Teilen:

Jäger wünscht sich Hitler zurück!

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (11.05.2006)

Wien, 11.05.2006

VGT zeigt Teilnehmer einer Treibjagd wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung an

VGT zeigt Teilnehmer einer Treibjagd wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung an

Bei einer Treibjagd auf Hasen, Fasane und Enten am 13. November 2005 in Unterfladnitz bei Weiz, waren auch rund 25 TierrechtlerInnen anwesend, um die Jagd zu dokumentieren, Gesetzesübertretungen anzuzeigen und die JägerInnen aufzufordern sich zu rechtfertigen. Einer der Jäger reagierte daraufhin mit der Aussage „Jo wir brauchen wieder amol an Hitler, weg damit. Des is wos anders“, und ein anderer Jäger antwortete: „Jo, genau“. Ein Aktivist konnte diese in aller Öffentlichkeit gemachte Aussage filmisch dokumentieren.

Die Szene als Windows Media Film betrachten (wmv, 678 KB)

Nach dem Verbotsgesetz 1947 darf sich niemand in Österreich im nationalsozialistischen Sinne betätigen oder öffentlich die nationalsozialistische Gewaltherrschaft verharmlosen oder gar gutheißen. Der Verein Gegen Tierfabriken hat deshalb Anfang Mai das entsprechende Videoband samt Fotoaufnahmen der Täter an die Staatsanwaltschaft übergeben.

Obmann DDr. Martin Balluch kommentiert: „Für alle, die die Jagd näher kennenlernen mussten, überrascht es nicht zu hören, dass sich braunes Volk unter der Jägerschaft tummelt. Die Begeisterung für Waffen, die Lust am Töten, die alten (germanischen) Rituale, die Männerbündelei usw. spricht eben einen gewissen Menschentypus an. Die Jagd im heutigen Sinne wurde auch vom Nationalsozialismus im April 1938 mit dem Reichsjagdgesetz in Österreich eingeführt, mit dem obersten sogenannten Reichsjägermeister Hermann Göring als Führer. Seitdem kann sich die Jägerschaft ihre Gesetze selbst geben, weil die durch das Reichsjagdgesetz eingeführte „Weidgerechtigkeit“ noch heute nach den Landesjagdgesetzen einen gesetzesfreien Raum lässt: alles, was weidgerecht ist, ist gesetzlich erlaubt. Allerdings definiert die Jägerschaft selbst, was unter diesen Begriff fällt. Dabei wird „weidgerecht“ bis heute im Sinne des Dritten Reichs als „mannhaft“ und „ritterlich“ verstanden. Tierschutz und Mitleid mit dem Individuum spielt in der Jagd keine Rolle. Bei diesem Nazi-Sager des Jägers hat sich eben wieder gezeigt, wessen Geistes Kind nicht nur einzelne Jäger, sondern in gewissem Sinne die gesamte Jagd ist.“

27.02.2026, Wien

Second-Hand Pelz – Mode mit Mordgeschichte

Sorgt dein Vintage-Pelzmantel dafür, dass Tierqual wieder tragbar wird?

26.02.2026, Wien

VGT-Erfolg: Hernals bekommt wichtige neue Amphibien-Tunnel

Seit 7 Jahren betreut der VGT eine Amphibien-Wanderroute am Hanslteich. Ein fixes Tunnelleitsystem wird die Tiere in Zukunft nachhaltig schützen

26.02.2026, Wien

VGT-Proteste gegen SPAR Vollspaltenboden-Schweinefleisch: Montag Verhandlungstag

Da SPAR den VGT per SLAPP-Klage mundtot machen will, wurden Demos „SPARt Euch diese Tierquälerei“ wieder aufgenommen – Protest heute 11 Uhr Wien Schottengasse 6

24.02.2026, Wien

Handelsgericht Wien: Einstweilige Verfügung gegen Skandal-Schweinefabrik Hardegg

Besitzer Maximilian Hardegg darf den VGT bis zum Urteil über die Unterlassungsklage nicht mehr als „terroristische Vereinigung“ bezeichnen – noch nicht rechtskräftig

23.02.2026, Wien

Einladung zur Demonstration für Amphibientunnel in Hernals

Geplanter Tunnelbau für den Hanslteich auf wackeligen Beinen, Amphibienschützer:innen demonstrieren vor Bezirksvertretungssitzung und fordern rasche Umsetzung

20.02.2026, Salzburg

Jagdmesse Salzburg: illegale Tellereisenfallen und Abschüsse von Bären verkauft

Für Außenstehende wirkt die Mentalität der Menschen, die da als Kund:innen angesprochen werden sollen, schwerst pathologisch – Tierschutz-Demo vor dem Messegelände

19.02.2026, Wien

42* Klimaaktivist:innen angeklagt: VGT solidarisch, Klimawandel größte Bedrohung

Bei einer derart drastischen Bedrohung für uns alle sind auch drastische Aktionen gerechtfertigt – es wäre ein Verbrechen, sehenden Auges die eigenen Kinder in den Untergang zu schicken!

18.02.2026, Wien

Forschungsbericht zu neuem Schweine-Vollspaltenboden bestätigt: kaum Verbesserung

Die zu verschiedenen Parametern des Tierwohls erhobenen Vergleichszahlen zwischen Vollspaltenboden alt und neu sind ernüchternd – heute Protest vor dem Ministerrat