Teilen:

Tierische WM-Orakel: Spaß oder Tierquälerei?

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (20.06.2014)

Wien, 20.06.2014

Mit der Weltmeisterschaft 2010 fing es an: Krake Paul wurde als Orakel eingesetzt und sagte den Ausgang aller Spiele richtig vor. Danach ging der Rummel um die tierischen WM-Orakel richtig los. Doch was steckt dahinter, ist es nur etwas Spaß oder doch Tierquälerei?

Mit der Weltmeisterschaft 2010 fing es an: Krake Paul wurde als Orakel eingesetzt und sagte den Ausgang aller Spiele richtig vor. Danach ging der Rummel um die tierischen WM-Orakel richtig los. Doch was steckt dahinter, ist es nur etwas Spaß oder doch Tierquälerei?

Krake Paul lebt mittlerweile nicht mehr, hat jedoch zahlreiche Nachfolger. Aktuell werden bei der diesjährigen Weltmeisterschaft einige Tier-Orakel eingesetzt wie z.B.: Gürteltiere, Schildkröten, Pinguine oder Elefanten. Die entsprechenden Tiere werden meist von Zoos zur Verfügung gestellt. Die Vermutung liegt dabei nahe, dass sich Zoos dadurch in ein positiveres Licht rücken möchten und sich durch die Tierorakel mehr BesucherInnen erhoffen.

Ein gekonntes Ablenkungsmanöver

Es lässt sich kaum daran zweifeln, dass ein Krake oder ein Elefant der den Ausgang von WM-Spielen vorhersehen kann, bei Fußball-Fans auf Begeisterung stößt. Doch wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten. Da es sich bei den Orakeln um Zootiere handelt, fristen sie ein Leben in Gefangenschaft. Viel zu kleine Gehege, permanenter Stress durch Besucherströme, Langeweile und viele weitere Probleme können mit einer artgerechten Haltung nicht vereinbart werden; denn artgerecht ist nur die Freiheit. Zudem dürfen Tiere nicht als Marketing-Gag missbraucht werden!

Tier-Orakel Verbot in China

Im Jahr 2002 schaffte es auch China bei der Weltmeisterschaft mitzuwirken. Für die Unterhaltung der Fans sollte ein Tier-Orakel mit Pandabären sorgen, die beispielsweise Rennen gegeneinander antreten oder auf beflaggte Bäume klettern sollten. Obwohl in China Tierschutz oftmals auf der Strecke bleibt, zeigte sich das Land in diesem Fall hartnäckig! Das chinesische Erhaltungs- und Forschungszentrum für Pandabären war sich mit den Behördern einig, dass der Medientrubel und die vielen Zuschauer, die Tiere in zu viel Stress versetzen würden und verboten das Tier-Orakel.

Was kann ich tun?

  • Meiden sie Zoos (v.a. auch jetzt während der WM um ein Zeichen zu setzen)

  • Beobachten Sie stattdessen Tiere in ihrer natürlichen Umgebung

  • Klären Sie Freunde und Bekannte über die Problematik auf

13.10.2026, Wien/EU

85 % der Österreicher:innen fordern rasches Ende der Käfighaltung

Ein Großteil der Österreicher:innen will bis 2035 ein EU-weites Ende der Käfighaltung von Legehennen. Die Industrie pocht auf eine Übergangsfrist bis 2045.

09.10.2026, Wien

Urteil im SPAR-SLAPP gegen den VGT beweist: Vollspaltenboden ist Tierquälerei

Zusätzlich hat die Richterin mit Bezug zum OGH zahlreiche Klagspunkte von SPAR zurückgewiesen und dadurch die Klage als SLAPP entlarvt

08.10.2026, Wien

Der Schweine-Vollspaltenboden muss weg: VGT-Demos bei Parteizentralen in Wien

Mit Zitat aus dem Tierschutzgesetz, nach dem jetzt ein neuer Mindeststandard in der Schweinehaltung beschlossen werden muss, erinnert der VGT die Regierung an ihre Verantwortung

07.10.2026, Wien

VGT-Aktion: Tintenfische schützen, nicht essen

Morgen ist Welt-Oktopus-Tag. Brutale Methoden beim Fang sind weithin unbekannt

06.10.2026, Wien

Handelsgericht urteilt in SPAR-Klage gegen VGT: SLAPP weitgehend bekräftigt

Richterin bestätigt OGH-Urteil und 6 Verbote der EV zu Schweine-Vollspalten, verbietet dem VGT aber zusätzlich, wissenschaftliche Studien zu Mortalität und Tierwohl-Preisen zu zitieren

06.10.2026, Wien

Welt-Oktopus-Tag: VGT-Aktion am Stephansplatz

Tierschutz-Aktion in Wien soll tierquälerische Aspekte bei der Fischerei von Tintenfischen in den Fokus rücken

05.10.2026, Wien/Neutillmitisch(Stmk.)

VGT kritisiert Greenwashing bei Insekten-Hundefutter

Neue Studie stellt Umweltvorteile von Insektenprotein in Frage

01.10.2026, Wien

VGT vor dem Landwirtschaftsministerium: nicht vergessen, Schweine brauchen Stroh

Jahr 2026 neigt sich dem Ende zu: laut Tierschutzgesetz MUSS 2027 ein neuer Mindeststandard in der Schweinehaltung festgelegt werden!