Teilen:

Anzeigen gegen Mensdorff-Pouilly: Bestrafung Tierquälerei und Jagdscheinentzug gefordert

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (06.10.2015)

Wien, 06.10.2015

Das Aussetzen gezüchteter Vögel in Kisten, der Transport, das Hetzen der Hunde auf die zahmen Tiere und die mutwillige Tötung erfüllen § 222 Tierquälerei, meint der VGT

Bereits Ende September 2015 hatte der VGT den Umstand zur Anzeige gebracht, dass Alfons Mensdorff-Pouilly tausende Fasane und Rebhühner in Volieren hält. Nach Mitte September darf man diese Tiere im Burgenland nicht mehr zur Jagd aussetzen. Die BH schritt nicht ein und so konnte Mensdorff-Pouilly am 3. Oktober ungehindert Rebhühner aus seinen Volieren in kleine Kisten stopfen lassen, die dann im Jagdrevier aufgestellt wurden. Der VGT hat nun sämtliche Beweise der Staatsanwaltschaft Eisenstadt übergeben. Durch das Vorgehen von Mensdorff-Pouilly am 3. Oktober sind etwa 800 Rebhühner mutwillig großen Qualen ausgesetzt worden. Dazu gehört nicht nur das Stopfen in die kleinen Kisten und der Tiertransport, sondern auch das Aussetzen von Tieren, die in der Freiheit unfähig zu leben sind, und das Hetzen von Hunden auf die zahmen Wesen.

Diese Rebhühner wurden ohne guten Grund so behandelt und insbesondere getötet. Hätte Mensdorff-Pouilly die Tiere einfach töten und verwerten wollen, hätte er das sofort tun können, seine Jagdhelfer hatten die Tiere ja bereits in der Hand. Er ließ sie aber transportieren, in Kisten aussetzen und von Hunden hetzen. Viele starben bereits in ihren kleinen Gefängnissen oder wurden sofort von Füchsen gerissen. Der VGT fordert jetzt daher nicht nur die Bestrafung des Beschuldigten vor Gericht, sondern beantragt auch bei der Burgenländischen Landesjägerschaft den Entzug des Jagdscheins. Für genau ein solches Fehlverhalten sind Disziplinarverfahren vorgesehen. Die entsprechenden Anzeigen finden sich hier im vollen Wortlaut: www.martinballuch.com/anzeigen-gegen-alfons-mensdorff-pouilly

VGT-Obmann Martin Balluch ist erbost: „Mensdorff-Pouilly meint offenbar, über dem Gesetz zu stehen. Jetzt wird sich weisen, ob wir in einem Rechtsstaat leben. Die Vögel in den Volieren müssen beschlagnahmt und er wegen Tierquälerei verurteilt werden. Wir dürfen gespannt sein, ob der Burgenländische Jagdverband das Rückgrat hat, ihm den Jagdschein zu entziehen. Nur das könnte ihn stoppen, hat er doch bereits im Standard verkündet, dass er bei einem Verbot einfach in Ungarn und Rumänien weitermachen will. Der ganze Vorfall beweist, dass das Aussetzen gezüchteter Vögel für die Jagd absolut gar nichts mit der Stabilisierung von Niederwildpopulationen zu tun hat, wie uns Landesrätin Verena Dunst weismachen will, sondern dass es hier nur um den infantilen Spaß einiger weniger Menschen geht, die offenbar zu viel Geld und Zeit haben.“

23.04.2026, Wien

Geheime Grausamkeit - Wer versteckt die "Versuchstiere"?

Der 24. April ist der Welttag für Versuchstiere: Allein in Österreich leiden und sterben hunderttausende Tiere jedes Jahr für Tierversuche. Kontrollen und Transparenz fehlen.

23.04.2026, Wien

Nach Anfragen Informationsfreiheitsgesetz: Tierversuche sollen Staatsgeheimnis bleiben

Keine inhaltlichen Antworten der Landesregierungen; ca 500.000 Versuchstiere sterben jedes Jahr in Österreich, 7184 Versuchstiere zur Effizienzsteigerung von Tierfabriken 2025 genehmigt

22.04.2026, Wien

Tierversuche als Staatsgeheimnis: Einladung

Anlässlich des Welttags für Versuchstiere am 24. April fragt der VGT: Wer hält die Tiere versteckt?

22.04.2026, Salzburg

Mahnwache für Stadttauben vor dem Salzburger Schloss Mirabell

Um die 30 Salzburger:innen versammeln sich heute vor dem Sitz der Salzburger Stadtregierung, um auf das Leid der Stadttauben aufmerksam zu machen.

21.04.2026, Wien

Großes Interesse bei den Tierrechtstagen in Wien

Mit 80 Teilnehmer:innen beging der VGT letztes Wochenende die Tierrechtstage in Wien Das große Interesse zeugt davon, dass der brutale Umgang mit Tieren in Tierfabriken längst schon der Vergangenheit angehören sollte.

17.04.2026, Salzburg

Tauben hungern – auch wenn Stadt Salzburg es weiterhin leugnet

Tote Tauben mit Körnerfutter im Kropf zeigen nicht, dass sie genug Futter in der Stadt finden, sondern eher durch Futter von Privatpersonen vor dem Hungertod bewahrt wurden

16.04.2026, Wien/Dänemark

VGT präsentiert neues Videomaterial von Vollspaltenboden Mindeststandard ab 2034/2038

Neue Aufnahmen aus Dänemark, dem größten Schweineproduzenten Europas, wo der Österreichische Mindeststandard ab 2034/2038 bereits seit 2015 gilt, zeigen unendliches Tierleid

16.04.2026, Wien

Tierschutz-Aktion zum "Muttertag"

Am 8. Mai zeigen Tierschützer:innen von VGT und Vienna Animal Save die Ausbeutung von Tiermüttern auf.