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Jagdprotest: Vereine RespekTiere und VGT bei Hubertusmesse gestern im Salzburger Dom

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (31.10.2022)

Salzburg, 31.10.2022

In typisch undemokratischer Manier der Jägerschaft versuchte man, mit sogenannten Platzhalter-Demos die Tierschützer:innen an der Ausübung ihres Rechts, zu protestieren, zu hindern

Ein schauerliches Schauspiel, gestern Abend vor dem Salzburger Dom. Männer marschieren gleich angezogen wie uniformiert im Gleichschritt mit Fackeln über den Platz, im Schlepptau ein erschossener Hirsch auf einem Pferdewagen. Für dieses anachronistische Spektakel nahm man sogar in Kauf, den Hirsch aus der Lebensmittelkette zu nehmen. Wenn der Körperkern über 7°C erreicht, ist das Fleisch für den Menschen nämlich nicht mehr genießbar. Anlässlich dieser Zurschaustellung totaler Respektlosigkeit der Natur und den Wildtieren gegenüber, versammelten sich mehr als 20 Aktivist:innen der Vereine RespekTiere und VGT, um zu protestieren. Doch die Jägerschaft hatte mit undemokratischen Mitteln vorgesorgt: es wurden sogenannte Platzhalter-Demos kreuz und quer über den Domplatz angemeldet, um sämtliche Versammlungsorte zu besetzen und die Tierschützer:innen auf den Kapitelplatz zu verdrängen. Und das, obwohl es ein höchstgerichtliches Urteil gibt, laut dem jeder Mensch das Recht hat, in Seh- und Hörweite seines Protestobjekts zu demonstrieren.

Gatterjägermeister Maximilian Mayr-Melnhof, von dem das Landesverwaltungsgericht Salzburg festgestellt hat, dass er einen Tierschützer rechtswidrig verletzt und ihm mit Gewalt eine Kamera entwendet hat, war natürlich anwesend. In seiner hämisch pseudofreundlichen Art fragte er einen Tierschützer, wie er ihm helfen könne. „Aufhören zu Jagen“ war die Antwort, auf die der Gatterjägermeister nichts zu sagen wusste. Dabei ist diese Forderung nicht weit von der Wirklichkeit entfernt, zumal Mayr-Melnhof sein Jagdgatter an das Land Salzburg verkauft hat. Das Jagdgatter wird aufgelöst, allerdings hat sich der Gatterjägermeister ausbedungen, eigenhändig bis Ende nächsten Jahres die Anzahl der Wildschweine von 500 auf 20 zu reduzieren. Etwas im Übrigen, was sowohl er als auch die Landesregierung im Zuge der VGT-Kampagne für ein Verbot der Gatterjagd in Salzburg immer für unmöglich erklärt hatten. Ja, selbst die Aussage des VGT, dass der Wildschweinbesatz im Gatter das Zigfache über dem Natürlichen liegt, wurde weggewischt. Jetzt bestätigen sich im Nachhinein sämtliche vom VGT getätigten Aussagen. In der Politik muss eben die Wahrheit hinter Macht und Einfluss zurückstehen.

VGT-Obmann DDr. Martin Balluch dazu: Demokratie ist für die Mächtigen kein leichtes Unterfangen. Proteste gegen einflussreiche Persönlichkeiten zuzulassen, die es sich mit der Polizei durch Platzhalter-Demos richten können, fällt offensichtlich sehr schwer. Und genauso muss die Wahrheit zurückstehen. Was haben wir an Gutachten vorgelegt, um die Naturzerstörung und die Tierquälerei im Jagdgatter Mayr-Melnhof zu beweisen und Lösungen zu bieten. Alles wurde als falsch beiseite geschoben. Nur um jetzt das Gatter zu kaufen und genau das zu tun, was wir immer empfohlen haben. Trotzdem, unterm Strich haben wir uns durchgesetzt. Das Jagdgatter Mayr-Melnhof ist in etwas mehr als einem Jahr Geschichte und das Gatterjagdverbot tritt 2027 in Kraft. Wenn das kein Erfolg ist – gegen die Mächtigsten im Land Salzburg!


Erfolge:

Mayr-Melnhof Jagdgatter wird aufgelöst

Die Gatterjagd-Kampagne des VGT

10.03.2026, Wien

Termine Informationsveranstaltung "Wochen des guten Testaments"

Sowie ein Interview von der Vergissmeinnicht-Initiative mit VGT-Obperson DDr. Martin Balluch

05.03.2026, Österreich

E-Mail-Appell gegen den Singvogelfang

Der Singvogelfang im Salzkammergut muss aus dem UNESCO-Kulturerbe gestrichen werden

04.03.2026, Wien

Reindling vegan

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04.03.2026, Wien

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03.03.2026, Wien

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Schweinebauer Hubmann: Umstieg der gesamten Schweinebranche auf Stroh wäre leicht machbar; Vet-Uni Prof. Baumgartner: Vollspaltenboden Vorteil für Halter auf Kosten der Tiere

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