Wien, 28.08.2026
VGT demonstiert für ein Ende des Tierleids auf der Straße und auf hoher See
Wann: Samstag, 29.08.26, 10 Uhr bis 12 Uhr
Sammeln ab 10 Uhr, Start des Demozugs 10.30 Uhr, Dauer ca. 2 Stunden
Wo: Treffpunkt 1060 Wien, Christian-Broda-Platz (bei Westbahnhof)
Demo-Route: Christian-Broda-Platz über Mariahilfer Straße bis zum Platz der Menschenrechte mit Abschlusskundgebung
Was: Tierschützer:innen aus ganz Österreich und darüber hinaus demonstrieren mit einem zum Tiertransporter umgestalteten Transportfahrzeug gegen den internationalen Frachtverkehr mit lebenden Tieren per LKW und Schiff. Dabei ertönen aus einem Lautsprecher Aufnahmen von Klagerufen von Kälbern, Rindern und Schweinen in Transportern. Zum Schluss erfolgt eine Abschlusskundgebung am Platz der Menschenrechte.
Nach den letzten beiden VGT-Aufdeckungen über Rinder-Versteigerungen und Tiertransporte schwangerer Kalbinnen per LKW und Schiff nach Algerien, war die Empörung groß. Auch die schreckliche Horror-Fahrt auf der Spiridon II letzten November, die hunderte Kühe und Kälber nicht überlebten, ist vielen noch in Erinnerung geblieben. Zahlreiche Menschen fordern ein Ende der qualvollen Schiffstransporte und einen fairen Umgang mit unseren Mitgeschöpfen.
Der Sommer war geprägt von Temperaturrekorden, Hitzewellen, Waldbränden und Dürren, ausgelöst und verstärkt durch den Klimawandel. Für Tiertransporte unter acht Stunden gibt es jedoch immer noch keine Temperaturobergrenze. Auch an Hitzetagen mit Temperaturen jenseits der 35 Grad rollen die Transportfahrzeuge, voll beladen mit sensiblen Lebewesen, über Österreichs Straßen.
Isabell Eckl, Tiertransport-Campaignerin des VGT dazu: „Regelmäßig finden tage- bis wochenlange Tiertransporte aus Österreich in ferne Länder innerhalb und außerhalb der EU statt. Selbst wenige Wochen alte Tierbabys und schwangere Tiere bleiben von dieser Tortur nicht verschont. Dazu kommt, dass in sogenannten Tierschutz-Hochrisiko-Staaten Praktiken, wie das Töten ohne Betäubung üblich sind und es kaum Gesetze gibt, die die sensiblen Lebewesen vor den allerschlimmsten Qualen bewahren würden. Daneben kritisieren wir, dass es bei Kurzstreckentransporten unter acht Stunden keine Temperaturobergrenze gibt. Angesichts der Tatsache, dass Hitzewellen in den nächsten Jahren durch den Klimawandel rasant zunehmen werden, ist massives Tierleid in ungeheurem Ausmaß vorprogrammiert, sofern sich gesetzlich nichts ändert.“
Der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN fordert in einer Petition ein Ende von Käbertransporten und Tiertransporten per Schiff, insbesondere in Hochrisiko-Staaten mit niedrigen Tierschutz-Standards. Außerdem eine maximale Transportzeit von acht Stunden für alle Tierarten.