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Stephansplatz: Bodypainting gegen Fischquälerei

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (24.03.2022)

Wien, 24.03.2022

Anlässlich des Welttags für das Ende der Fischerei macht der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN (VGT) auf die Tierquälerei bei der Fischerei und bei der Fischzucht aufmerksam.

Egal ob Angelfischerei oder Netzfischerei, egal ob Fischerei im Süßwasser oder in den Meeren, egal ob es sich um kommerziellen Fischfang mit Fischerbooten auf den Meeren handelt oder um einzelne Fischer:innen, die an irgendeinem Fluss mit einer Angel einen Fisch aus dem Wasser holen. Jede Fischereimethode ist tierquälerisch!

Um auf diesen eklatanten Missstand aufmerksam zu machen, fand heute Vormittag am Stephansplatz eine große Aktion des VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN statt, bei der die Problematik der Netz- und Angelfischerei symbolisch mit als Fischen verkleideten und mit Bodypainting bemalten Aktivisten:innen dargestellt wurde. Passanten:innen wurden mit Flugblättern über das Thema informiert. Während der Kundgebung wurden außerdem via Lautsprecher thematisch passende Texte laut vorgelesen.

Anlass für diese aufsehenerregende Aktion ist der diesjährige Welttag für das Ende der Fischerei am 26.3. Der Welttag ist Teil einer weltweiten Kampagne unter dem Titel „Ein neuer Blick auf Fische“, welche die öffentliche Aufmerksamkeit auf Wassertiere lenkt und das Ende ihrer Ausbeutung fordert. Der Welttag für das Ende der Fischerei (WEF) fordert die Abschaffung von Fischerei und Fischzucht in Aquakulturfarmen. Der VGT beteiligt sich an dieser Kampagne.

Erich Schacherl, Fischereiexperte beim VGT: Der Welttag für das Ende der Fischerei soll das öffentliche Interesse auf die Existenz von Lebewesen in den Meeren, Flüssen und Seen der Welt lenken, deren Leben wir Menschen üblicherweise ignorieren. Diese Lebewsen werden routinemäßig Misshandlungen und brutaler Gewalt ausgesetzt. Tausende Milliarden Fische, Krebstiere und Kopffüßer werden jedes Jahr unter brutalen und tierquälerischen Bedingungen getötet. Auch Österreich ist an diesem skrupellosen und ausschließlich auf Profit ausgerichteten Vernichtungskrieg gegen Wassertiere beteiligt. Durch den Import von Fischen und Fischereiprodukten, durch die Fischzucht in Aquakulturbetrieben im Land und durch die Angelfischerei.

Mehr als alle anderen Tierarten müssen Fische, Krebstiere und Kopffüßer für menschliche Zwecke ihr Leben lassen. Sie werden hauptsächlich für die Ernährung von Menschen und Nutztieren gefangen, gezüchtet und getötet. Die Mengen sind so enorm, dass sie verstandes- und gefühlsmäßig nicht fassbar sind. Es geht um tausende Milliarden von Wassertiere, die jedes Jahr bei der Fischerei gefangen und bei der Aquakultur gezüchtet und getötet werden. Auch die Dimension des dahinter stehenden Leidens ist nicht vorstellbar. In den letzten fünf Jahren betrug die durchschnittliche Importmenge unterschiedlicher Fischarten nach Österreich zirka 70.000 Tonnen pro Jahr.1 4.527 Tonnen Speisefisch wurden in österreichischen Aquakulturanlagen im Jahr 2020 produziert.2 Die häufigsten in Österreich in Aquakulturanlagen gehaltenen Fischarten sind Forellen, Saiblinge, Karpfen und der Afrikanische Raubwels. Insgesamt 526 Firmen, die Aquakultur betreiben, gibt es derzeit in Österreich.

Aber auch die Angelfischerei verursacht immenses Tierleid. Längst ist wissenschaftlich erwiesen, dass Fische wie wir Menschen auch Schmerzen empfinden und unter den tierquälerischen Fangmethoden unglaubliches Leid erfahren. Der VGT bittet jeden Österreicher und jede Österreicherin, auf den Konsum von Fischen, Kopffüßern und Krebstieren sowie auf Produkte mit Fischen, Kopffüßern und Krebstieren, zu verzichten.

Erich Schacherl: Es ist einfach, gleichzeitig sehr wirksam und sofort umsetzbar für den Schutz von und gegen die tierquälerischen Misshandlungen sowie die Ausbeutung von Fischen und anderen Wassertieren aktiv zu werden. Verzichten Sie auf den Konsum von Fischen, Kopffüßern und Krebstieren sowie auf Produkte mit Fischen, Kopffüßern und Krebstieren. Übernehmen Sie Verantwortung. Machen Sie sich nicht mitschuldig an der tierquälerischen Misshandlung von Fischen und anderen Wassertieren. Sagen Sie Nein zu einer brutalen, tierquälerischen, skrupellosen und ausschließlich profitorientieren Nahrungsmittelproduktion. Mit Ihrer verantwortungsbewussten Kaufentscheidung als Konsument:in für oder gegen ein bestimmtes Nahrungsmittel können Sie sehr viel bewirken.

Pressefotos honorafrei (Copyright: VGT.at)


(1) statista.com, Import Fisch

(2) Statistik Austria, Aquakultur

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