Teilen:

VGT-Eingabe an steirische Landesregierung: Verbot des Aussetzens gezüchteten Federwilds

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (01.03.2016)

Wien, 01.03.2016

Nach Gesprächen mit dem Büro des zuständigen Landesrats überreicht der VGT heute detaillierte, wissenschaftlich untermauerte Forderung: Verbot Zuchtgatter und Zuchtfasane

In der Steiermark sind Jagdgatter verboten. Doch der VGT konnte in der letzten Jagdsaison nachweisen, dass aus Zuchtgattern in der Steiermark Wildtiere zum Abschuss an Jagdgatter im Burgenland und in Niederösterreich geliefert werden. Zwar sind diese Zuchtgatter nach Angaben der Landesregierung als Fleischgatter gemeldet und dürften gar nicht an Jagdgatter liefern – Fleischgatter werden nach dem Bundestierschutzgesetz geführt und fallen in die Kompetenz des Tierschutzministeriums – doch erlaubt das steirische Jagdgesetz grundsätzlich die Züchtung von Tieren zu jagdlichen Zwecken. Neben einem Verbot dieser Möglichkeit fordert der VGT nun in seinem heute übergebenen 6-seitigen Schreiben (zusammen mit einer Darstellung der steirischen Zuchtgatter und der Lieferung an Jagdgatter) auch ein Verbot des Aussetzens gezüchteter Fasane, Rebhühner und Enten. Auch dazu wurde das Ergebnis der Recherchearbeit zusammengestellt. Das Aussetzen von gezüchteten Vögeln für die Jagd ist zwar in der Steiermark auf die Zeit bis 4 Wochen vor Beginn der Jagdzeit beschränkt, doch dennoch, wie in der Praxis zu sehen, werden dadurch Vögel aus Massentierhaltung zum Abschuss und zum Aufbessern der Strecke hergenommen.

„Es ist offensichtlich sinnlos und nicht vernünftig, Vögel auszusetzen, um den Bestand zu sichern, aber noch in derselben Jagdsaison auf dieselben Vögel zu schießen. Entweder man will einen Bestand aufbauen oder bejagen, beides gleichzeitig ist widersprüchlich“, sagt VGT-Obmann Martin Balluch dazu. „Abgesehen davon ist gut belegt, dass sich diese Vögel aus der Massentierhaltung nicht fortpflanzen, geschweige denn in freier Wildbahn überleben können. Die wissenschaftlichen Studien dazu haben wir heute ebenfalls der Landesregierung übergeben. Im steirischen Jagdgesetz ist das Aussetzen von jedem Wild an eine Bewilligung gebunden – außer es handelt sich um Fasan, Rebhuhn oder Stockente. Aber es gibt keinen Grund für diese Ausnahmen, daher bitten wir den zuständigen Landesrat Johann Seitinger diese Gesetzeslücke zu stopfen!“

03.04.2026, Wien

Parfums ohne Tierleid: Vegane und tierversuchsfreie Düfte

Bei Düften und Parfums ist oft nicht auf den ersten Blick klar erkennbar, ob diese vegan und tierversuchsfrei sind. Häufig werden dabei tierliche Inhaltsstoffe traditionell bereits seit Jahrhunderten eingesetzt und sind Nebenprodukte von anderen Formen der Tierausbeutung, wie zum Beispiel der Jagd, der Pelzproduktion oder der Imkerei. Wir geben einen Überblick.

03.04.2026, Salzburg

VGT fordert Fütterungsplätze für Salzburgs Tauben

Während die Tauben in der Stadt Salzburg langsam und qualvoll verhungern, möchte der Magistrat den Strafrahmen des Taubenfütterns auf 1000 Euro anheben

03.04.2026, Wien/UK

Heute vor 33 Jahren VGT-Obperson Augenzeuge: Jäger in UK ermordet Tierschützer

Weil er sich wegen einer Tierschutzaktion gegen seine Jagdgesellschaft geärgert hat, fährt ein Jäger absichtlich einen Tierschützer mit dem LKW nieder und begeht Fahrerflucht

02.04.2026, Wien

VGT zeigt Kreuzweg des Schweins vor Landwirtschaftsministerium: Vollspaltenboden bleibt

Anlässlich des Osterfestes weist der VGT darauf hin, dass wir Schweinen weiterhin das gesamte Leben ohne Ablaufdatum unerträgliche Qualen zumuten

01.04.2026, Bergland

VGT fordert Exportstopp schwangerer Rinder in Tierschutz-Hochrisikostaaten wie Algerien

Tierschützer:innen demonstrieren vor Rinder-Versteigerung gegen Tiertransporte

31.03.2026, Österreich

Rinder-Versteigerungen und Tiertransporte

VGT-Aufdeckung dokumentiert groben Umgang auf Verkaufsveranstaltungen und zeigt Zusammenhang mit Hochrisiko-Exporten in Drittländer

31.03.2026, Wien

Grober Umgang mit Rindern auf Versteigerungen

Ausgangspunkt tagelanger Tiertransporte - VGT veröffentlicht aktuelle Aufnahmen von Verkaufsveranstaltungen österreichischer Rinder und kündigt Protest an

30.03.2026, Wien

VGT zu Mayr-Melnhof: darf man sich gegen seine Gewalttaten auch mit der Waffe wehren?

Bei seiner Rede zum Wolf meinte Mayr-Melnhof, zur Verteidigung von Leib und Eigentum darf er zur Schusswaffe greifen: er hat selbst am 20.11.2017 Tierschützer verletzt und beraubt