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News aus dem Tierparadies

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (16.04.2013)

Wien, 16.04.2013

Tierparadies Schabenreith startet Katzenkastrationsprojekt und erinnert an die gesetzliche Kastrationspflicht

Frühjahrszeit ist Katzennachwuchszeit. Damit die leidvolle Problematik rund um das Thema Streunerkatzen nachhaltig gelöst werden kann, wird der Verein Tierparadies Schabenreith auch in diesem Jahr ein Streunerkastrationsprojekt durchführen. Finanzielle Unterstützung erhält der Verein von der Oberösterreichischen Landesregierung.

Für Katzen mit Zugang ins Freie besteht die gesetzliche Kastrationspflicht bereits seit dem Jahr 2005 als das Bundestierschutzgesetz in Kraft getreten ist. Leider gibt es nach wie vor sehr viele Katzenhalter, die dieser Pflicht nicht nachkommen und somit unnötiges Tierleid verursachen. Vor allem in landwirtschaftlichen Betrieben wird sich regelrecht dagegen gewehrt. Nach wie vor kursiert das Gerücht, kastrierte Katzen würden keine Mäuse mehr fangen oder eine Katze sollte zumindest ein Mal Nachwuchs bekommen. Dabei sind derartige Ansichten längst überholt. Eine Investition in die Kastration einer Katze ist zugleich eine Investition in ihre Gesundheit.

Ungewolltem Katzennachwuchs wird sich sehr oft auf unschöne Weise entledigt. Sie werden ertränkt, erschlagen oder auf andere grausame Weise getötet. Auch das widerspricht wiederum dem Tierschutzgesetz, da es gemäß §6 Absatz 1 verboten ist, ein Tier ohne vernünftigen Grund zu töten.

Katzen, die am Bauernhof nicht genug Futter finden, wandern ab, verwildern und werden zu Streunern. Diese sind dem ständigen Kampf ums Überleben und Revierkämpfen ausgesetzt und eine weitere unkontrollierte Vermehrung setzt sich fort. Statistiken belegen, dass aus nur einem Katzenpaar mit 3 Jungen innerhalb von 2 Jahren 66 Katzen werden. Diese Zahl steigt innerhalb weniger Jahren in die Tausende. Nicht nur im Tierparadies Schabenreith ist das Platzangebot für Katzen am Limit. Österreichs Tierheime platzen aus allen Nähten und die finanzielle Belastung für die Versorgung der Tiere wäre ohne Spenden von Privatpersonen kaum zu bewältigen.

Ing. Harald Hofner, Obmann des Vereins appelliert an die Bevölkerung rund um Kirchdorf an der Krems: „Melden Sie uns Katzenpopulationen in der Region und helfen Sie so mit, dass die unkontrollierte Vermehrung gestoppt wird und die Tiere medizinische Versorgung erhalten!“ Die eingefangenen Katzen werden kastriert, gechipt und geimpft und, sofern es ihr gesundheitlicher Zustand zulässt, wieder am Ursprungsort freigelassen. Meldungen bitte an office@tierparadies.at bzw. Doris Hofner-Foltin 0699 12 73 41 14.

Im Tierparadies Schabenreith finden verletzte, kranke, schwer misshandelte, alte und ausgesetzte Tiere Zuflucht. Sie können sich erholen und ein ihrem Wesen entsprechendes, glückliches Leben führen. Etwa 350 Tiere tummeln sich auf dem 9 Hektar großen Gelände.

Verein Tierparadies Schabenreith, 4562 Steinbach am Ziehberg 23, www.tierparadies.at

www.tierparadies.at/bewohner

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