Teilen:

Kunst und Wissenschaft für ein strenges Tierschutzgesetz

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (25.04.2004)

Wien, 25.04.2004

Der Unmut über die Verzögerungstaktik der Regierung bei der Ausarbeitung eines neuen Bundestierschutzgesetzes erfasst immer weitere Kreise.

Der Unmut über die Verzögerungstaktik der Regierung bei der Ausarbeitung eines neuen Bundestierschutzgesetzes erfasst immer weitere Kreise.

Über 70 Proponenten aus Kunst und Wissenschaft unterschreiben diesbezüglich auf Initiative von Tierschutzorganisationen (UNITED-CREATURES, VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN, VIER PFOTEN, WIENER TIERSCHUTZVEREIN, IBT) einen offenen APPELL an den Bundeskanzler, der in der Dienstagsausgabe (27/04) der Tageszeitung DIE PRESSE veröffentlicht wird. An diesem Tag, an dem auch eine Sitzung des zuständigen Unterausschusses im Parlament anberaumt ist, soll dadurch der Druck auf die Regierung erhöht werden, endlich die Kernforderungen des Tierschutzvolksbegehrens umzusetzen:

  • Tierschutz in die Verfassung
  • Tieranwaltschaft
  • Verbot von Käfighaltung von Legehennen

SEHR GEEHRTER HERR BUNDESKANZLER,

der Ministerrat hat den Entwurf zu einem Bundestierschutzgesetz verabschiedet, das in fast allen wesentlichen Punkten eine Verschlechterung für den Tierschutz gegenüber dem Status quo vorsieht. Extrem belastende Tierhaltungsformen, wie Käfighaltung von Legehennen in Legebatterien oder die Haltung von Schweinen und Rindern auf Vollspaltenböden ohne Stroh-Einstreu, werden durch dieses Gesetz gestattet.

Und das, obwohl diese derzeit in vielen Bundesländern Österreichs verboten sind und von der Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt werden. Keine der essentiellen Forderungen des Tierschutz-Volksbegehrens wird durch den Gesetzesentwurf erfüllt:

  • Kein Bekenntnis zum Tierschutz in der Verfassung
  • Keine Lösung des Vollzugsdefizits durch Einrichtung einer Tieranwaltschaft nach dem Vorbild der Volks- bzw. Umweltanwaltschaft

Herr Bundeskanzler, die Regierung spricht von einem modernen, zukunftsweisenden Gesetz. Doch nicht einmal Bestimmungen wie zum Beispiel das Verbot der Käfighaltung von Legehennen sind darin zu finden - in unseren Nachbarstaaten Schweiz und Deutschland ist dies schon längst Gesetz. Kann Österreich wirklich nicht mehr erfüllen als die EU-Mindesterfordernisse, an denen auch Länder wie Spanien, Italien und Griechenland gemessen werden? Es gibt wenig Bereiche, in denen ein dermaßen parteiübergreifender Konsens in der Bevölkerung herrscht - sogar die bäuerliche Bevölkerung stimmt in weiten Teilen mit uns überein.

Herr Bundeskanzler, wir appellieren an Sie, setzen Sie sich über die Partikulärinteressen einzelner Funktionäre und Wirtschaftstreibender hinweg und geben Sie Österreich ein Tierschutzgesetz, das diesen Namen wirklich verdient.

KUNST & WISSENSCHAFT:

