Teilen:

2 Festnahmen über 6 Stunden wegen A4-Pickerln gegen die Gatterjagd in Salzburg

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (23.06.2016)

Salzburg, 23.06.2016

Polizei schüchtert junge Frau ein und nötigt sie zur Falschaussage, im VGT gäbe es eine kriminelle Vereinigung – nach Freilassung widerruft sie sofort in eidesstattlicher Erklärung!

Am Mittwoch um 1 Uhr früh hielt ein Taxifahrer in Salzburg eine junge Frau an und rief die Polizei, weil er meinte, sie hätte A4-große Pickerl gegen die Gatterjagd an Straßenlaternen geklebt. Die Polizei nahm die Frau zusammen mit einer anderen, die allerdings keine Pickerl bei sich hatte, auf die Wache am Rudolfskai und hielt sie dort über 6 Stunden fest. Dabei wurde sie schwer unter Druck gesetzt und man bedrohte sie sogar mit 2 Jahren Haft und einer Vorstrafe, sollte sie keine Aussage machen, bis sie zusammenbrach und alles bestätigte, was ihr von den Vernehmungsbeamten suggeriert wurde. Darunter die Behauptung, sie habe etwa 100 Pickerl verklebt und sei vom VGT-Obmann zu dieser Tat angestiftet worden. Den ihr in den Mund gelegten Aussagen entsprechend, müsste es im VGT eine kriminelle Vereinigung nach § 278 geben.

Kaum war die völlig übermüdete junge Frau wieder frei, schrieb sie aus freien Stücken eine eidesstattliche Erklärung, in der sie sämtliche Angaben, die sie unter Druck getätigt hatte, widerrief. Ihr sei ein Rechtsbeistand vorenthalten worden. Sie habe lediglich die Aussagen, die ihr von den Vernehmungsbeamten unter Androhung einer Haftstrafe aufgedrängt worden waren, aus Angst bestätigt.

VGT-Obmann Martin Balluch dazu: „Es ist unfassbar, wie uns die Polizei ständig zu kriminalisieren versucht. Es geht hier um Pickerl mit einer Tierschutzbotschaft, die offenbar an Straßenlampen befestigt wurden. Selbst die Polizei gibt zu, dass diese leicht und ohne Rückstände abzuziehen sind, also keinerlei Sachschaden verursacht haben. Dennoch werden diese beiden jungen Frauen wie Schwerverbrecherinnen festgenommen, 6 Stunden lang festgehalten und fotografiert. Zusätzlich hat man ihre Fingerabdrücke genommen. Das allein wäre für diese Bagatelle schon schlimm genug, doch dass man die Ängstlichkeit und Übermüdung einer der beiden Frauen nutzt, um sie unter Druck zu setzen, mit einer Haftstrafe zu bedrohen und ihr unter Verwehrung eines Rechtsbeistands zu suggerieren, im VGT gäbe es eine kriminelle Vereinigung unter meiner Führung – ein Deja vu aus dem Tierschutzprozess! –, bis sie dem zustimmt, einfach um endlich frei zu kommen, setzt dem Ganzen die Krone auf. Diese Vorwürfe sind falsch, wie die Frau selbst unmittelbar nach ihrer Freilassung eidesstattlich erklärt hat. Haben wir jetzt dennoch mit einer Neuauflage des Tierschutzprozesses zu rechnen?“

23.04.2026, Wien

Geheime Grausamkeit – Wer versteckt die „Versuchstiere“?

Der 24. April ist der Welttag für Versuchstiere: Allein in Österreich leiden und sterben hunderttausende Tiere jedes Jahr für Tierversuche. Kontrollen und Transparenz fehlen.

23.04.2026, Wien

Nach Anfragen Informationsfreiheitsgesetz: Tierversuche sollen Staatsgeheimnis bleiben

Keine inhaltlichen Antworten der Landesregierungen; ca 500.000 Versuchstiere sterben jedes Jahr in Österreich, 7184 Versuchstiere zur Effizienzsteigerung von Tierfabriken 2025 genehmigt

22.04.2026, Wien

Tierversuche als Staatsgeheimnis: Einladung

Anlässlich des Welttags für Versuchstiere am 24. April fragt der VGT: Wer hält die Tiere versteckt?

22.04.2026, Salzburg

Mahnwache für Stadttauben vor dem Salzburger Schloss Mirabell

Um die 30 Salzburger:innen versammeln sich heute vor dem Sitz der Salzburger Stadtregierung, um auf das Leid der Stadttauben aufmerksam zu machen.

21.04.2026, Wien

Großes Interesse bei den Tierrechtstagen in Wien

Mit 80 Teilnehmer:innen beging der VGT letztes Wochenende die Tierrechtstage in Wien Das große Interesse zeugt davon, dass der brutale Umgang mit Tieren in Tierfabriken längst schon der Vergangenheit angehören sollte.

17.04.2026, Salzburg

Tauben hungern – auch wenn Stadt Salzburg es weiterhin leugnet

Tote Tauben mit Körnerfutter im Kropf zeigen nicht, dass sie genug Futter in der Stadt finden, sondern eher durch Futter von Privatpersonen vor dem Hungertod bewahrt wurden

16.04.2026, Wien/Dänemark

VGT präsentiert neues Videomaterial von Vollspaltenboden Mindeststandard ab 2034/2038

Neue Aufnahmen aus Dänemark, dem größten Schweineproduzenten Europas, wo der Österreichische Mindeststandard ab 2034/2038 bereits seit 2015 gilt, zeigen unendliches Tierleid

16.04.2026, Wien

Tierschutz-Aktion zum „Muttertag“

Am 8. Mai zeigen Tierschützer:innen von VGT und Vienna Animal Save die Ausbeutung von Tiermüttern auf.