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VGT spricht im Petitionsausschuss des Steirischen Landtags über Schweine-Vollspaltenboden

Graz, 14.01.2026

Erfolgreich eingebrachte Petition appelliert an Landtag, Schweinebetrieben den Umstieg vom Vollspaltenboden auf Tierwohlställe mit tiefer Stroheinstreu zu erleichtern

Die Steiermark ist ein erfolgreiches Tourismusland. Aber insbesondere die Südsteiermark ist auch ein Zentrum der Schweineindustrie mit großteils Vollspaltenboden-Tierfabriken, die überhaupt nicht dem Tourismusbild von intakter Natur und natürlicher Nahrungsmittelproduktion entsprechen. Während 92 % der Menschen Stroh für Schweine wollen, haben in der Steiermark nur 5 % der Schweine Zugang dazu. Deshalb sammelte der VGT erfolgreich Unterschriften für eine Petition an den Steirischen Landtag, die gestern nachmittags eingebracht wurde. VGT-Obperson DDr. Martin Balluch, selbst ein Obersteirer, konnte im Petitionsausschuss als Erstunterzeichner die Petition präsentieren und in einem Schlusswort an die Verantwortung des Steirischen Landtags appellieren, den Ausstieg aus der Vollspaltenbodenhaltung zu forcieren. Konkret fordert die Petition vom Landtag, ihrerseits die Landesregierung aufzufordern, Maßnahmen für den Umstieg zur Strohhaltung zu setzen und insbesondere Investitionsförderungen auf diesen Umstieg zu beschränken und keine Subventionen für Betriebe mit Vollspaltenboden mehr auszuzahlen.

In einem Video aus dem Hof des Steirischen Landtags unmittelbar nach der Sitzung berichtet Balluch von seinen Eindrücken: Eure Unterschriften wurden übergeben!

VGT-Obperson DDr. Martin Balluch dazu: „Auch bei dieser Sitzung kam wieder das Argument, mit dem neuen Tierschutzgesetz, das am 1. Juni 2025 in Kraft getreten ist, sei das Problem Vollspaltenboden quasi gelöst. Aber ich konnte dem Landtag berichten, dass wir nach Dänemark in eine Schweinefabrik eingeladen worden sind, um dieses neue Haltungssystem, das dort bereits seit 2015 verpflichtender Mindeststandard ist, in der Praxis zu sehen. Leider werden auch da den Schweinen die Schwänze routinemäßig kupiert, leider werden auch da Schwänze und Ohren abgebissen, leider gibt es auch da überall Liegeschwielen und entzündete Gelenke. Die sogenannte Gruppenhaltung Neu ist ein Vollspaltenboden, wie wir ihn bisher hatten. Wir müssen jetzt endlich echte Schritte setzen, um von dieser Schweinehaltung auf scharfkantigen Betonspalten ohne Stroheinstreu wegzukommen. Wir brauchen keine Firlefanzversion des Vollspaltenbodens, wir brauchen einen tief eingestreuten Liegebereich zum Schlafen und Wühlen, auf dem die feinen Nasen der Schweine nicht permanent den Gestank aus dem Güllekanal einatmen müssen.“

Pressefotos (Copyright: VGT.at)

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