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Graz aktiv: Kastenstände müssen abgeschafft werden!

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (04.05.2011)

Wien, 04.05.2011

Trotz angekündigten Regens fanden sich am 29. April wieder motivierte AktivistInnen des VGT Graz beim Grazer Hauptplatz ein, um die interessierte Öffentlichkeit über die Tierausbeutung in Österreich und allgemein tierrechtliche Themen zu informieren

Trotz angekündigten Regens fanden sich am 29. April wieder motivierte AktivistInnen des VGT Graz beim Grazer Hauptplatz ein, um die interessierte Öffentlichkeit über die Tierausbeutung in Österreich und allgemein tierrechtliche Themen zu informieren

Im Zentrum stand, wie auch in den letzten Wochen, das Thema Kastenstand. Viele PassantInnen waren sichtlich geschockt, dass so intelligente und neugierige Tiere wie Schweine noch immer in Käfigen gehalten werden dürfen. Entsetzt zeigten sie sich auch über die Zustände in Österreichs Schweinebetrieben, abseits von der Kastenstandproblematik. Wenig verwunderlich, wenn einem vor Augen gehalten wird, welcher Prozedur sich fühlende Lebewesen unterwerfen müssen, bis sie schließlich als Stück Fleisch auf dem Teller des unbedachten Konsumenten landen. Bilder von betäubungsloser Kastration, dem Abschneiden der Schwänze und Stutzen der Zähne, alles ohne Schmerzausschaltung, gaben den PassantInnen einen ungefähren Eindruck davon.

Intensive Gespräche mit der Bevölkerung

Viel Interesse von sich aus, zeigten die PassantInnen auch am Veganismus allgemein. Viele bemerkten im Gespräch schnell, dass der vegetarische Gedanke unweigerlich zum Veganismus führt, also zum Verzicht auf jegliche tierische Produkte. Einige zeigten sich tief berührt von der Situation der sogenannten Nutztiere, wie sie täglich untragbaren Zuständen ausgesetzt sind, um die Kühlregale der Supermärkte mit Fleisch, Milch und Eiern zu füllen. Jemand erzählte uns sogar wie traurig ihn es jetzt noch macht, wenn er an die Schlachtungen zurück denkt, die er früher als Kind miterleben musste. Er erzählte uns, dass er immer wieder die scharfen Messer versteckte, in der Hoffnung, den Tieren damit das Leben retten zu können. Dass auch die österreichischen Jugendlichen sich der Problematik der Tierhaltung bewusst sind, war heute gut ersichtlich. Eine ganze Klasse älterer SchülerInnen diskutierte mit den VGT-AktivistInnen, in einer konstruktiven Unterhaltung, über die praktischen Konsequenzen der Tierausbeutung und die ethischen Überlegungen hinter dem Vegetarismus und Veganismus. Viele erklärten dabei stolz wie lange sie schon vegetarisch seien. Diese Diskussion wird sich jedenfalls sicherlich abseits des VGT-Infotisches fortsetzen.

Tierschutzprozess bewegt die Bevölkerung

Ein weiteres aktuelles Thema, das vor allem von außen auf uns zugetragen wurde, war der Tierschützerprozess. Einige fragten wie lange er noch ginge, wie das Urteil wahrscheinlich aussehen wird und wie es den Angeklagten gehe. Eines hatten alle jedoch gleich, nämlich das Entsetzen über das kriminalisierende Vorgehen von Justiz und Soko und wie hierbei gesellschaftspolitisches Engagement unterdrückt wird.

Tage wie diese zeigen aber, dass der Tierrechtsgedanke trotzt staatlicher Repression Anklang findet

Ältere Menschen beginnen traditionell hergebrachtes Gedankengut zu überdenken und jüngere Menschen bilden sich eine eigene Meinung über die Nutzung von Tieren. So zeichnet sich immer mehr das Bild ab, von einer Gesellschaft in der sich die Menschen mehr und mehr Gedanken darüber machen, woher Fleisch, Milch und Eier auf ihrem Tisch kommen, und auch welchen Einfluss sie selbst auf die Situation der ausgebeuteten Tiere haben. Mit diesem Wissen und dem Gedanken

„Wer, wenn nicht wir,
wann, wenn nicht jetzt?“

blicken die VGT-AktivistInnen motiviert den nächsten Aktionen entgegen.

Informationen zu Aktivitäten in der Steiermark: Email: David.Richter@vgt.at

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