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Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (18.01.2001)

Laaben, am 18.01.2001

Elefanten-"Zirkus" in Österreich

Tierschützer machen auf Mißstände aufmerksam, Behörden reagieren zu langsam.

VGT setzt Belohnung von S 10.000,- zur Auffindung der Elefantin "Seila" aus!

Drah` di net um, der Elefant geht um! Schön wär´s, aber was gestern als "Topmeldung" des Tages verbraten wurde, ist für Tierschützer eigentlich ein alter Hut. Denn der zur Zeit in Linz weilende Zirkus führte drei asiatische Elefantendamen mit sich, eine namens "Seila", diese allerdings ohne Papiere. Vor 14 Tagen haben - auf fortwährendes Drängen von Tierschützern hin - endlich die Behörden reagiert und ein echtes "Verfügungsverbot" über dieses Tier verhängt. Das heißt, Seila war "eigentlich" beschlagnahmt, aber trotzdem bei ihrem ursprünglichen Besitzer, quasi unter "Hausarrest". Daß so was bei zwielichtigen Personen wie Zirkusbetreibern, die mit Wildtieren hantieren, nicht funktionieren konnte, war eigentlich vorauszusehen. Denn drei Tage später hielten die Tierschützer Nachschau, weil uns die Vorahnung beschlich, der Zirkusbesitzer könnte sich aus dem Staub machen; - und sie hatten recht, von den Elefanten fehlte jede Spur.

Nun begann ein regelmäßiger Sturm auf die Behörden vonseiten verschiedener Tierschützer, dem Anzeigen nach dem Artenschutzgesetz folgten. Aber erst gestern wurde bekannt, daß die Behörden nun doch eingreifen und so wurde die Fahndung der Zollbehörde als Topmeldung des Tages bezeichnet. Der Zirkusbetreiber war mit einem roten Transporter unterwegs, wohin, wußte allerdings niemand. Der Transporter steht nun angeblich wieder in Linz, doch wo sind die Elefanten?

Interessantes Detail: In Italien läuft der Zirkus unter einem anderen Namen, auch in Deutschland ist der Zirkus gemeldet, theoretisch könnten die Tiere auch dorthin gebracht worden sein.

Wie in den Medien verlautbart wurde, sei ein Transport im Winter für die Tiere extrem gesundheitsgefährdend. Den Elefantenbullen "Colonel Joe", bis zum 7. Jänner in Wien in einem bankrotten Zirkus engagiert, hat man bedenkenlos ziehen lassen, obwohl er an Arthrose und Rheuma leidet und vermutlich bis Schweden reisen sollte. Ein Umstand, den wir mittels eines unabhängigen Gutachtens zur Beschlagnahme führen wollten - leider ohne Erfolg: Ein Gutachten gab es zwar, doch der untersuchende Tierarzt war weder Elefantenspezialist, noch hatte er die nötige Ausrüstung und zudem wurde er vom Zirkusbesitzer selbst ausgewählt...

Was muß noch alles geschehen, damit in Zukunft etwas früher auf die Tierschützer gehört wird, die ja letztendlich die Arbeit für die Behörden? Immer noch sitzen Wildtiere unter widrigsten Umständen in privater Haltung, obwohl diese bereits seit Jahren verboten ist, wie z.B. drei alte Leoparden bei Tulln, die vor kurzem vom VGT entdeckt wurden und für die jetzt eine Unterbringung gesucht wird.

Auch die Elefantin "Seila" hatte keine Papiere, laut CITES-Verordnung, welche von Österreich bereits im Jahre 1983 unterzeichnet wurde, dürfen artengeschützte Tiere (und dazu zählen auch Elefanten - Liste A1) nicht ohne gültige Papiere außer Landes gebracht werden, bzw. bei bloßen Verdacht auf ein dahingehendes Verbot nicht von Ort bewegt werden. Bleibt zu hoffen, daß die internationale Fahndung wenigstens diesmal nicht zu spät kommt. Daher hat der Verein gegen Tierfabriken eine Belohnung von 10.000.- für zweckdienliche Hinweise ausgesetzt, die das Auffinden der Elefanten des Zirkus ermöglichen.

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