Teilen:

Käfigverbot in der Kaninchenhaltung

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (02.03.2017)

02.03.2017

Die Käfighaltung von Tieren ist eine furchtbare Tierquälerei. Zu dieser Einsicht sind wir in Österreich bereits 1998 gelangt, wie die Haltung von Pelztieren (Nerz, Fuchs, Nutria, Chinchilla, …) im Käfig verboten wurde. In den Jahren 2003 und 2004 geriet die Käfighaltung von Legehennen, die sogenannte Legebatterie, in das Kreuzfeuer der Kritik. Seit 1. Jänner 2005 dürfen keine neuen Ställe mit jeglicher Art von Käfig für die Haltung von Legehennen gebaut werden. Seit dem 1. Jänner 2009 ist die konventionelle Käfighaltung verboten.

Allerdings gerieten durch den politischen Fokus auf Legehennen die Kaninchen aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit. Entsprechend dramatisch schlecht fiel der gesetzliche Schutz für diese Tiere aus. Es ist in Österreich bis heute erlaubt, Kaninchen in winzigen Käfigen zusammenzupferchen und in grausamsten Bedingungen zu züchten und zu mästen.

Es gibt nur eine handvoll solcher Kaninchen-Batterie Farmen in Österreich. Die Bedingungen dort sind grauenhaft. Die weichen Pfoten der Tiere werden auf dem Maschendrahtboden verletzt. Die völlige Bewegungsunfähigkeit bedingt zwar, dass die aufgenommene Nahrung direkt in Massenzuwachs des Körpers umgesetzt wird, aber für das bewegungsfreudige Tier ist das eine Qual und führt sogar zu Wirbelsäulenverkrümmungen und Knochenveränderungen. Die Enge macht die Tiere aggressiv, die weiblichen Zuchtkaninchen können sich nicht, wie in der Natur, vor ihren Kindern zurückziehen, um auch einmal Ruhe zu finden. Die Käfige mit Drahtmaschen in alle Richtungen enthalten nichts, was die neugierigen Tiere stimulieren könnte. Für tierschutzbewegte Personen bedarf es eigentlich keiner weiteren Argumente mehr:

Die Käfighaltung für Kaninchen muss verboten werden!

Dieser Tierschutzforderung wurde nach einer intensiven Kampagne des VGT im Jahr 2007 durch das Parlament entsprochen. Ein neuer in das Bundestierschutzgesetz aufgenommener Paragraph sieht vor, dass das Käfigverbot für alle Kaninchen für die Fleischgewinnung ab dem Jahr 2012 verboten ist.

Ein Verordnungsentwurf der Regierung droht dieses Gesetz stark zu unterlaufen. Mehr dazu finden Sie hier

 

02.06.2026, Gerersdorf

Bürgermeister von Hafnerbach zeigt Schweinebetrieb Hubmann wegen Tierleids an

Er habe in den Schweineboxen die Ferkel auf einem Haufen liegen gesehen (was sie immer tun!) und gemeint, manche könnten vor Kälte zittern – Anzeige!

01.06.2026, Baden

Erstes Pflanzenmilchfest in Baden macht Lust auf mehr

Am Samstag, dem 30. Mai 2026, fand am Hauptplatz in Baden bei Wien das erste Pflanzenmilchfest statt.

01.06.2026, Wien

Heute jährt sich zum 1. Mal Fehlentscheidung Regierung Schweine-Vollspaltenboden

Die echte Ablauffrist für den Vollspaltenboden bis 2040 bzw. 23 Jahre wurde abgeschafft, stattdessen ein Vollspaltenboden Neu als neuer Mindeststandard ab 2034/2038 installiert!

28.05.2026, Wien

Nachruf für den Tierrechtspionier Helmut F. Kaplan

Verfasst von DDr. Martin Balluch.

26.05.2026, Wien

Kein Tierschutz für den Afrikanischen Wels?

Immer mehr Aquakulturbetriebe in Österreich züchten Afrikanische Welse. Unzureichende Gesetze machen Tierschutzprobleme wahrscheinlich.

21.05.2026, Wien/Steiermark

VGT an Styriabrid-Obmann Kaiser: bitte lesen Sie die Verordnung zur Schweinehaltung

Josef Kaiser hatte Medien erklärt, er wüsste nicht, worauf sich der VGT beziehe; Punkt 2.1 der Anlage 5 der 1. Tierhaltungsverordnung ist eindeutig: angenehmer Liegebereich

20.05.2026, Guntersdorf/Wien

VGT gibt echte Einblicke in den Tierschutzunterricht

Unterricht des VGT beliebt wie eh und je, Rückmeldungen von Lehrpersonen und von Kindern durchwegs positiv

20.05.2026, Wien

Steiermark: FPÖ und ÖVP schmettern Grünen Antrag im Landtag gegen Vollspalten ab

Die steirische Landesregierung ist nicht einmal bereit, Tierwohlfleisch in Landesküchen oder den Umbau der Schweinebetriebe weg vom Vollspaltenboden zu fördern