Teilen:

Pelzfreies Europa: Johannes Rauch spricht in Straßburg

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (06.10.2022)

Straßburg, 06.10.2022

Die EU-Bürger:innen-Initiative „Fur Free Europe“ hat bereits über 400.000 Unterschriften erreicht, nun unterstützen auch mehrere EU-Abgeordnete und der österreichische Gesundheitsminister den Ruf nach einem pelzfreien Europa

Im Mai 2022 startete die Eurogroup for Animals gemeinsam mit 80 weiteren Tierschutzorganisationen die internationale Kampagne zur EU-Bürger:innen-Initiative „Fur Free Europe“. Die Initiative setzt sich für ein EU-weites Verbot von Pelztierfarmen und ein Verkaufsverbot von Zuchtpelz-Produkten auf dem europäischen Markt ein. Das Europäische Parlament spielt bei der Umsetzung dieses riesigen Anliegens der Bevölkerung eine zentrale Rolle. Deshalb organisiert die Arbeitsgruppe für Tier- und Artenschutz heute in Straßburg ein Meeting, "The Case For A Fur-Free Europe", um das Thema zu besprechen.

Reineke Hameleers, CEO, Eurogroup for Animals, kommentiert: Mehr als 400.000 Bürgerinnen und Bürger stellen bereits klar, dass in Europa kein Platz mehr für Pelz ist. Viele Mitgliedsstaaten unterstützen die Forderung. Der heutige Austausch mit Experten und MEPs und die schrecklichen aber wichtigen Bilder aus der Dokumentation verdeutlichen die Dringlichkeit. Die Gesellschaft und Europa sind bereit, sich von den Grausamkeiten der Pelzindustrie zu distanzieren. Um erfolgreich zu sein, brauchen wir auch die starke Unterstützung des EU-Parlaments. Ich bin zuversichtlich, dass wir auf die gewählten Vertreter zählen können. Im Jahr 2023 können wir in der EU Geschichte für die Tiere schreiben. **

Jetzt unterzeichnen!

Auf dem Event wird zum Teil auch die neue Dokumentation „SLAY“ von den Machern der ausgezeichneten Filme „Cowspiracy“ und „What the Health“, gezeigt. In der Doku reist Filmemacherin Rebecca Cappelli um die Welt, um die dunklen Seiten der Modeindustrie aufzudecken. Sie erzählt eine erschütternde Geschichte von Greenwashing und Tierquälerei.

Nach den zahlreichen spannenden Präsentationen beendet Johannes Rauch, Österreichs Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsument:innen-Schutz und somit auch für den Tierschutz zuständig, das Meeting via Videobotschaft: In meiner Rolle als Gesundheitsminister ist mir die Umsetzung des „One Health“ Ansatzes sehr wichtig. Das bedeutet, dass die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt als verbundene Größen betrachtet werden müssen, die sich gegenseitig stark beeinflussen. Ich bin überzeugt, dass wir dieses System der Tierausbeutung fundamental verändern müssen, um Pandemien in Zukunft vermeiden zu können. Deshalb unterstütze ich die Initiative für ein pelzfreies Europa von ganzem Herzen und ich bitte Sie, dasselbe zu tun. Die EU muss ihre Stärke nutzen und den europäischen Markt für Zuchtpelz-Produkte sperren. So haben wir es auch für Produkte, die durch bestimmte Fangmethoden erhalten werden, Robben-, Katzen- und Hundefelle, gemacht. Für den Fortschritt und um unseren Wertvorstellungen und dem verantwortungsvollen Umgang mit Tieren als empfindungsfähige Lebewesen gerecht zu werden, bitte ich Sie alle, dringend diese Initiative zu unterstützen und diesen Schritt in Richtung pelzfreies Europa möglich zu machen. **

Als Vertreter des VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN war Pelz-Experte Georg Prinz vor Ort in Straßburg: Mit dem Pelzfarmverbot in Österreich 1998 hat der Siegeszug der Tierschutzbewegung gegen die grausame Pelzindustrie begonnen. Nun tragen wir dieses Anliegen mit der Initiative "FurFreeEurope" auf die europäische Ebene, bis die letzte Pelzfarm in der EU geschlossen und der letzte Pelz aus den Regalen verschwunden ist. Die heutige Präsentation, in der Videos von schlimmstem Tierleid auf europäischen Pelzfarmen gezeigt wurden, hat einigen EU-Abgeordneten die Tränen in die Augen getrieben und eindrücklich gezeigt, dass wir dieses Tierleid beenden müssen. Deshalb bitten wir Sie JETZT um Ihre Stimme, sodass auch Österreich bald das nötige Ziel von 13.000 Stimmen erreicht.

**Zitate aus dem Englischen übersetzt


Pressefotos


12.05.2026, Wien

Rechtskräftig: Schweinefabriksbesitzer Hardegg darf VGT nicht terroristisch nennen

Hardegg hat das Urteil des Handelsgerichts Wien anerkannt: der VGT darf nicht „terroristische Vereinigung“ genannt werden und Hardegg muss dem VGT € 5.423,48 bezahlen

08.05.2026, Wien

Gemeinsam für Tiermütter – VGT-Aktion im Herzen Ottakrings

Der VGT macht heute den Yppenplatz zum Aktivismus-Hotspot

08.05.2026, Niederösterreich

FPÖ-Kickl findet das Schlagen von Kindern gut, aber Tierschutz raus aus den Schulen

Fragwürdiger Wertekompass in Pädagogik: in einer gestrigen Presseaussendung will die FPÖ Kinder vor Tierschutz „schützen“, während ihr Chef die „gsunde Watschn“ propagiert

06.05.2026, Wien

Amphibienwanderung Hanslteich erfolgreich abgeschlossen

VGT vermeldet sinkende Erdkrötenzahlen und betont die Wichtigkeit des Tunnelbaus

06.05.2026, Südoststeiermark

VGT zu Styriabrid: die Menschen wollen keinen Vollspaltenboden, egal ob Neu oder Alt

Zur VGT-Demo vor einer „Vorzeige-Schweinefabrik“ mit dem neuen Mindeststandard Vollspaltenboden ab 2034/2038 meinte Styriabrid, die Konsument:innen fänden das gut

05.05.2026, Südoststeiermark

Lauter VGT-Protest nach Aufdeckung vor neuem Vollspaltenboden-Schweinebetrieb

„Strukturierter“ Vollspaltenboden Neu, wie ab 2034/2038 neuer Mindeststandard; Demo betont: der Vollspaltenboden muss weg, es gibt weiterhin keine Rechtssicherheit in der Schweinebranche

04.05.2026, Südoststeiermark

Einladung: VGT-Demo vor aufgedeckter Schweinefabrik mit „Gruppenhaltung Neu“

Tierschützer:innen kritisieren anhand von Bildmaterial aus der Tierfabrik, dass sich am Schweineleid durch die Gesetzesnovelle nichts geändert hat

04.05.2026, Wien

Welt-Thunfischtag 2026

Neuer Bericht bestätigt: Massive Tierschutzprobleme beim Thunfischfang