Teilen:

Bahnbrechende Entscheidung des OGH: "Tierquälerei" als Bezeichnung für Intensivtierhaltung zulässig!

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (03.07.1998)

03.07.1998

In dem seit fast drei Jahrenandauernden Rechtsstreit zwischen edm Verein gegen Tierfabriken (VGT) und dem StiftKremsmünster (OÖ) bekamen nun endlich die Tierschützer in einer aufsehenerregendenEntscheidung des Obersten Gerichtshofes letztlich recht.

Der Verein hatte im Sommer1995 die unhaltbaren Zustände in der Hühnerbatterie sowie im Schweinemastbetrieb desKlosters in Flugblättern und im ORF Help-TV heftig kritisiert. Das Stift reagierte mitAusflüchten (in der Nachbarschaft sei es auch nicht besser...) sowie teurenUnterlassungsklagen (Streitwert öS 600.000,--!) und bekam in den ersten zwei Instanzen(Handelsgericht und Oberlandesgericht Wien) recht.

Die Tierschützer wollten diese Entscheidungen, mit denen ihnen die Verwendung des allgemein gebräuchlichen Begriffs"Tierquälerei" für Massentierhaltungsbetriebe verboten worden wäre, nicht hinnehmen und brachten die Rechtssache in einer außerordentlichen Revision vor den Obersten Gerichtshof. Dieser folgte dem Rechtsstandpunkt des VGT und führte aus, daß aufgrund der allgemeinen Bedeutung des Themas "Tierschutz" auch massive Kritik zulässig sei. Der OHG wörtlich: "Massentierhaltung schafft für die betroffenen Tiere zweifellos äußerst unangenehme Lebensbedingungen. Dies darf auch mit massiver Kritik als Tierquälerei [...] plakativ und provokant zum Audruck gebracht werden."

Die erfolgreiche Anwältindes Vereins, Dr. Claudia Schoßleitner (Ried i. I.): "Dieses Urteil desHöchstgerichtes ist sensationell und richtungsweisend. Die Entscheidung des OHG ist fürden gesellschaftspolitisch überaus sensiblen Bereich des Tier- und Umweltschutzes vongrundlegender Bedeutung und spiegelt einen tiefgreifenden Wertewandel dar."

P.S.: Auf Wunschsenden wir Ihnen gerne eine Kopie der OHG-Entscheidung zu.

17.04.2026, Salzburg

Tauben hungern – auch wenn Stadt Salzburg es weiterhin leugnet

Tote Tauben mit Körnerfutter im Kropf zeigen nicht, dass sie genug Futter in der Stadt finden, sondern eher durch Futter von Privatpersonen vor dem Hungertod bewahrt wurden

16.04.2026, Wien/Dänemark

VGT präsentiert neues Videomaterial von Vollspaltenboden Mindeststandard ab 2034/2038

Neue Aufnahmen aus Dänemark, dem größten Schweineproduzenten Europas, wo der Österreichische Mindeststandard ab 2034/2038 bereits seit 2015 gilt, zeigen unendliches Tierleid

16.04.2026, Wien

Tierschutz-Aktion zum "Muttertag"

Am 8. Mai zeigen Tierschützer:innen von VGT und Vienna Animal Save die Ausbeutung von Tiermüttern auf.

14.04.2026, Wien

Wiener Vegan Ball 2026

Am 11. April hieß es wieder „Alles Walzer!“ im Hilton Vienna Park.

09.04.2026, Salzburg

Stadt Salzburg verschweigt: Fütterungsverbot in Augsburg hat Ausnahmen für Fütterungsplätze

Der Amtsbericht „Stadttaubenkonzept“ der Stadt Salzburg offenbart, dass wichtige Informationen vor der Öffentlichkeit zurückgehalten werden und die artgerechte Fütterung der Stadttauben bis zum Einzug in die Taubenschläge an kontrollierten Fütterungsplätzen so verhindert wird.

09.04.2026, Gmünd

Gmünder Lachsfabrik steht still

Der Bau der Lachszuchtanlage hat noch nicht begonnen. Proteste gegen andere Lachsfabriken gibt es in mehreren europäischen Ländern

Das Bild zeigt einen (ehemaligen) Mitarbeiter der Schweinefabrik

09.04.2026, Wien/Großkadolz

Oberlandesgericht Wien: Schweinefabriksbesitzer Hardegg darf VGT nicht beleidigen

Einstweilige Verfügung: die Bezeichnung als „terroristische Vereinigung“ sei eine unwahre und rufschädigende Tatsachenbehauptung, die Hardegg unterlassen müsse

08.04.2026, Baden

Pflanzenmilchfest am 30. Mai 2026

Entdecke die bunte Welt der Pflanzenmilch - mit Workshops, Kinderprogramm, Verkostungen und spannenden Infos rund um nachhaltige Ernährung. Eintritt frei für Groß und Klein!