Teilen:

VGT an Styriabrid-Obmann Kaiser: bitte lesen Sie die Verordnung zur Schweinehaltung

Wien/Steiermark, 21.05.2026

Josef Kaiser hatte Medien erklärt, er wüsste nicht, worauf sich der VGT beziehe; Punkt 2.1 der Anlage 5 der 1. Tierhaltungsverordnung ist eindeutig: angenehmer Liegebereich

Nach den 1.025 Anzeigen gegen Schweinefabriken mit Vollspaltenboden durch den VGT, reagierte die Schweinebranche zwischen verwundert und empört. Während Bauernbund-Direktor Brodtrager davon sprach, mit den Anzeigen hätte der VGT „Grenzen überschritten“ und die Bauernzeitung das ein Überspannen des Bogens nannte, wunderte sich Styriabrid-Obmann Josef Kaiser, auf welches Gesetz sich der VGT beziehe. Dazu VGT-Obperson DDr. Martin Balluch: „Da haben wir genau das Problem, das uns im Tierschutz immer begleitet und das eine wirksame Weiterentwicklung behindert. Im Juli 2022 wurde die Bestimmung in der Verordnung zur Schweinehaltung (Punkt 2.1 der Anlage 5 der 1. Tierhaltungsverordnung) eingeführt, dass jedem einzelnen Schwein ein physisch angenehmer Liegebereich zusteht, der sauber ist und auf dem alle Schweine gleichzeitig Platz haben. Und kein Schweinebetrieb hält sich daran, außer jene mit Stroh, und die Behörden setzen diese Gesetzesnorm nicht durch. Aber nicht nur das, der Obmann von Styriabrid kennt diese gesetzliche Verpflichtung überhaupt nicht, obwohl er selbst hunderte Schweine hält!“

Und Balluch weiter: „Bemerkenswert, dass es der Bauernbund ein Überschreiten von Grenzen und die Bauernzeitung ein Überspannen des Bogens nennt, wenn man auf die Einhaltung von Gesetzen zum Schutz von Schweinen pocht. Wie würden sich diese Leute fühlen, wenn ihnen ein Recht vorenthalten wird? Sie würden sofort anzeigen oder klagen. Nur, die Schweine selbst können das nicht. Deshalb müssen wir vom VGT das als Anwaltschaft oder Gewerkschaft der Schweine tun. Wir sind die politische Vertretung dieser Tiere und sind daher verpflichtet, die Einhaltung der Gesetze zu ihrem Schutz einzufordern. Es sind bald 4 Jahre, die diese Bestimmung in Kraft ist. Man würde doch erwarten, dass sich das bis jetzt in der Schweinebranche herumgesprochen hat, dass es diese Norm gibt, und dass sie einzuhalten ist. Da das aber offenbar nicht geschehen ist, mussten wir zu Anzeigen im großen Stil schreiten. So ist das, im Rechtsstaat. Der hoffentlich auch für Tiere gilt!“

Unterdessen protestierte der VGT auch heute wieder anlässlich der Nationalratssitzung vor dem Parlament in Wien gegen den Vollspaltenboden in der Schweinehaltung. Mit Transparenten „Warum lügt die Regierung?“ und „Es gibt kein Vollspaltenboden-Verbot“ wurden die Passant:innen und die Nationalratsabgeordneten darüber informiert, dass laut bestehendem Tierschutzgesetz der Vollspaltenboden praktisch unverändert für immer bleiben wird.

Pressefotos (Copyright: VGT.at)

28.10.2026, Heidenreichstein

VGT dokumentiert Tierqual von Fischen

Stress und Leid für Karpfen beim größten Waldviertler Abfischfest

27.10.2026, Bezirke Neusiedl/See und Bruck/Leitha

VGT erwischt Jagdleiter in NÖ mit 100 Fasanen in Kisten und ruft die Polizei

Trotz Verbots des Aussetzens von gezüchteten Fasanen im Burgenland seit 2022 wollte eine Jagdgesellschaft ungarische Fasane als Schießbudenfiguren im Burgenland aussetzen

22.10.2026, Wien

VGT übergibt 90.000 Stimmen für Hitzefrei für Fiakerpferde an Stadtrat Czernohorszky

Internationale Entwicklungen zeigen : Wien darf nicht zum Schlusslicht im Pferdeschutz werden

21.10.2026, Wien/OÖ

Aktuelle UNESCO-Stellungnahme: ob OÖ-Singvogelfang Kulturerbe bleibt, ist offen

Festgestellt wird, „dass es sich um eine gesellschaftlich umstrittene Praxis handelt – insbesondere hinsichtlich der Einschätzung von Ausmaß und Zumutbarkeit des den Vögeln zugefügten Leids“

16.10.2026, Wien

Einladung: VGT-Anti-Pelz-Demomarsch in Wien

Samstag, 17. Oktober, 13 Uhr, Christian-Broda Platz

14.10.2026, Wien

VGT: Bundesregierung gesetzlich verpflichtet, 2027 Schweinehaltung neu zu regeln

Anlässlich der heutigen Nationalratssitzung erinnerte der VGT vor dem Parlament die Regierung daran, die offene Frage der Schweinehaltung auf Vollspaltenboden endlich zu lösen

13.10.2026, Wien/EU

85 % der Österreicher:innen fordern rasches Ende der Käfighaltung

Ein Großteil der Österreicher:innen will bis 2035 ein EU-weites Ende der Käfighaltung von Legehennen. Die Industrie pocht auf eine Übergangsfrist bis 2045.

09.10.2026, Wien

Urteil im SPAR-SLAPP gegen den VGT beweist: Vollspaltenboden ist Tierquälerei

Zusätzlich hat die Richterin mit Bezug zum OGH zahlreiche Klagspunkte von SPAR zurückgewiesen und dadurch die Klage als SLAPP entlarvt