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FPÖ-Kickl findet das Schlagen von Kindern gut, aber Tierschutz raus aus den Schulen

Niederösterreich, 08.05.2026

Fragwürdiger Wertekompass in Pädagogik: in einer gestrigen Presseaussendung will die FPÖ Kinder vor Tierschutz „schützen“, während ihr Chef die „gsunde Watschn“ propagiert

Ein Schlag ins Gesicht von Kindern in der Schule habe laut FPÖ-Chef Herbert Kickl noch niemandem geschadet. VGT-Obperson DDr. Martin Balluch, selbst Vater zweier kleiner Kinder, dazu: „Diese unfassbare Behauptung führt in die pädagogische Steinzeit zurück. Sogar Kickl sollte mittlerweile wissen, dass Gewalt gegen Kinder nicht nur feig und höchst unmoralisch ist, sondern auch zu schweren Schädigungen der Psyche führt. Kein Wunder, dass sich die FPÖ daher lieber jeder Diskussion über moralische Werte entziehen will. Tierschutz ist laut Gesetz (Bundesabgabenordnung) ein gemeinnütziger Zweck, dessen Förderung steuerbegünstigt wurde, weil er im Interesse der Gesellschaft ist. Tierschutz bedeutet, wie § 1 Tierschutzgesetz lehrt, den Schutz des Lebens und Wohlbefindens der Tiere. Die Herzensbildung von Erwachsenen und Kindern bzgl. Tierschutz, also die Sensibilisierung gegenüber Tierleid, ist von größtem öffentlichen Interesse. Tierschutz muss daher auch ein zentrales Thema an Schulen sein. Das Schlagen von Kindern an Schulen ist dagegen ein schwerer Missbrauch und darf dort keinen Platz haben. Wir müssen unsere Kinder vor der FPÖ schützen!“

Sämtliche Aussagen der FPÖ in ihrer Aussendung zum Tierschutzvortrag des VGT in Guntersdorf sind falsch. Es gab keine blutigen Bilder, das Thema waren Haustiere und der Vortrag hat schon im letzten Oktober stattgefunden. Der VGT führt sein Projekt „Tierschutz Unterricht“ bereits seit 1995 durch und das Feedback ist extrem positiv. Es werden von in moderner Pädagogik ausgebildeten Lehrkräften spielerisch und altersangepasst Fakten präsentiert und Diskussionen angeregt, ohne moralischem Zeigefinger. In Volksschulen gezeigte Filmaufnahmen stammen fast ausschließlich von glücklichen Tieren in Lebenshöfen oder aus Tierdokumentationen. Die Kinder sind begeistert. Alle Menschen, die sich ein Bild machen wollen, sind herzlich eingeladen, den Tierschutzunterricht zu besuchen. Für die FPÖ gilt diese Einladung aber nicht, weil nicht ausgeschlossen werden kann, wenn man Kickls Rede ernst nimmt, dass einige Kinder dann von der FPÖ geschlagen werden, wenn sie zu kritische Fragen stellen. Gewalt gegenüber Kindern scheint ja die neue FPÖ-Linie zu sein.“

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