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Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (28.06.2016)

Salzburg, am 28.06.2016

VGT: Wann endet die Feudaljagd auf gezüchtete Tiere in Salzburg?

Mit Riesentransparent „Keine Jagd auf gefangene Tiere“ an zwei 6 m hohen Dreibeinen am Salzburger Residenzplatz protestieren TierschützerInnen gegen die Gatterjagd

In Salzburg regiert offenbar noch der ehemalige Adel. Zwar wurde er, seine Titeln und Privilegien, zusammen mit der Monarchie, nach dem Ersten Weltkrieg abgeschafft, doch gegenüber Tieren scheint noch immer das Feudalsystem zu existieren. Anders lässt sich nicht erklären, dass in der modernen Zeit, mit Tierschutz als Staatsziel in der Bundesverfassung, und in einer Demokratie, mit 91,4 % für ein Verbot der Gatterjagd, die Praxis der Feudaljagd einfach weiter bestehen bleibt. Der ehemalige Adelige Mayr-Melnhof besitzt nicht nur 2 Schlösser und 7000 ha Grund, sondern auch noch ein Jagdgatter in der Antheringer Au nördlich von Salzburg, in dem er 400 gezüchtete Wildschweine pro Jahr schießen bzw. jagen lässt. In einem umzäunten Gehege, wohlgemerkt.

„Mit der Produktion von Wildfleisch hat das nichts zu tun“, erklärt VGT-Obmann Martin Balluch. „Es gibt zahlreiche sogenannte Fleischgatter für Wildbret, eines sogar direkt neben Mayr-Melnhofs Jagdgatter. Aber die Gatterjagd ist etwas völlig Anderes. Während die Fleischgatter dem Tierschutzgesetz unterliegen und die Tötung nach Veterinärrecht zu erfolgen hat, dienen Jagdgatter dem Jagdspaß und unterliegen dem Jagdgesetz. Und davon gibt es nur mehr 2 in Salzburg. Nun wird es Zeit, dass auch diese beiden geschlossen werden.“

Der VGT fordert das sofortige Verbot der Jagd auf gefangene Tiere in Salzburg. Da nun die nächste Gatterjagdsaison vor der Tür steht und sämtliche Bundesländer außer Salzburg deshalb ihre Jagdgesetze reformieren, protestierten heute ein Dutzend TierschützerInnen mit einem Riesentransparent mit der Aufschrift „Keine Jagd auf gefangene Tiere“ auf dem Residenzplatz in Salzburg. Der VGT hat 4 wissenschaftliche Gutachten und 2 Eingaben zur Gatterjagd an den zuständigen Landesrat Josef Schwaiger geschickt, aber keine Antwort erhalten.

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