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Ice Bucket Challenge: Spenden gehen an grausame Tierversuche

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (03.09.2014)

Wien, 03.09.2014

Videos der Ice Bucket Challenge, in denen sich Promis, Politiker und viele andere Menschen einen Kübel Eiswasser über den Kopf schütten, kursieren in den sozialen Netzwerken und finden große Aufmerksamkeit. Was vermeintlich einem guten Zweck dient, finanziert jedoch sinnlose und grausame Tierversuche.

Videos der Ice Bucket Challenge, in denen sich Promis, Politiker und viele andere Menschen einen Kübel Eiswasser über den Kopf schütten, kursieren in den sozialen Netzwerken und finden große Aufmerksamkeit. Was vermeintlich einem guten Zweck dient, finanziert jedoch sinnlose und grausame Tierversuche.

Die ,,Ice Bucket Challenge" soll mit der aufsehenerregenden Aktion Spendengelder für die ALS-Forschung gewinnen. Nominierte Personen müssen sich entweder einen Kübel Eiswasser über den Kopf schütten oder an die Organisation ,,ALS Association" spenden. Die letzten Wochen haben gezeigt, was soziale Medien bewirken können. Videos von Promis und anderen Menschen, die sich mit Eiswasser übergossen, wurden viral. Innerhalb kürzester Zeit konnten über 90 Millionen Dollar an Spendengeldern gesammelt werden.

ALS ist die äußerst seltene und schwere Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose. Es handelt sich dabei um eine degenerative Nervenerkrankung, die nur beim Menschen vorkommt und momentan nicht heilbar ist. Sie führt zu Muskellähmungen und in weiterer Folge zum Tod, oft infolge einer Lungenentzündung.

Grausame Tierversuche in der ALS-Forschung

Es ist bekannt, dass die ALS Association ihre Forschungstätigkeit mithilfe von Tierversuchen betreibt. Dazu werden in erster Linie Mäuse und Ratten verwendet die durch Genmanipulation ähnliche Krankheitssymptome aufweisen sollen wie ALS-Patienten. Die Tiere sterben qualvoll an den fortschreitenden Lähmungserscheinungen.

Bei der Untersuchung der Wirkstoffe wird nicht nur auf Mäuse und Ratten zurückgegriffen, sondern auch auf Affen. Den Tieren werden in qualvollen Versuchen Stromstöße versetzt und diverse potentielle Wirkstoffe und Viren ins Gehirn injiziert. Alle Tiere, die nicht während dem Tierversuch sterben, werden am Schluss getötet.

Sind Tierversuche auf den Menschen übertragbar?

Edith Sichtar vom Verein Gegen Tierfabriken dazu: ,,Ergebnisse aus Tierversuchen müssen kritisch betrachtet werden, da der Organismus eines Tieres nie exakt den eines Menschen widerspiegeln kann. Speziell in der ALS-Forschung sprechen sich viele Ärzte, Experten und NGO's wie z.B. Ärzte gegen Tierversuche ganz klar gegen die Tierversuche aus." Trotz der jahrelangen Tests wurde bis heute kein effektives Heilmittel zur Behandlung von ALS gefunden. Das liegt zum Teil daran, dass über 90% der Medikamente, die im Tierversuch gute Ergebnisse liefern, sich beim Menschen als unwirksam zeigen.

Viel sinnvoller wäre es, von dem ineffektiven System der Tierversuche abzulassen und in tierleidfreie und moderne Forschungsmethoden zu investieren, wie zum Beispiel die Erforschung von Motoneuronen, die direkt aus der Haut der ALS PatientInnen gewonnen werden. Bei der Erforschung der menschlichen Motoneuronen konnten bereits Wirkungen beobachtet werden, die im Tierversuch nicht vorkommen.

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