Teilen:

Tierrechtskongress 2004 ein voller Erfolg!

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (29.09.2004)

Wien, 29.09.2004

Von Donnerstag, den 16., bis Sonntag, den 19. September, fand in Wien im Don Bosco Haus der 2. Tierrechtskongress Österreichs statt.

Von Donnerstag, den 16., bis Sonntag, den 19.September, fand in Wien im Don Bosco Haus der 2. Tierrechtskongress Österreichs statt.

Das Programm dieser vom VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN initiierten und gemeinsam mit der VEGANEN GESELLSCHAFT ÖSTERREICH organisierten Veranstaltung war hochwertig, ereignisreich, interessant und äußerst vielfältig. Über vier Tage hinweg wurde fast durchgehend in zwei verschiedenen Vortragssälen gearbeitet, diskutiert, vorgetragen und gelauscht. Die Themen waren breit gefächert: der theoriephilosophische Hintergrund der Tierrechte, gesellschaftliche Analysen, aktuelle und vergangene Strategien und Kampagnen standen ebenso auf der Tagesordnung wie neue technologische Möglichkeiten zur Reduzierung des Fleischkonsums.

Insgesamt waren fast 350 TeilnehmerInnen angemeldet. Hochkarätige WissenschafterInnen von der Primatologin Signe Preuschoft über die Soziologin Birgit Mütherich bis zum russisch-amerikanischen Biotechniker Prof. Vladimir Mironov hielten die Abendvorträge. Auch die Beiträge des Grazer Moraltheologen und Ethikers Prof. Remele sowie die Vorträge des erfahrenen englischen Tierrechtspioniers John Curtin und seines Co-Referenten Max Turner fanden beim Publikum großen Anklang. VGT-Obmann Dr. Martin Balluch setzte sich in seinem bewegenden Abschlussvortrag mit der Frage auseinander, wie weit die Tierschutz- und Tierrechtsbewegung denn nun schon gekommen sei, wieviel sie tatsächlich erreicht habe.

Ein weiteres Highlight war die Kunstausstellung des aufstrebenden jungen Tiroler Künstlers und Bildhauers Chris Moser, die auch mediale Beachtung fand.

Als Rahmenprogramm wurden in einem separaten Raum laufend Filme und Dokumentationen gezeigt und zwei erfolgreiche Demos organisiert. Das "Pelzhaus Hietzing" sperrte sogar früher zu, um eine Konfrontation mit der Wahrheit hinter der Pelzproduktion, die von den DemonstrantInnen mittels Transparenten, bebilderten Schautafeln und Sprechchören ans Tageslicht gebracht wurde, zu vermeiden. Auch die teilnehmerstarke und lautstarke Demo vor der McDonald´s-Filiale in der Hadikgasse, die auf die mit der Fleischproduktion bei McDonald´s verbundene Tierausbeutung und Tierquälerei hinweisen wollte, hinterließ bei den Menschen, die ZeugInnen dieser außergewöhnlich dynamischen Kundgebung wurden, großen Eindruck.

Der Kongress war nicht nur eine einzigartige Gelegenheit zur Weiterbildung und Information über die Thematik Tierschutz und Tierrechte, sondern wurde auch von einer breiteren Öffentlichkeit als seriöse Veranstaltung einer ernstzunehmenden, engagierten, reformorientierten sozialen Bewegung wahrgenommen - ein Zeichen dafür, dass die Gesellschaft zunehmend reif für eine tiefergehende Auseinandersetzung mit der Idee der Tierrechte und den Gedanken der Tierrechtsbewegung ist.

Letzteres beweist auch die vielfältige Medienberichterstattung: u.a. zwei Berichte in Puls TV (davon ein live Interview), ein ganzseitiger Artikel im Falter und eine 1-stündige Sendung im Radio FM4. Auch wenn die Berichte nicht alle durchwegs positiv waren, sind sie doch ein Beweis dafür, dass die Tierrechtsbewegung längst nicht mehr ignoriert oder völlig marginalisiert werden kann.

Gleichzeitig war der Tierrechts-Kongress 2004 ein wertvolles identitätstiftendes Ereignis, das dazu beitragen wird, tierschutz- und tierrechtsinteressierte Personen und Gruppen nun auch endlich in Österreich zu einer kraftvollen, großen und effizienten Bewegung zusammenzuschweißen.

Für alle Interessierten, die nicht kommen konnten, oder alle, die das Erlebte noch einmal aufbereiten wollen, besteht auf der Website http://www.tierrechtskongress.at die Möglichkeit, Zusammenfassungen von den Vorträgen, Arbeitskreisen und Diskussionen, sowie Bilder einzusehen.

Der Tierrechtskongress 2004 war zweifellos DER Höhepunkt im "Tierrechtsjahr" 2004 und ein echtes (Erfolgs-)Erlebnis für alle, die daran beteiligt waren. In voraussichtlich zwei Jahren wird es die nächste Gelegenheit geben, in Wien einen Tierrechtskongress zu besuchen...

Bilder und Berichte vom Kongress, den Demos, der Tierrechtskunst-Ausstellung u.s.f. unter: http://www.tierrechtskongress.at

11.09.2026, Klagenfurt

Einladung Klagenfurt: 2 Personen 11 Std auf Schweine-Vollspaltenboden

Einer der Tierschützer:innen wird auf einem klassischen Vollspaltenboden sitzen, der 2034/2038 verboten wird, die andere auf der Neuversion des Vollspaltenbodens, die kein Ablaufdatum hat

10.09.2026, Färöer

Waljagd auf den Färöer-Inseln: VGT spricht mit Walfänger

Heuer wurden schon über 800 Grindwale auf den Färöer-Inseln massakriert – die zu Dänemark gehörende Inselgruppe beruft sich auf Tradition

09.09.2026, Wien

Noch immer kein Schweine-Vollspaltenbodenverbot: VGT-Protest beim Ministerrat

Der VGT erinnert die Regierung daran, dass im Tierschutzgesetz festgelegt ist, dass es ab Ende 2026 einen neuen Mindeststandard für die Haltung von Schweinen geben muss

08.09.2026, Wien

Pferde leiden weiter in der Hitze. Über 100.000 Menschen kämpfen gegen Fiaker in der Innenstadt

Tierschutzorganisationen fordern runden Tisch: Damit im kommenden Jahr keine Pferde mehr unter Hitze, Verkehr und Stress in der Wiener Innenstadt leiden müssen

01.09.2026, Wien

VGT trauert um Legehennen-Pionier Toni Hubmann

Toni Hubmann war Vorreiter in der Legehennenhaltung, auf ihn gehen die strukturierte Weide, das Ende des Schnabelkupierens, das Sandbad, der Wintergarten und die Einstreu-Nester zurück

31.08.2026, Dalsbu, Island

VGT präsentiert aktuelle Fotos von letzter Pelzfarm in Island – fordert Ende

12.000 amerikanische weiße und schwarze Nerze in winzigen Drahtgitterkäfigen – in Österreich kam bereits 1998 das weltweit erste Pelzfarmverbot und löste europaweit Verbote aus

28.08.2026, St. Pölten-Land

400 Menschen versammeln sich gegen Tierquälerei in Traismauer

Überwältigendes Signal in Traismauer, NÖ, aus der Bevölkerung: Tierleid darf nicht länger toleriert werden

28.08.2026, Wien

Einladung zu Demozug gegen qualvolle Tiertransporte am 29. August 2026

VGT demonstiert für ein Ende des Tierleids auf der Straße und auf hoher See