Teilen:

Dänemarks Schweinehaltung mit Mindeststandard Österreich 2038: Schwanzbeißen

Wien/Dänemark, 08.01.2026

Neues Video von einem Besuch in einer dänischen Schweinefabrik mit „Gruppenhaltung Neu“ zeigt, dass dort routinemäßig Schwänze kupiert werden und trotzdem Schwanzbeißen auftritt

Die Regierung und die Schweineindustrie haben es als großen Durchbruch in der Diskussion um ein Verbot des Vollspaltenbodens gefeiert: ab 2034 bzw. (für „Härtefälle“) ab 2038, soll es einen neuen Vollspaltenboden geben, euphemistisch als „Gruppenhaltung Neu“ bezeichnet, der vom alten, bisherigen Vollspaltenboden praktisch nicht zu unterscheiden ist. Das erkennt man spätestens bei einem Besuch in Dänemark, wo dieses Haltungssystem schon seit 2015 für alle Schweinefabriken verpflichtend vorgeschrieben wird. Ein neues Video von einem Besuch dort zeigt aber, dass auch bei dieser Form des Vollspaltenbodens die Schwänze der Schweine routinemäßig kupiert werden. Und trotzdem tritt häufig Schwanzbeißen auf. Das ist ein klares Zeichen dafür, dass die Schweine mit dieser Haltungsform nicht zurecht kommen. Sie überlastet und quält die Tiere, bietet keinerlei Lebensqualität. Und das soll nach Ansicht von Regierung und Schweineindustrie die Lösung für das Problem Vollspaltenboden sein?

VGT-Obperson DDr. Martin Balluch dazu: „Das routinemäßige Schwanzkupieren bei Schweinen ist explizit verboten, und zwar EU-weit. Was diese Bestimmung will, ist klar: die Haltungsform der Schweine muss derart an ihre Bedürfnisse angepasst sein, dass sie sich nicht aus Verzweiflung in Schwänze und Ohren beißen. Es ist wissenschaftlich gesichert, dass das Schwanzbeißen ein untrügliches Zeichen dafür ist, dass ein Haltungssystem, in dem es auftritt, so schlecht für die Tiere ist, dass sie es nicht aushalten. Der Besuch in Dänemark zeigt aber, dass der von Regierung und Schweineindustrie so hochgelobte Mindeststandard in der Schweinehaltung ab 2034/2038 flächendeckend Schwanzbeißen mit sich bringt. Diese neue Form des Vollspaltenbodens ist also um nichts besser, als die bisherige. Das Problem Vollspaltenboden ist damit nicht gelöst, sondern auf absehbare Zeit einzementiert. Das ist eine Katastrophe für den Tierschutz und die Tiere. Mit dieser Neuerung hat Österreich seinen letzten Platz in der Schweinehaltung in der EU abgesichert.“

Pressefotos (Copyright: VGT.at)

14.10.2026, Wien

VGT: Bundesregierung gesetzlich verpflichtet, 2027 Schweinehaltung neu zu regeln

Anlässlich der heutigen Nationalratssitzung erinnerte der VGT vor dem Parlament die Regierung daran, die offene Frage der Schweinehaltung auf Vollspaltenboden endlich zu lösen

13.10.2026, Wien/EU

85 % der Österreicher:innen fordern rasches Ende der Käfighaltung

Ein Großteil der Österreicher:innen will bis 2035 ein EU-weites Ende der Käfighaltung von Legehennen. Die Industrie pocht auf eine Übergangsfrist bis 2045.

09.10.2026, Wien

Urteil im SPAR-SLAPP gegen den VGT beweist: Vollspaltenboden ist Tierquälerei

Zusätzlich hat die Richterin mit Bezug zum OGH zahlreiche Klagspunkte von SPAR zurückgewiesen und dadurch die Klage als SLAPP entlarvt

08.10.2026, Wien

Der Schweine-Vollspaltenboden muss weg: VGT-Demos bei Parteizentralen in Wien

Mit Zitat aus dem Tierschutzgesetz, nach dem jetzt ein neuer Mindeststandard in der Schweinehaltung beschlossen werden muss, erinnert der VGT die Regierung an ihre Verantwortung

07.10.2026, Wien

VGT-Aktion: Tintenfische schützen, nicht essen

Morgen ist Welt-Oktopus-Tag. Brutale Methoden beim Fang sind weithin unbekannt

06.10.2026, Wien

Handelsgericht urteilt in SPAR-Klage gegen VGT: SLAPP weitgehend bekräftigt

Richterin bestätigt OGH-Urteil und 6 Verbote der EV zu Schweine-Vollspalten, verbietet dem VGT aber zusätzlich, wissenschaftliche Studien zu Mortalität und Tierwohl-Preisen zu zitieren

06.10.2026, Wien

Welt-Oktopus-Tag: VGT-Aktion am Stephansplatz

Tierschutz-Aktion in Wien soll tierquälerische Aspekte bei der Fischerei von Tintenfischen in den Fokus rücken

05.10.2026, Wien/Neutillmitisch(Stmk.)

VGT kritisiert Greenwashing bei Insekten-Hundefutter

Neue Studie stellt Umweltvorteile von Insektenprotein in Frage