Teilen:

VGT präsentiert Dossier: Käfigverbot für Kaninchenhaltung

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (06.11.2007)

Wien, 06.11.2007

Tierschutz bezeichnet Ministerratsentwurf zur Tierschutzgesetznovelle bzgl. Kaninchenhaltung als völlig inakzeptabel

Tierschutz bezeichnet Ministerratsentwurf zur Tierschutzgesetznovelle bzgl. Kaninchenhaltung als völlig inakzeptabel

Hier kann man das Dossier als pdf herunterladen (3,6MB)

Kaninchen sind die letzten Nutztiere Österreichs, die noch in Käfigen leben müssen.

Seit 1998 ist die Käfighaltung für Pelztiere verboten, seit 2005 (mit Übergangsfristen) die Käfighaltung für Legehennen, die sogenannten Legebatterien. Aber auch nach dem neuen Tierschutzgesetz müssen junge Mastkaninchen in kleinen Gitterkäfigen mit weniger als zwei Drittel einer A4-Seite Platz auskommen! Die Käfige haben keine Struktur, kein weiches Stroh und einen scharfen Drahtgitterboden, der die Pfoten verletzt. Die Zustände sind so katastrophal, dass die Supermärkte nach bekannt Werden dieser Haltungsbedingungen den Verkauf von Kaninchenfleisch einstellten.

VGT-Obmann DDr. Martin Balluch kommentiert: „In unserem neuen Dossier zur Kaninchenhaltung zeigen wir, was für ein unsägliches Tierleid diese Käfige bedeuten. Die Gesellschaft duldet heute eine derartige Haltung in winzigen Käfigen nicht mehr. Es wird Zeit diese Altlast aus den 1950er Jahren ohne jedes Tierschutzgefühl ein für alle Mal abzubauen. In der Tierschutzgesetznovelle muss ein Käfigverbot für die Kaninchenhaltung stehen, ohne wenn und aber!“

Der neue Ministerratsentwurf der Regierung sieht allerdings vor, dass derartige alte Käfigbetriebe bis 1. Juli 2008 weiter gebaut und bis 2020 weiter betrieben werden dürfen. Ab dann sollen nur mehr ausgestaltete Käfige mit einer erhöhten Fläche und keinem reinen Drahtgitterboden zugelassen sein.

Dazu der VGT-Obmann: „Diese langen Übergangsfristen sind nicht nachvollziehbar. In Österreich gibt es nur 3 größere Käfigmastbetriebe von Kaninchen, und alle 3 bauen jetzt bereits auf Buchtenhaltung um, weil die Supermärkte ihnen sonst das Fleisch nicht abkaufen.
Die Tierschutzministerin verschläft in Sachen Tierschutz wieder einmal die aktuelle Entwicklung!“

Und weiter: „Es wird argumentiert, der Käfig könne nicht abgeschafft werden, weil es dazu keine kommerziell machbare Alternative in der Kaninchenmast gibt. Das stimmt nicht. In der Schweiz beweisen 2 Großfirmen, die 1000 – 1500 Kaninchen pro Woche produzieren, dass das auch mit einer Buchtenhaltung funktioniert. Dort gibt es zusätzlich gute Freilandhaltungen. In der Schweiz werden Kaninchen seit geraumer Zeit nicht mehr in Käfigen gemästet. Der VGT hat deshalb jetzt dieses Land besucht und in seinem Kaninchendossier die praktischen Erfahrungen mit der Alternativhaltung dokumentiert.

Ergebnis: Es ist den österreichischen Betrieben völlig zumutbar, sofort auf diese Haltungsformen umzusteigen. Wir brauchen ein absolutes Käfigverbot, wie es der Tierschutzsprecher der SPÖ bereits öffentlich versprochen hat, und zwar innerhalb weniger Jahre ohne lange Übergangsfristen!“

04.05.2026, Österreich

Schluss mit Vollspalten-Schweinefleisch bei SPAR

Für ein Ende des Verkaufs von Vollspaltenboden-Schweinefleisch bei SPAR

03.04.2026, Wien

Parfums ohne Tierleid: Vegane und tierversuchsfreie Düfte

Bei Düften und Parfums ist oft nicht auf den ersten Blick klar erkennbar, ob diese vegan und tierversuchsfrei sind. Häufig werden dabei tierliche Inhaltsstoffe traditionell bereits seit Jahrhunderten eingesetzt und sind Nebenprodukte von anderen Formen der Tierausbeutung, wie zum Beispiel der Jagd, der Pelzproduktion oder der Imkerei. Wir geben einen Überblick.

03.04.2026, Salzburg

VGT fordert Fütterungsplätze für Salzburgs Tauben

Während die Tauben in der Stadt Salzburg langsam und qualvoll verhungern, möchte der Magistrat den Strafrahmen des Taubenfütterns auf 1000 Euro anheben

03.04.2026, Wien/UK

Heute vor 33 Jahren VGT-Obperson Augenzeuge: Jäger in UK ermordet Tierschützer

Weil er sich wegen einer Tierschutzaktion gegen seine Jagdgesellschaft geärgert hat, fährt ein Jäger absichtlich einen Tierschützer mit dem LKW nieder und begeht Fahrerflucht

02.04.2026, Wien

VGT zeigt Kreuzweg des Schweins vor Landwirtschaftsministerium: Vollspaltenboden bleibt

Anlässlich des Osterfestes weist der VGT darauf hin, dass wir Schweinen weiterhin das gesamte Leben ohne Ablaufdatum unerträgliche Qualen zumuten

01.04.2026, Bergland

VGT fordert Exportstopp schwangerer Rinder in Tierschutz-Hochrisikostaaten wie Algerien

Tierschützer:innen demonstrieren vor Rinder-Versteigerung gegen Tiertransporte

31.03.2026, Österreich

Rinder-Versteigerungen und Tiertransporte

VGT-Aufdeckung dokumentiert groben Umgang auf Verkaufsveranstaltungen und zeigt Zusammenhang mit Hochrisiko-Exporten in Drittländer

31.03.2026, Wien

Grober Umgang mit Rindern auf Versteigerungen

Ausgangspunkt tagelanger Tiertransporte - VGT veröffentlicht aktuelle Aufnahmen von Verkaufsveranstaltungen österreichischer Rinder und kündigt Protest an