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Nach 24 Stunden auf Vollspalten: der Boden ist definitiv nicht physisch angenehm

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (26.06.2020)

Wien, 26.06.2020

Die beiden Tierschutz-Aktivist_innen sind in der Wiener Innenstadt seit gestern 10 Uhr vormittags auf einem original Vollspaltenboden aus einer Schweinefabrik gelegen

Tierschutzminister Anschober und Landwirtschaftsministerin Köstinger diskutieren gerade eine neue Verordnung zur Schweinehaltung. Fix ist, dass die EU-Mindestvorgabe, dass der Liegebereich der Schweine physisch angenehm sein muss, in die Verordnung aufgenommen wird. Doch soll der Vollspaltenboden ohne Stroheinstreu erlaubt bleiben? Die beiden Tierschutz-Aktivist_innen, eine davon Sandy P. Peng, haben sich nun mitten in der Wiener Innenstadt für 24 Stunden auf einen Vollspaltenboden gelegt und kommen danach zu dem Schluss: er ist nicht physisch angenehm und muss daher verboten werden!

Zwar hatten die beiden gegenüber Mastschweinen in Tierfabriken einige Vorteile, so hatten sie etwa doppelt so viel Platz auf den Spalten (1 m² statt 0,55 m²), keine Güllemaden, Spulwürmer, Kakerlaken und sonstige Parasiten, eine frische Luft und die Möglichkeit zur Not jederzeit nach Hause gehen zu können, und nicht zuletzt keinen stinkenden Kot unter dem Spaltenboden. Dennoch waren die 24 Stunden sehr unangenehm. Der Aktivist dazu: Ich habe Rücken- und Knieschmerzen, Hämatome am Knie, sowie Hautabschürfungen und Druckstellen an den Füßen. So ein Vollspaltenboden ist eine einzige Qual für jedes Lebewesen. Sandy P. Peng fügt an: Ich konnte praktisch nicht schlafen, sondern nur ein bisschen dösen. Es ist unmöglich, irgendwie bequem zu liegen. Eine grauenhafte Vorstellung, dass die armen Schweine dem ihr ganzes Leben lang ausgesetzt sind!

Der VGT fordert ein Verbot des Vollspaltenbodens und eine verpflichtende Stroheinstreu für alle Schweine in Österreich!


Pressefotos zum Download (Copyright: VGT/ VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN)

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