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ÖsterreicherInnen sagen NEIN zu Pelz

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (11.11.2003)

Wien, 11.11.2003

Pelzbranche innerhalb von 5 Jahren auf ein Drittel geschrumpft

Pelzbranche innerhalb von 5 Jahren auf ein Drittel geschrumpft

Noch 1996 wurde die abgesetzte Produktion - also die Summe aller im fraglichen Jahr getätigten Verkäufe, egal ob vom Lager oder aus der Eigenproduktion - mit fast 10 Millionen Euro angegeben. Nach den erst kürzlich herausgegebenen Zahlen für das Jahr 2001 waren es nur noch 3,6 Millionen Euro. Das entspricht einem Rückgang von 63,8 % in nur 5 Jahren.

Auch Anzahl und Größe der Kürschnereien stark rückläufig

Ebenso wie die Gesamt-Produktion war die Zahl der Unternehmen von 1995 bis 2001 einem starken Rückgang unterworfen. 1995 wurden in Österreich noch 122 pelzverarbeitende Unternehmen gelistet. 2001 sind es nur mehr 54. Aber nicht nur die Gesamtzahl, sondern auch die Größe der Unternehmen ist enorm zurück gegangen. So gibt es 2001 nur mehr 9 Betriebe mit mehr als 10 Angestellten. 1995 waren es noch 22.

Die Zahl der Beschäftigten ging im selben Zeitraum von 467 auf 191 zurück, was einem Rückgang von etwa 60% entspricht.

Trotz der statistischen Unschärfe, die aufgrund der geringen Stichprobenzahl in der mittlerweile doch extrem kleinen Branche gegeben ist, ist der gewaltige Abwärts-Trend nachweisbar. So lässt sich beispielsweise mit 95 % statistischer Sicherheit sagen, dass die Zahl der Beschäftigten zwischen 1995 und 2001 um 38 bis 80 % zurückgegangen.

Keine Trendwende 2002

Da die Statistik des Außenhandels Österreichs schon für das Jahr 2002 verfügbar ist, und die Pelzbranche aufgrund des österreichischen Verbots von Pelztierfarmen vollkommen auf Importe angewiesen ist, lassen sich schon Aussagen über das Ergebnis von 2002 machen.

So liegen die Werte zwar über jenen von 2001 - dem bisher wohl schlechtesten Jahr für die Branche seit mindestens 20 Jahren - reichen aber nicht an jene der Vorjahre heran.

Harald Balluch, Geschäftsführer des VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN: "Österreich kann stolz sein als erstes Land der EU Pelzfarmen verboten zu haben. Mittlerweile sind ja andere Länder mit Verboten nachgezogen, wie etwa Schottland, England, Schweden, Italien, Wales und Holland. Dass die ÖVP nun davon spricht im neuen Bundestierschutzgesetz das Pelzfarmverbot wieder aufheben zu wollen, ist tatsächlich eine Ungeheuerlichkeit und wäre ein gewaltiger Rückschlag für den Tierschutz. Wie die aktuelle Statistik zeigt, ist fast kein Österreicher und keine Österreicherin mehr bereit Geld für diese tierquälerisch erzeugten Luxus-Produkte auszugeben. Wo sieht denn die ÖVP eigentlich die Mehrheit der ÖsterreicherInnen die unbedingt wieder Pelzfarmen in Österreich haben wollen?"

Quelle:

Statistik Austria:

  • Leistungs- und Strukturerhebung (1995, 1998 und 2001)
  • Konjunkturerhebung (1996, 1998 und 2001)
  • Der Außenhandel Österreichs, Serie 1 und 2 (1995 bis 2002)

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