  • BARBARA ALBERT
  • SIEGFRIED ANZINGER
  • BRIGITTE ANTONIUS
  • IRENE ANDESSNER
  • Mag. ULLY ARIS
  • GABRIELA BENESCH
  • DIETER BERNER
  • MARIA BILL
  • DIETER BRANDHAUER
  • ANDREA BRETH
  • THOMAS BREZINA
  • Dr. KARIN BÜCHL-KRAMMERSTÄTTER
  • MICHAEL CENCIG
  • DIETER und BRIGITTE CHMELAR
  • ANNEMARIE DÜRINGER
  • Prof. GREGOR EICHINGER
  • Univ.Prof.Dr. BERNHARD FREYER
  • EVA FUCHS
  • Univ.Prof.Dr. EDDA GÖSSINGER
  • Univ.Prof. GISELHER GUTMANN
  • EVELYN GUTMANN
  • ALFONS HAIDER
  • WALTRAUD HAAS
  • MICHAEL HELTAU
  • FRANK HOFFMANN
  • RENATE HOLM
  • HEINZ HOLECEK
  • CHRISTIANE HÖRBIGER
  • LOTTE INGRISCH
  • GABY JACOBY
  • BARBARA KARLICH
  • INGRID KARL
  • FRANZ KOGELMANN
  • Dr. CHRISTINE KÖNIG
  • SANDRA KREISLER
  • Univ.Prof.Dr. PETER LECHNER
  • Dr. NIKOLAUS LEHNER
  • PETRUS VAN DER LET
  • EVA LIND
  • KARL MARKOVITS
  • Univ.Prof.Dr. THOMAS MACHO
  • MARIANNE MENDT
  • Dr. GÜNTHER NENNING
  • MARIANNE NENTWICH
  • BRIGITTE NEUMEISTER
  • CORNELIUS OBONYA
  • ELFRIEDE OTT
  • PETER PATZAK
  • Dr. REGINA HASLINGER-SLOTERDIJK
  • Prof. CARL PRUSCHA
  • Mag. JOHANNA RAINER
  • Univ.Prof. Dr. RUPERT RIEDL
  • WOLFGANG RIHM
  • KARIN RESETARITS
  • HILLI RESCHL
  • SYLVIA ROTTER
  • Prof. ELISABETH VON SAMSONOV
  • SCHIFFKOWITS
  • EVA SCHLEGEL
  • MICHAEL SCHOTTENBERG
  • DANY SIGEL
  • Univ.Prof.Dr. PETER SLOTERDIJK
  • HILDE SOCHOR
  • KRISTA STADLER
  • KS ULRIKE STEINSKY
  • ERWIN STRAHL
  • INGEBORG STROBL
  • GERHARD TÖTSCHINGER
  • CAROLINE VASICEK
  • PETER WEIBEL
  • Univ.Doz.Dr. PETER WEISH
  • SENTA WENGRAF
  • STEFANIE WERGER
  • WOLF WONDRATSCHEK

09.10.2026, Wien

Urteil im SPAR-SLAPP gegen den VGT beweist: Vollspaltenboden ist Tierquälerei

Zusätzlich hat die Richterin mit Bezug zum OGH zahlreiche Klagspunkte von SPAR zurückgewiesen und dadurch die Klage als SLAPP entlarvt

08.10.2026, Wien

Der Schweine-Vollspaltenboden muss weg: VGT-Demos bei Parteizentralen in Wien

Mit Zitat aus dem Tierschutzgesetz, nach dem jetzt ein neuer Mindeststandard in der Schweinehaltung beschlossen werden muss, erinnert der VGT die Regierung an ihre Verantwortung

07.10.2026, Wien

VGT-Aktion: Tintenfische schützen, nicht essen

Morgen ist Welt-Oktopus-Tag. Brutale Methoden beim Fang sind weithin unbekannt

06.10.2026, Wien

Handelsgericht urteilt in SPAR-Klage gegen VGT: SLAPP weitgehend bekräftigt

Richterin bestätigt OGH-Urteil und 6 Verbote der EV zu Schweine-Vollspalten, verbietet dem VGT aber zusätzlich, wissenschaftliche Studien zu Mortalität und Tierwohl-Preisen zu zitieren

06.10.2026, Wien

Welt-Oktopus-Tag: VGT-Aktion am Stephansplatz

Tierschutz-Aktion in Wien soll tierquälerische Aspekte bei der Fischerei von Tintenfischen in den Fokus rücken

06.10.2026, Wien

Tierschutzlauf 2026 stellt Rekorde auf

Am Sonntag, 4. Oktober 2026 – dem Welttierschutztag – fand der 15. Tierschutzlauf auf der Prater Hauptallee statt. Bei bestem Wetter wurde ein neuer Besucher:innen- und Teilnehmer:innenrekord aufgestellt.

05.10.2026, Wien/Neutillmitisch(Stmk.)

VGT kritisiert Greenwashing bei Insekten-Hundefutter

Neue Studie stellt Umweltvorteile von Insektenprotein in Frage

01.10.2026, Wien

VGT vor dem Landwirtschaftsministerium: nicht vergessen, Schweine brauchen Stroh

Jahr 2026 neigt sich dem Ende zu: laut Tierschutzgesetz MUSS 2027 ein neuer Mindeststandard in der Schweinehaltung festgelegt werden!