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Wildschweinmassaker im Salzburger Jagdgatter Mayr-Melnhof!

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (16.12.2015)

Salzburg, 16.12.2015

Große Treibjagd mit zahlreichen Jagdgästen, Jagdhunderudel hetzen Wildtiere, Treiberkolonnen verbreiten Angst und Schrecken unter den gefangenen Tieren – Anzeige: Tierquälerei

Neben Niederösterreich und dem Burgenland haben noch Wien mit dem Lainzer Tiergarten und Salzburg mit dem Antheringer Mayr-Melnhof-Gatter aktive Jagdgatter. In Letzterem fand jetzt eine große Treibjagd auf Wildschweine statt. Mit Hunderudel und Treiberkolonne wurden sämtliche im Gatter befindlichen Tiere in Angst und Schrecken versetzt. Die Hundertschaft an Schützen auf den Jagdständen konnte nach Herzenslust auf die flüchtenden Tiere ballern. Etwa 100 tote Wildschweine blieben nach dem Massaker tot zurück. AktivistInnen des VGT waren AugenzeugInnen, wie Wildschweine und Damhirsche direkt von Hunderudeln verfolgt und durch den Lärm in Todesangst versetzt, stundenlang auf der Flucht waren, aber ohne Ausweg, da das Jagdgatter eingezäunt ist. Der VGT wird Anzeige wegen Tierquälerei erstatten.

Die anwesende Jägerschaft war sich der öffentlichen Kritik an ihrem Verhalten wohl bewusst. Die OrganisatorInnen beorderten daher viele Jagdhelfer an die Gattertore und ließen die TierschützerInnen ständig von Jagdautos verfolgen. Es wurde auch versucht, die Polizei gegen die VGT-AktivistInnen aufzuhetzen. Als mit einer Tierschutzdrohne das Geschehen aus der Luft dokumentiert wurde, schoss einer der Mayr-Melnhof JägerInnen mit dem Gewehr zwei Mal auf das Gerät. Eine Kugel durchschlug eines der Rotorblätter, die andere streifte ein Standbein entlang. Die Drohne ist zwar weiter funktionsfähig, dennoch handelt es sich dabei um vorsätzliche Sachbeschädigung, ein strafrechtliches Delikt. Der VGT fordert den zuständigen Landesrat Josef Schwaiger, mit dem es bereits ein Gespräch gegeben hat, dazu auf, das willkürliche Gemetzel an gefangenen Tieren zu beenden, dieses Jagdgatter zu schließen und die Jagd auf Zuchttiere grundsätzlich zu verbieten.

VGT-Obmann Martin Balluch war vor Ort und wurde mehrmals von Mayr-Melnhof-Jägern belästigt und drangsaliert: „Mayr-Melnhofs Stänkerer verhielten sich wie Straßenrowdies, ein echtes Armutszeugnis. Und die Schüsse auf unsere Drohne entsprechen der typischen Gatterjägermentalität, der Sachbeschädigung an fremdem Eigentum egal ist und die sich um keinen Preis bei ihren perversen Belustigungen zusehen lassen will. Doch wir gehen nicht weg, bis die Gatterjagd verboten ist. Auch in Salzburg. Mayr-Melnhof kann sich auf die nächste Anzeige wegen Tierquälerei gefasst machen, zusätzliche Anzeigen wegen Sachbeschädigung und Nötigung werden von unserem Anwalt geprüft.“

Möchten Sie sich aktiv für die Tiere einsetzen?

Schreiben Sie eine E-Mail an den Salzburger Landesrat Dr. Josef Schwaiger: Schwaiger@salzburg.gv.at

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