Teilen:

30%-60% aller Wildgänse haben Schrotkugeln im Körper - Gänsejäger wegen Tierquälerei angezeigt

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (23.01.2008)

Wien, 23.01.2008

Durch VGT-Recherchen bewiesen: Jäger quälen Gänse, verschmutzen Nationalpark und betreten eine verbotene Bewahrungszone

Durch VGT-Recherchen bewiesen: Jäger quälen Gänse, verschmutzen Nationalpark und betreten eine verbotene Bewahrungszone

Ende Dezember 2007 wurden Gänsejäger im Nationalpark Neusiedlersee-Seewinkel bei eklatanten Gesetzesübertretungen beobachtet. Die Nationalparkverwaltung hat sich, so scheints, mit der Jägerei im Nationalpark schon abgefunden. „Was kann man dagegen schon tun“, wurde uns achselzuckend mitgeteilt. Doch ein Nationalpark, in dem gejagt wird, kann nicht international anerkannt werden. Jeder Mensch weiß, dass in Nationalparks jegliche menschliche Nutzung unterbleiben muss, die Natur ist sich dort selbst überlassen. Nur die Jägerschaft steht wieder einmal über allen Verboten. Nur die Jägerschaft hat die Macht, Grundsätze wie das Nutzungsverbot von Nationalparknatur, zu ignorieren.

Doch der VGT hat Gänsejäger beim Betreten der verbotenen Bewahrungszone, einer Sonderschutzzone, erwischt und angezeigt. Die Jäger haben dort auch ihren gesamten Müll hinterlassen, Papier und Metall einfach achtlos weggeworfen, ihre leeren Patronenhülsen und die Patronenschachteln liegen gelassen. Das Gesetz gegen Umweltverschmutzung, insbesondere in Nationalparks, gilt aber hoffentlich auch für Jäger!

Für den VGT von besonderem Interesse ist die Tierquälerei, die die Gänsejäger zu verantworten haben

Zwar ist die Jagd aus dem Tierschutzgesetz ausgenommen, aber das Tierquälereiverbot nach dem Strafgesetz gilt auch für die Jägerschaft. Biologen und Jagdexperten bestätigen, dass bei einem Schrotschuss auf über 40 m Distanz maximal ein Schrotkügelchen einen fliegenden Vogel noch treffen kann, weil die Schrotgarbe derartig streut. Eine einzelne Schrotkugel kann aber keinen Vogel töten. Zusätzlich haben Gänse ein besonders widerstandsfähiges Gefieder, das auf Schussdistanzen von 40 m sowieso eine Tötung des Vogels verhindert.

Daher ist jeder Schrotschuss von 40 m Distanz oder mehr auf einen Vogel, insbesondere eine Gans, reine Tierquälerei! So ein Schuss kann nicht töten, sondern nur verletzen!

Alle beobachteten Jäger haben aber sogar auf 60 m Distanz überfliegende Gänse beschossen! So erklärt sich, was der Biologe Peter Iwaniewicz in einem Buch über heimische Wildtiere festhält: „In verschiedenen Studien hat man bei 30 bis 60 % der Wildgänse Blei im Körper festgestellt, das sich im Körper der Vögel auf ihrer Zugstrecke angesammelt hat.“

Derselbe Autor kommentiert die Ausrede der Jägerschaft, dass die Wildgänse die Felder überweiden könnten, mit folgenden Worten: „Die Gänse werden durch den Jagddruck scheu und ziehen stärker umher. Dadurch benötigen sie mehr Nahrung, die sie nun auf Grund größerer Abstände zu den Siedlungen einer kleineren Fläche entnehmen müssen. Erst dadurch entstehen jene Überweidungsschäden, die man durch den Abschuss in den Griff bekommen wollte.“

23.04.2026, Wien

Geheime Grausamkeit - Wer versteckt die "Versuchstiere"?

Der 24. April ist der Welttag für Versuchstiere: Allein in Österreich leiden und sterben hunderttausende Tiere jedes Jahr für Tierversuche. Kontrollen und Transparenz fehlen.

22.04.2026, Wien

Tierversuche als Staatsgeheimnis: Einladung

Anlässlich des Welttags für Versuchstiere am 24. April fragt der VGT: Wer hält die Tiere versteckt?

22.04.2026, Salzburg

Mahnwache für Stadttauben vor dem Salzburger Schloss Mirabell

Um die 30 Salzburger:innen versammeln sich heute vor dem Sitz der Salzburger Stadtregierung, um auf das Leid der Stadttauben aufmerksam zu machen.

21.04.2026, Wien

Großes Interesse bei den Tierrechtstagen in Wien

Mit 80 Teilnehmer:innen beging der VGT letztes Wochenende die Tierrechtstage in Wien Das große Interesse zeugt davon, dass der brutale Umgang mit Tieren in Tierfabriken längst schon der Vergangenheit angehören sollte.

17.04.2026, Salzburg

Tauben hungern – auch wenn Stadt Salzburg es weiterhin leugnet

Tote Tauben mit Körnerfutter im Kropf zeigen nicht, dass sie genug Futter in der Stadt finden, sondern eher durch Futter von Privatpersonen vor dem Hungertod bewahrt wurden

16.04.2026, Wien/Dänemark

VGT präsentiert neues Videomaterial von Vollspaltenboden Mindeststandard ab 2034/2038

Neue Aufnahmen aus Dänemark, dem größten Schweineproduzenten Europas, wo der Österreichische Mindeststandard ab 2034/2038 bereits seit 2015 gilt, zeigen unendliches Tierleid

16.04.2026, Wien

Tierschutz-Aktion zum "Muttertag"

Am 8. Mai zeigen Tierschützer:innen von VGT und Vienna Animal Save die Ausbeutung von Tiermüttern auf.

14.04.2026, Wien

Wiener Vegan Ball 2026

Am 11. April hieß es wieder „Alles Walzer!“ im Hilton Vienna Park.