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Legebatterien sind unnötig - Alternativen sind vorhanden

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (01.04.2004)

Wien, 01.04.2004

Pressekonferenz der Kontrollstelle für artgemäße Nutztierhaltung

Pressekonferenz der Kontrollstelle für artgemäße Nutztierhaltung

Am 31. März 2004 informierten die Eigentümer der Kontrollstelle für artgemäße Nutztierhaltung über die Arbeit der Kontrollstelle in der Alternativeierproduktion in Österreich und diskutierten den aktuellen Regierungsbeschluss rund um Legebatterien in Österrreich.

Die Kontrollstelle für artgemäße Nutztierhaltung wurde 1995 als neutrale und unabhängige Überwachungsorganisation ins Leben gerufen. Die Gründung erfolgte durch die namhaften Tierschutzorganisationen

  • Wiener Tierschutzverein
  • Verein gegen Tierfabriken
  • Tierschutzverein Vier Pfoten

Gegenstand des Unternehmens ist die Kontrolle, Zertifizierung und Überwachung von Produktionsbetrieben sowie Groß- und Zwischenhändlern im Hinblick auf die Übereinstimmung mit den Richtlinien der Kontrollstelle für artgemäße Nutztierhaltung.

Bei der Pressekonferenz sprachen:

  • Hans Herwig Predl, Geschäftsführer der Kontrollstelle für artgemäße Nutztierhaltung
  • Dr. Martin Balluch, Obmann des Vereines gegen Tierfabriken
  • Toni Hubmann, Toni´s Freilandeier
  • Loucie Loubé, Präsidentin des Wiener Tierschutzvereines
  • Helmut Dungler, Geschäftsführer Vier Pfoten International

Meilenstein für den Tierschutz - Sicherheit für den bewussten Konsumenten

Mit Ende Februar wurde mittels Bundesgesetzblatt / 97. Verordnung des BM für Wirtschaft und Arbeit positiv über die Akkreditierung der Kontrollstelle für artgemäße Nutztierhaltung nach EN 45011 (Produktzertifizierung) entschieden. Die Kontrollstelle mit Sitz in Bruck an der Mur ist damit als Stelle, die Produkte aus artgerechter Haltung in Zusammenhang mit Legehennenhaltung (tierschutzgeprüfte Freilandhaltung und tierschutzgeprüfte Bodenhaltung) zertifiziert, akkreditiert.

1,8 Millionen Legehennen in Boden- und Freilandhaltung werden kontrolliert.

Für den österreichischen Tierschutz bedeutet die Akkreditierung der Kontrollstelle einen wichtigen Schritt im Sinne der artgerechten Tierhaltung. Denn erstmals kann nun flächendeckend auf anerkannter Basis Tierschutz betrieben und die strengen Richtlinien im Sinne des Artenschutzes für die gesamte Alternativeierproduktion in Österreich angewandt werden. Basis für die Bewertung eines Betriebes hinsichtlich der Zertifizierung für tierschutzgeprüfte Freilandhaltung bzw. tierschutzgeprüfte Bodenhaltung ist der sogenannte TGI (Tiergerechtigkeitsindex). Dieser beruht auf von Fachleuten entwickelten Kriterien rund um artgerechte Hühnerhaltung und stellt ein objektives Instrument zur Beurteilung der Tiergerechtheit von Tierhaltungen bzw. Haltungssystemen dar.

Strenge 3 stufige Kontrolle bei Produzent – Zwischenhändlern – Lebensmittelhandel

Die geschützte Marke "Tierschutz geprüft" gibt Gewissheit darüber, dass strenge Richtlinien rund um die artgemäße Tierhaltung Verwendung finden. Die Kontrollinstanzen sind ebenso streng angelegt und erstrecken sich über den landwirtschaftlichen Betrieb, über die Zwischenhändler und Logistikzentren bis in den Handel.

Die Prüfzeichen der Kontrollstelle werden ausschließlich für Eier aus Freiland- und Bodenhaltung vergeben, bei denen die strengen Anforderungen lückenlos – auf den Höfen (Produzentenkontrolle), bei den Packstellen (Warenflusskontrolle, hinsichtlich der Plausibilität der Anzahl der verkauften Eier pro Hof) und im Handel (UV-Lampenkontrolle) – überprüft werden. Die Kontrollen der Zwischenhändler (Warenflusskontrolle) erfolgen mindestens viermal jährlich, die UV-Lampenkontrollen stichprobenartig zumindest wöchentlich.

2004: 170 Millionen Eier mit Siegel „Tierschutz geprüft“ in Österreich

Das Gesamtvolumen der Kontrolle umfasst rund 700 Bauern mit ca. 1.400 Stallungen und 1,8 Millionen Hennen. Davon sind von der Kontrollstelle 780 Stallungen mit 765.000 Hennen im Bereich der Freilandhaltung sowie 115 Stallungen mit 158.000 Hennen für die Bodenhaltung als tierschutzgeprüfte Betriebe in Österreich zertifiziert.

Hans Herwig Predl Geschäftsführer der Kontrollstelle für artgemäße Nutztierhaltung freut sich über den Erfolg und die guten Ergebnisse der letzten Kontrollen: "Seit unserer Gründung 1995 konnten wir erreichen, dass mittlerweile 52% aller Eier der österreichischen Alternativeierproduktion den Auflagen gemäß Prüfsystematik "Tierschutz geprüft" entsprechen. Durch die lückenlose Kontrolle über den gesamten Produktionskreislauf bis hin zum Konsumenten können wir die Sicherheit geben, dass wo "Tierschutz geprüft" draufsteht, die Tiere auch entsprechend den Kriterien für Freilandhaltung oder Bodenhaltung leben. Das betrifft in Österreich für 2004 die gesamte Alternativeierproduktion, also in etwa 345 Millionen Eier."

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