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Ponykarussell – das Leid der Tiere dreht sich weiter

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (14.03.2012)

Wien, 14.03.2012

Großer Kirtag in Uttendorf OÖ, Pony über viele Stunden in Lastwagen angehängt

Großer Kirtag in Uttendorf OÖ, Pony über viele Stunden in Lastwagen angehängt

Feste und Vergnügen sind wichtige Bestandteile des menschlichen Daseins. Dass ein Vergnügen, das auf Kosten von wehrlosen Tieren basiert, aber keines sein kann, sollte in einer Zeit, in dem der Stellenwert des Tieres als Mitgeschöpf einen immer festeren Bestandteil in unserem Bewusstsein erhält, eine Selbstverständlichkeit sein. Doch leider verschließen davor einige Menschen immer noch ihre Augen und teilweise auch ihr Mitgefühl. Behörden erteilen Bewilligungen für Ponykarusselle, für die es in Zeiten der totalen Technisierung schon lange keine Notwendigkeit mehr gibt.

Vergangenes Wochenende fand ein Kirtag in Uttendorf statt. Und auch hier war ein Ponykarussell mit dabei. Ein Pony blieb allerdings abseits des Trubels alleine am Parkplatz zurück. Offensichtlich wurde es nur als „Ersatztier“ mitgenommen. Aufmerksame BesucherInnen beobachteten über einen Zeitraum von drei Stunden, dass dieses Tier in dem Transportfahrzeug an einem kurzen Seil angebunden gehalten wurde. In dem Transportfahrzeug gab es weder Tränken noch Futter für das Tier auch war der Strick so kurz, sodass es sich nur schwer am Rücken putzen konnte.

Seit dem Jahr 2010 ist die Anbindehaltung von Pferden verboten. Equiden dürfen nur vorübergehend für Pflegemaßnahmen angebunden werden.

Der Verein Gegen Tierfabriken hat Anzeige erstattet.

Ponykarussell im Wiener Prater

Diese Einrichtung ist seit vielen Jahren TierschützerInnen ein Dorn im Auge. Zig Male wurde auf- und angezeigt, dass die HalterInnen nicht die geforderten, amtlichen Auflagen erfüllen und die Tiere z.B. rechtzeitig auswechseln. Trotz den vielen bekannten tierschutzrelevanten Problemen bekommen die BetreiberInnen jedes Jahr wieder die Bewilligungen.

Die zuständigen Personen von Traun haben die Bedenken und Proteste besorgter BewohnerInnen ernst genommen und dem angekündigten Ponykarussell keine Bewilligung erteilt. Dieses vorbildhafte Vorgehen nahm der VGT zum Anlass auch den Wiener Bürgermeister ein weiteres Mal um Hilfe zu bitten. In einem Schreiben listete der VGT tierschutzrelevante Probleme dieser Einrichtung auf und fordert ihn auf, sich für einen tierschutzfreundlichen Prater einzusetzen.

Das Antwortschreiben ist noch nicht bei uns eingetroffen.

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