Teilen:

Totes Schwein vor Bundeskanzleramt: 2000 Schweine sterben pro Tag am Vollspaltenboden

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (21.10.2020)

Wien, 21.10.2020

VGT: Kann ein Boden physisch angenehm sein, Frau Landwirtschaftsministerin, wenn 700.000 Schweine jedes Jahr darauf sterben?

Vom weichen Sofa im Bundeskanzleramt während des Ministerrats lässt sich das vielleicht nicht so einfach beurteilen, wie physisch angenehm ein Vollspaltenboden ist. Deshalb hat der VGT heute ein totes Schwein aus den Mistkübeln einer der zahlreichen Schweinefabriken in der Umgebung von Wien geholt und vor das Bundeskanzleramt gelegt. 2000 Schweine sterben jeden Tag und 700.000 jedes Jahr in Österreichs Schweinefabriken an den schrecklichen Bedingungen auf dem Vollspaltenboden ohne Stroheinstreu. Der VGT lädt die Ministerin ein, vor die Türe zu kommen und dem toten Schwein in die Augen zu sehen und dann zu wiederholen, dass die Schweinehaltung in Österreich vorbildlich sei und der Boden ohne Stroh doch physisch angenehm. Doch sie kommt nicht.

Tierschutzminister Anschober und Umweltministerin Gewessler gingen am toten Schwein vorbei ins Bundeskanzleramt und zeigten ihre Solidarität mit dem Anliegen des VGT. Klar ist, dass es so nicht weitergehen kann. Ein Gutachten der Vet Uni Wien belegt, dass das routinemäßige Schwanzabschneiden, das in Österreich flächendeckend praktiziert wird, EU-gesetzwidrig ist und durch ein Ende des Vollspaltenbodens und durch verpflichtende Stroheinstreu unnötig würde. Die Volksanwaltschaft andererseits droht mit Verfassungsklage, wenn die EU-Vorgabe, dass die Schweine einen physisch angenehmen Liegebereich haben müssen, nicht umgesetzt wird. Jetzt ist Landwirtschaftsministerin Köstinger am Zug.

VGT-Obmann Martin Balluch war vor Ort: Frau Landwirtschaftsministerin, bitte tun Sie endlich etwas! So kann es nicht weitergehen. Wieviele am Vollspaltenboden gestorbenen Schweine müssen wir Ihnen noch vor die Nase legen, bis Sie endlich hinschauen und den Dialog mit uns aufnehmen? Die Kritik wird nicht mehr leiser, bis es endlich eine Lösung gibt!


Pressefotos zum Abdruck (Copyright: VGT.at)

28.01.2026, Wien

Tierleid im Lachsfleisch

Der VGT Lachs-Tierschutzbericht

28.01.2026, Wien

VGT veröffentlicht Lachs-Tierschutzbericht: Tierleid im Lachsfleisch

Der VGT Lachs-Tierschutzbericht „Tierleid im Lachsfleisch“ betrachtet das Geschäft mit Lachsfleisch in Österreich aus der Perspektive des Tierschutzes.

27.01.2026, Wien

Lauter, emotionaler Protest gegen die Jagd vor der Wiener Hofburg zum Jägerball

Das 42. Mal seit 1983 nutzten Tierschützer:innen den Ball trotz illegaler „Platzhalterdemo“ mit viel Energie, um die zahlreichen Missstände bei der Jagd zu kritisieren

26.01.2026, Wien

Amphibienschutzprojekt Hanslteich: Einschulung für freiwillige Helfer:innen

Dir ist das Artensterben nicht wurst? Hilf diesen Frühling mit, Amphibien zu retten!

22.01.2026, Wien

Jetzt handeln für ein pelzfreies Europa!

Schreiben Sie der EU-Kommission jetzt, um ein endgüliges Ende der grausamen Pelzprouktion zu fordern.

15.01.2026, Österreich

Hintergrundwissen Jagd

14.01.2026, Steiermark

Ein Semester voller Fragen, Einsichten und Gespräche

Der Tierschutzunterricht in der Steiermark im Rück- und Ausblick

14.01.2026, Graz

VGT spricht im Petitionsausschuss des Steirischen Landtags über Schweine-Vollspaltenboden

Erfolgreich eingebrachte Petition appelliert an Landtag, Schweinebetrieben den Umstieg vom Vollspaltenboden auf Tierwohlställe mit tiefer Stroheinstreu zu erleichtern