Teilen:

VGT vor Ministerrat: nach Aufdeckung Hardegg echtes Vollspaltenbodenverbot nötig

Wien, 03.12.2025

Demo „Wann bekommen Schweine endlich Stroh“ am Ballhausplatz – Antrag der Grünen gegen Förderungen für Firlefanz-Vollspaltenboden schon wieder vertagt

Die vom VGT veröffentlichte Aufdeckung der Missstände in der Schweinefabrik Hardegg im nördlichen NÖ hat wieder einmal gezeigt: das Problem ist der einstreulose Beton-Vollspaltenboden in der Schweinehaltung. Nein, es geht nicht um „schwarze Schafe“ in der Schweineindustrie oder um Mitarbeiter:innen, die sich "daneben benehmen". Es geht um ein System, das grundlegend falsch ist. Schweine sind keine Produktionsmittel, die man minimalistisch halten kann, um aus ihnen möglichst billige Schnitzel zu pressen. Schweine verdienen zumindest eine gewisse Lebensqualität, die ihnen nur eine tiefe Einstreu bieten kann. Deshalb protestierte heute der VGT wieder vor dem Ministerrat am Wiener Ballhausplatz, um Landwirtschaftsminister Totschnig an seine politische Verantwortung und moralische Verpflichtung zu erinnern, den Schweinen diese Lebensqualität zu bieten und den Vollspaltenboden wirklich abzuschaffen. Die momentane Regelung der Regierung sieht nämlich kein Ende des Vollspaltenbodens vor, auch 2034/2038 nicht.

Letzten Donnerstag haben die Grünen erneut einen Antrag im Landwirtschaftsausschuss eingebracht, um wenigstens die Förderungen für den Firlefanz-Vollspaltenboden zu streichen. Das ist nämlich jene Version des Vollspaltenbodens, die ab 2034/2038 der neue Mindeststandard werden soll und seit 2023 bereits für Neubauten vorgeschrieben ist. Dieser Vollspaltenboden ist aber leider um nichts besser als der Bisherige. Er ist lediglich ein Feigenblatt der Regierung und der Schweineindustrie, um ein echtes Verbot zu umgehen. Der Antrag der Grünen wurde leider wieder vertagt.

VGT-Operson DDr. Martin Balluch dazu: „Wir werden nicht müde, es ganz deutlich zu wiederholen: es gibt kein Verbot des Vollspaltenbodens und es gibt kein Ende von Förderungen für den Vollspaltenboden, obwohl 92 % der Menschen hierzulande ein Ende dieser Haltungsform wollen. Jede andersgelagerte Meldung ist lediglich eine Lüge von Regierung und Schweineindustrie. Deshalb sind Anträge, wie jener der Grünen, weiterhin notwendig, um diese Förderungen zu stoppen. Und deshalb wird der VGT weiterhin Aufdeckungen von Missständen in Vollspaltenboden-Schweinefabriken an die Öffentlichkeit bringen und vor dem Ministerrat demonstrieren. Das Schweineleid muss ein Ende finden. Ohne Wenn und Aber.“

Pressefotos (Copyright: VGT.at)

28.10.2026, Heidenreichstein

VGT dokumentiert Tierqual von Fischen

Stress und Leid für Karpfen beim größten Waldviertler Abfischfest

27.10.2026, Bezirke Neusiedl/See und Bruck/Leitha

VGT erwischt Jagdleiter in NÖ mit 100 Fasanen in Kisten und ruft die Polizei

Trotz Verbots des Aussetzens von gezüchteten Fasanen im Burgenland seit 2022 wollte eine Jagdgesellschaft ungarische Fasane als Schießbudenfiguren im Burgenland aussetzen

22.10.2026, Wien

VGT übergibt 90.000 Stimmen für Hitzefrei für Fiakerpferde an Stadtrat Czernohorszky

Internationale Entwicklungen zeigen : Wien darf nicht zum Schlusslicht im Pferdeschutz werden

21.10.2026, Wien/OÖ

Aktuelle UNESCO-Stellungnahme: ob OÖ-Singvogelfang Kulturerbe bleibt, ist offen

Festgestellt wird, „dass es sich um eine gesellschaftlich umstrittene Praxis handelt – insbesondere hinsichtlich der Einschätzung von Ausmaß und Zumutbarkeit des den Vögeln zugefügten Leids“

16.10.2026, Wien

Einladung: VGT-Anti-Pelz-Demomarsch in Wien

Samstag, 17. Oktober, 13 Uhr, Christian-Broda Platz

14.10.2026, Wien

VGT: Bundesregierung gesetzlich verpflichtet, 2027 Schweinehaltung neu zu regeln

Anlässlich der heutigen Nationalratssitzung erinnerte der VGT vor dem Parlament die Regierung daran, die offene Frage der Schweinehaltung auf Vollspaltenboden endlich zu lösen

13.10.2026, Wien/EU

85 % der Österreicher:innen fordern rasches Ende der Käfighaltung

Ein Großteil der Österreicher:innen will bis 2035 ein EU-weites Ende der Käfighaltung von Legehennen. Die Industrie pocht auf eine Übergangsfrist bis 2045.

09.10.2026, Wien

Urteil im SPAR-SLAPP gegen den VGT beweist: Vollspaltenboden ist Tierquälerei

Zusätzlich hat die Richterin mit Bezug zum OGH zahlreiche Klagspunkte von SPAR zurückgewiesen und dadurch die Klage als SLAPP entlarvt