ist doch die Ausrede „Wildbretproduktion“ die erste, die für die Gatterjagd herhalten muss.

Im Jagdrevier von Alfons Mensdorff Pouilly wurden zahlreiche tote Paarhufer gefunden. Da liegt ein Reh mit blutendem Auge am Boden. Da ist ein anderes Reh direkt hinter einem Gatterzaun verendet. Dort ist ein Hirsch bereits zur Unkenntlichkeit verwest. Möglicherweise war für die TrophäenjägerInnen sein Geweih zu klein, um interessant zu sein. Und hier treibt ein totes Wildschwein im Strembach, ein weiteres ist ebenfalls an Schussverletzungen verstorben. So viele tote Tiere und keine Spur von Mitgefühl oder wenigstens dem Versuch, sie von ihren Leiden noch erlöst zu haben.

Die Gatterjagd und die Jagd auf Zuchttiere reduziert Tiere auf Schießbudenfiguren. Diese Jagd ist wohl der respektloseste Umgang mit Lebewesen, der sich denken lässt. Und wie soll jemand, der so wenig Respekt hat, irgendeine Form von Mitgefühl empfinden? Die vielen toten Tiere im Jagdrevier von Mensdorff-Pouilly sprechen eine deutliche Sprache. Es wird Zeit, dass die Jagd auf Zuchttiere im Burgenland wie in ganz Österreich endgültig und für alle Zeiten verboten wird!

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