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Hier gackert kein Huhn mehr!

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (07.08.2004)

Wien, 07.08.2004

St. Andrä in Kärnten wird alljährlich zum Schauplatz eines Festes, bei dem Masthühner in fragwürdiger Weise im Mittelpunkt stehen.

St. Andrä in Kärnten wird alljährlich zum Schauplatz eines Festes, bei dem Masthühner in fragwürdiger Weise im Mittelpunkt stehen.

Bitte lesen sie auch folgenden Bildbericht mit Einzelheiten.

St. Andrä in Kärnten. Wunderschöne Landschaft, herrliche Seen, Wiesen und Wälder. Ein Platz zum Wohlfühlen, für Mensch und Tier. Nur einem geht es hier ganz ordentlich an den Kragen: Dem Geflügel.

Geflügelliebhaber werden sie genannt, die etwa 50.000 Besucherinnen und Besucher, die auch dieses Jahr wieder an dem Fest mit dem „anschaulichen“ Namen Gackern teilnehmen. Die Ironie dabei: auf diesem Fest gackert kein Huhn mehr! Hühner erscheinen auf dieser Veranstaltung in nahezu jeder erdenklichen Form – nur nicht lebend. Sie müssen auf dem nahe gelegenem Schlachthof ihr Leben lassen, bevor sie von den tausenden Besucherinnen und Besuchern verspeist werden. Die Namen der Speisen mögen für manche verführerisch klingen. Hendlsticks im Bierteig, Chicken-Spareribs und Teufelshuhn mit Tagliatelle waren nur einige Speisen, die nicht weit entfernt von den Tierfabriken angeboten wurden.
Tierfabriken, in denen mehr als 10.000 Hühner dicht an dicht in einer Masthalle leben müssen - jedoch nicht besonders lange. Nach nur fünf Wochen Intensivmast werden sie in Transportkisten gestopft, auf LKWs verladen und in den Geflügelschlachthof gebracht, wo ihr kurzes qualvolles Leben ein gewaltsames Ende findet.
Hier werden sie geköpft und geputzt bevor das blutige Produkt von 35 Tagen Leben in einer Massentierhaltung dann hygienisch verpackt „verarbeitet“ wird.

Tierschutz in St. Andrä
Unser Anliegen war es die Menschen darauf hinzuweisen, was der Fleischkonsum für die betroffenen Tiere bedeutet. Und das haben wir geschafft, mit großem Erfolg! Wir haben viele Menschen erreicht, es gab unzählige Diskussionen zwischen TierschützerInnen und Festgästen, aber wahrscheinlich noch mehr zwischen diesen untereinander. Zahlreiche Kinder, unter ihnen Söhne und Töchter von TierfabriksbesitzerInnen, schienen zum Teil das erste Mal in ihrem Leben darüber nachzudenken, dass Hühner mehr sind als Lebensmittel – nämlich leidensfähige Lebewesen! Insgesamt gab es wahrscheinlich keinen Ort, an dem nicht über diesen Auftritt des VGT gesprochen wurde.

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