Teilen:

Ausrede Wolfsabschuss wegen Hybriden zieht nicht: es gibt keine in Kärnten

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (06.07.2023)

Wien, 06.07.2023

Auf der Internetplattform „5min“ wurde Albin Blaschka vom Österreich Zentrum Bär, Wolf Luchs dazu interviewt: „In Kärnten ist bis in die vierte Generation jeder Wolf ein echter Wolf“.

Landesrat Martin Gruber in Kärnten macht kein Hehl daraus, dass er den Wolf gerne ausrotten würde. Und er lässt nichts unversucht, das auch zu erreichen. Herdenschutz gebe es nur über seine Leiche, soll er gesagt haben. Und genau so wirkt seine Politik auch. Er erlässt illegale Abschussverordnungen zum Wolf, die er nicht einmal zurückzieht, auch wenn der Verwaltungsgerichtshof klar feststellt, dass sie illegal sind, weil Umweltschutzorganisationen keinen Einspruch erheben konnten. Und ein Weg, die Ausrottung der Wölfe zu erreichen, ist für Gruber die Behauptung, es gäbe Hybride zwischen Wolf und Hund, sodass die Wölfe aus Artenschutzgründen verschwinden müssten.

Dagegen gibt es jetzt eine gute Nachricht laut Internetplattform 5min. Diese verbreitete nämlich die Nachricht, sämtliche Kotproben, die von den Jägern in Kärnten eingesammelt wurden um eventuell einen Wolfshybriden nachweisen zu können, verliefen negativ. Albin Blaschka vom Österreich Zentrum Bär, Wolf, Luchs wird so zitiert: In Kärnten ist bis in die vierte Generation jeder Wolf ein echter Wolf, Hundegene konnten nicht festgestellt werden.

Landeshauptmannstellvertreter und Wolfsreferent Martin Gruber (ÖVP) hatte eine Sammlung von Kotproben der Wölfe angeordnet, um festzustellen, ob sich darunter eventuell ein Hybrid, eine Mischung zwischen Hund und Wolf, befindet. Wäre eine Probe positiv gewesen, hätte Gruber nicht nur das Tier, sondern gleich das Rudel abschießen lassen, ließ er in einer Aussendung wissen.

VGT-Obmann DDr. Martin Balluch ist erfreut: Erschreckend, mit was für Methoden die Landesregierung in Kärnten in Person von Gruber einen Weg finden will, den Wolf ausrotten zu können. Dabei ist der Wolf für ein intaktes Ökosystem essenziell. Er schützt den Jungwuchs im Wald, er hält die Paarhuferpopulationen fit und gesund, und er verhindert die Ausbreitung gefährlicher Krankheiten unter den Wildtieren, wie die Schweinepest und die Tuberkulose, indem er rasch kranke Tiere entfernt. Erfreulich, dass sich dieser miese Trick von Gruber jetzt offenbar als nicht machbar herausgestellt hat, die Wölfe als Hybride auszurotten. Es wäre wirklich an der Zeit, dass Gruber endlich den Herdenschutz forciert und dafür die Gelder aus der EU abholt. Herdenschutz wird zu 100 % von der EU finanziert. Zu 100 %!

16.10.2026, Wien

Einladung: VGT-Anti-Pelz-Demomarsch in Wien

Samstag, 17. Oktober, 13 Uhr, Christian-Broda Platz

14.10.2026, Wien

VGT: Bundesregierung gesetzlich verpflichtet, 2027 Schweinehaltung neu zu regeln

Anlässlich der heutigen Nationalratssitzung erinnerte der VGT vor dem Parlament die Regierung daran, die offene Frage der Schweinehaltung auf Vollspaltenboden endlich zu lösen

13.10.2026, Wien/EU

85 % der Österreicher:innen fordern rasches Ende der Käfighaltung

Ein Großteil der Österreicher:innen will bis 2035 ein EU-weites Ende der Käfighaltung von Legehennen. Die Industrie pocht auf eine Übergangsfrist bis 2045.

13.10.2026, Salzkammergut

Vogelsang statt Vogelfang! Kundgebung bei Singvogelfangausstellung

Wir protestieren vor der jährlichen Singvogelfangausstellung am 29.11., bei der hunderte gefangene Singvögel in kleinen Käfigen zur Schau gestellt werden.

09.10.2026, Wien

Urteil im SPAR-SLAPP gegen den VGT beweist: Vollspaltenboden ist Tierquälerei

Zusätzlich hat die Richterin mit Bezug zum OGH zahlreiche Klagspunkte von SPAR zurückgewiesen und dadurch die Klage als SLAPP entlarvt

08.10.2026, Wien

Der Schweine-Vollspaltenboden muss weg: VGT-Demos bei Parteizentralen in Wien

Mit Zitat aus dem Tierschutzgesetz, nach dem jetzt ein neuer Mindeststandard in der Schweinehaltung beschlossen werden muss, erinnert der VGT die Regierung an ihre Verantwortung

07.10.2026, Wien

VGT-Aktion: Tintenfische schützen, nicht essen

Morgen ist Welt-Oktopus-Tag. Brutale Methoden beim Fang sind weithin unbekannt

06.10.2026, Wien

Handelsgericht urteilt in SPAR-Klage gegen VGT: SLAPP weitgehend bekräftigt

Richterin bestätigt OGH-Urteil und 6 Verbote der EV zu Schweine-Vollspalten, verbietet dem VGT aber zusätzlich, wissenschaftliche Studien zu Mortalität und Tierwohl-Preisen zu zitieren