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Welternährungstag: Was hat Fleisch mit dem Welthunger zu tun?

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (16.10.2014)

Wien, 16.10.2014

Der Welternährungstag wurde 1979 von der FAO eingeführt, um an die Problematik des Welthungers zu erinnern. Doch wie steht der Fleischkonsum der westlichen Länder mit der Hungerproblematik der Entwicklungsländer in Verbindung?

Weltweit leiden über 1 Milliarde Menschen an Hunger, davon sterben jährlich etwa 9 Millionen. Das entspricht einem Todesfall alle 3 Sekunden.

Heutzutage lebt der Großteil der hungernden Menschen in Gebieten, in denen ein Nahrungsmittelüberschuss produziert wird. Die Ursache des Hungers ist daher nicht die mangelnde Produktion, sondern die ungerechte Verteilung der Nahrung. Die Wegwerfmentalität der Industrienationen ist den meisten wohl schon bekannt. Laut Berechnungen der UN werden pro Jahr etwa 1,3 Milliarden Tonnen Nahrungsmittel weggeworfen. Davon 300 Millionen Tonnen jährlich von Industrienationen. Mit dieser Menge ließen sich alle hungernden Menschen ernähren.

Was weit weniger bekannt ist: Der übermäßige Konsum an tierlichen Lebensmitteln wie Fleisch, Milchprodukten oder Eiern ist ebenfalls maßgeblich an der Problematik des Welthungers beteiligt. Denn 90% der weltweiten Sojaernte und die Hälfte der weltweiten Getreideernte verspeisen "Nutztiere". Die pflanzlichen Lebensmittel werden in großen Mengen in Entwicklungsländern angebaut und nach Europa oder in die USA exportiert, um hier die "Nutztiere" in den Massentierhaltungen zu ernähren. Allein die Tiere in Österreich vertilgen jedes Jahr 570 000 Tonnen Sojaschrot und 100 000 Tonnen Sojabohnen. Der Großteil davon ist gentechnisch verändert und kommt aus Argentinien oder Brasilien.

Tierliche Produkte, insbesondere Fleisch sind im Bezug auf die verbrauchten Ressourcen sehr ineffizient. Für die Erzeugung von nur 1 kg Fleisch sind je nach Tierart bis zu 16 kg pflanzlicher Nahrung und 10 - 20 Tonnen (10.000 - 20.000 Liter!) Wasser notwendig.

Ein Kilo Fleisch kann nur 2-4 Personen ernähren, hingegen kann man mit 16 kg Kartoffeln ungefähr 80 Personen verköstigen. Diese Überlegung verdeutlicht, dass Albert Einstein schon vor Jahrzehnten Recht behalten hatte, als er meinte: ,,Nichts wird die Chance auf ein Überleben auf der Erde so steigern wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung."

Vegane Ernährung - aber wie?

Mittlerweile ist es sehr einfach sich vegan zu ernähren, da diese Ernährungsform immer mehr Aufmerksamkeit gewinnt. Rein pflanzliche Alternativen finden sich in fast jedem Supermarkt und Restaurants führen immer öfter vegane Speisen im Menu.

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