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Nach 3 Stunden VGT-Besetzung der Käfig-Bodenhaltung: Amtstierarztkontrolle

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (10.04.2014)

Illensdorf, 10.04.2014

Besitzer sagte vor laufender Kamera, dass er die Hühner eingesperrt hatte - Polizei drängte auf Ende der Besetzung

Besitzer sagte vor laufender Kamera, dass er die Hühner eingesperrt hatte - Polizei drängte auf Ende der Besetzung

Zur Fotogalerie: AMA-Bodenhaltung mit Käigen

Die 40 TierschützerInnen des VGT blockierten die Einfahrt in den AMA-Bodenhaltungsbetrieb mit Käfighaltung für 20.000 Legehennen. Zwar zeigte sich der Besitzer des Betriebs kooperativ und ließ die AktivistInnen in die Halle schauen - tatsächlich wurden die Hühner aus den Käfigen gelassen und bevölkerten die Gänge zwischen den Käfigreihen - doch er gab vor laufenden Kameras zu, dass die Tiere vorher eingesperrt waren. Aber er dürfe das. Allerdings wurde nicht klar, auf Basis welcher Ausnahmegenehmigung. Auch die AMA reagierte auf die Vorwürfe und meinte, sie habe zwar beschlossen, die Türen in derartigen Käfigaufstallungen in der Bodenhaltung zu blombieren, damit sie nicht geschlossen werden können, doch manche Betriebe würden davon ausgenommen. Der Besitzer behauptete, die AMA-Kontrolle habe erst vor 4 Wochen stattgefunden, doch ein Sprecher der AMA dementierte das.

Unterdessen sind 2 AmtstierärztInnen der BH Hartberg am Betrieb erschienen. Sie nahmen die Anzeige der TierschützerInnen mit den Beweisfotos der geschlossenen Käfigtüren auf. Danach fand eine Kontrolle des Betriebs auf Anweisung des Bezirkshauptmanns statt. Daraufhin drängte schon die Polizei die Blockade aufzulösen, doch die TierschützerInnen wollten bleiben, bis die amtstierärztliche Kontrolle abgeschlossen war und ein Ergebnis erbracht hatte.

VGT-Obmann Martin Balluch: ,,Wir fordern Tierschutzminister Alois Stöger auf, hier endlich etwas zu unternehmen. Aufstallungen dieser Art sind keine Bodenhaltung und müsssen gesetzlich ausgeschlossen werden. Weder haben die KonsumentInnen dafür Verständnis, noch ist das vom Standpunkt des Tierschutzes tragbar. Dieser Betrieb hat seine Käfigreihen in einer der Hallen völlig neu installiert. Das sind keine alten Betriebe, sondern völlig neue! Das Legebatterieverbot reicht nicht, es muss auch in der Bodenhaltung nachgebessert werden! Auch offene Käfige sind Käfige!"

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