Teilen:

Illegale Fasanjagd polizeilich beendet

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (04.11.2008)

Wien, 04.11.2008

Schon wieder illegales Aussetzen gezüchteter Fasane dokumentiert – Jäger schießen in Richtung der TierschützerInnen

Schon wieder illegales Aussetzen gezüchteter Fasane dokumentiert – Jäger schießen in Richtung der TierschützerInnen

Durch den Einfluss der Jagdlobby ist das Aussetzen gezüchteter Tiere für den Jagdspaß entgegen dem Willen der Bevölkerung weiterhin erlaubt – die Jagd wurde aus dem Tierschutzgesetz ausgenommen.

Dennoch ist es verboten, die Zuchttiere unmittelbar vor dem Abschuss auszusetzen.

Nach dem steiermärkischen Jagdgesetz §58 (2) 14 ist das Aussetzen der Tiere während der Schusszeit oder innerhalb von 4 Wochen vor der Jagd verboten. Die Jägerschaft möchte die teuer gekauften Zuchtfasane, die in der Wildnis gar nicht lebensfähig sind, aber nicht an die Füchse „verlieren“. Daher wird vom Tierschutz immer wieder beobachtet, dass es für die Jägerschaft völlig normal ist, dieses Gesetz zu ignorieren und die hilflosen Zuchttiere direkt vor der Treibjagd zum Abschuss aus dem Gehege zu nehmen.

So auch am 2. November 2008 in Eggersdorf bei Graz. Nach einem anonymen Hinweis dokumentierten TierschützerInnen am Nachmittag des 1. November, dass die Fasanvoliere im Jagdrevier voll besetzt war. Am 2. November um 7:30 Uhr früh waren aber die Volierentore offen und die Treibjagd begann kurz darauf. Die TierschützerInnen holten sofort die Polizei und zeigten die illegalen Machenschaften der JägerInnen an. Diese reagierten – wie immer – gereizt und aggressiv, schossen in Richtung der jagdfremden Personen auf fliehende Zuchttiere und versperrten den AktivistInnen auf öffentlichen Wegen den Zugang, um das Dokumentieren der illegalen Jagd zu verhindern. Am Nachmittag dann die Entscheidung: die Polizei brach die gesetzwidrige Jagd ab.

Wie immer unter derartigen Umständen die Reaktion der Jägerschaft: die Voliere sei von TierschützerInnen geöffnet worden. Abgesehen davon werde man die Anzeigerin wegen Besitzstörung klagen.

VGT-Obmann DDr. Martin Balluch kommentiert: „Die Jägerschaft, zu der leider oft auch die BehördenvertreterInnen wie Bürgermeister oder Bezirkshauptleute, sowie Polizeichefs und sogar BezirksrichterInnen gehören, meint, sie stehe über dem Gesetz. Immer und immer wieder beobachten wir dasselbe Szenario: illegale Machenschaften werden frech lächelnd offen durchgeführt, und wenn TierschützerInnen die Gesetzesbrüche dokumentieren und anzeigen, dann wird mit Gewalt reagiert und oft noch behauptet, dass die TierschützerInnen die eigentlichen TierquälerInnen wären. Wegen der Verhinderung des Abschusses illegal ausgesetzter Zuchtfasane wurde ich einmal sogar von der BH Tulln in erster Instanz wegen Tierquälerei zu 550 Euro Strafe verurteilt! Erst die zweite Instanz machte dem Spuk ein Ende und sprach mich frei.“

 

09.10.2026, Wien

Urteil im SPAR-SLAPP gegen den VGT beweist: Vollspaltenboden ist Tierquälerei

Zusätzlich hat die Richterin mit Bezug zum OGH zahlreiche Klagspunkte von SPAR zurückgewiesen und dadurch die Klage als SLAPP entlarvt

08.10.2026, Wien

Der Schweine-Vollspaltenboden muss weg: VGT-Demos bei Parteizentralen in Wien

Mit Zitat aus dem Tierschutzgesetz, nach dem jetzt ein neuer Mindeststandard in der Schweinehaltung beschlossen werden muss, erinnert der VGT die Regierung an ihre Verantwortung

07.10.2026, Wien

VGT-Aktion: Tintenfische schützen, nicht essen

Morgen ist Welt-Oktopus-Tag. Brutale Methoden beim Fang sind weithin unbekannt

06.10.2026, Wien

Handelsgericht urteilt in SPAR-Klage gegen VGT: SLAPP weitgehend bekräftigt

Richterin bestätigt OGH-Urteil und 6 Verbote der EV zu Schweine-Vollspalten, verbietet dem VGT aber zusätzlich, wissenschaftliche Studien zu Mortalität und Tierwohl-Preisen zu zitieren

06.10.2026, Wien

Welt-Oktopus-Tag: VGT-Aktion am Stephansplatz

Tierschutz-Aktion in Wien soll tierquälerische Aspekte bei der Fischerei von Tintenfischen in den Fokus rücken

05.10.2026, Wien/Neutillmitisch(Stmk.)

VGT kritisiert Greenwashing bei Insekten-Hundefutter

Neue Studie stellt Umweltvorteile von Insektenprotein in Frage

01.10.2026, Wien

VGT vor dem Landwirtschaftsministerium: nicht vergessen, Schweine brauchen Stroh

Jahr 2026 neigt sich dem Ende zu: laut Tierschutzgesetz MUSS 2027 ein neuer Mindeststandard in der Schweinehaltung festgelegt werden!

29.09.2026, Wien

Freudentag für Kröten: Baubeginn Amphibienschutztunnel Hanslteich

1. Bauphase eingeleitet: VGT erfreut über rasche Durchführung