Teilen:

Klage: Jäger will Frau zwingen, Hund am eigenen Grundstück nicht ohne Leine zu führen

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (16.11.2016)

Wien, 16.11.2016

Eine Folge der Zwangsbejagung: GrundbesitzerInnen sollen mit ihren eigenen Hunden am eigenen Grundstück nicht ohne Leine spazierengehen dürfen

Kürzlich hat der Verfassungsgerichtshof beschlossen, den Antrag eines Kärntner Waldbesitzers, seinen Grund jagdfrei zu stellen, abzulehnen. Man müsse also dulden, dass fremde bewaffnete Menschen am eigenen Grundstück auch völlig harmlose und wunderschöne Tiere wie Schnepfen oder Murmeltiere sowie Füchse oder Dachse usw., einfach nach Herzenslust abknallen können, auch wenn man das aus ethischen Gründen ablehnt. Ebenso muss man dulden, dass durch Überfütterung seitens der Jägerschaft eine überhöhte Wildpopulation den eigenen Wald zerstört. Eine Klage an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in dieser Sache ist anhängig. Doch jetzt ergibt sich ein weiterer Fall, der ein neues Licht auf die Zwangsbejagung wirft. Ein Jagdleiter hat einer Grundbesitzerin über seinen Rechtsanwalt eine Klagsdrohung zukommen lassen. Er fordert € 240 und eine Unterlassungserklärung, dass die Frau am eigenen Grund mit ihrem eigenen Hund nicht ohne Leine spazierengehen werde, ansonsten werde eine Zivilklage und eine verwaltungsstrafrechtliche Anzeige nach dem nö Jagdgesetz folgen. Der Wortlaut: Martin Balluch's Blog

VGT-Obmann Martin Balluch ist entsetzt: „Diese Klagsdrohung wird auch vom Generalsekretär der Landesjagdverbände, Peter Lebersorger, der den VGT als Lügner bezeichnet hat und gegen den deshalb ein Gerichtsverfahren anhängig ist, unterstützt. Der Terror der Jägerschaft kennt offenbar keine Grenzen. Nicht nur, dass Tiere gezüchtet werden, um sie zu beschießen, und dass durch ständige Fütterungen viel zu hohe Wildpopulationen geschaffen werden, die den Wald zerstören. Man droht auch noch GrundbesitzerInnen, sie sollen nicht mit ihren Hunden auf dem eigenen Grund spazierengehen können! Das ist die Folge so fragwürdiger Entscheidungen des Verfassungsgerichtshofs, der die Jagdfreistellung von Grundstücken abgelehnt hat. Also kein Spaziergang mit dem eigenen Hund am eigenen Grundstück, aber dafür ein Blutbad an künstlich gezüchteten oder angefütterten Tieren, sowie an Tieren, die niemandem etwas tun oder sogar einer gefährdeten Art angehören. Und das soll man dulden müssen? Wir hoffen, dass der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte dem ein Ende setzt!“

29.04.2026, Wien

Das Geschäft mit Kampffischen

VGT-Recherchen deuten darauf hin, dass in Österreich ein lukrativer Handel mit Zierfischen stattfindet.

29.04.2026, Südoststeiermark

VGT zeigt Schweinebetrieb in Südoststeiermark an: kein physisch angenehmer Liegebereich

Seit 2022 fordert die Verordnung zur Schweinehaltung, dass jedem Schwein ein physisch angenehmer Liegebereich geboten werden muss – auch Vollspaltenboden Neu bietet das nicht

28.04.2026, Südoststeiermark

VGT zeigt erste Schweinefabrik Österreichs mit Vollspaltenboden Neu: kein Unterschied!

Der von der Regierung als Ende des Vollspaltenbodens angekündigte neue Mindeststandard, der ab 2034/2038 gelten soll und „Gruppenhaltung Neu“ heißt, ist ununterscheidbar vom Bisherigen

23.04.2026, Wien

Geheime Grausamkeit – Wer versteckt die „Versuchstiere“?

Der 24. April ist der Welttag für Versuchstiere: Allein in Österreich leiden und sterben hunderttausende Tiere jedes Jahr für Tierversuche. Kontrollen und Transparenz fehlen.

23.04.2026, Wien

Nach Anfragen Informationsfreiheitsgesetz: Tierversuche sollen Staatsgeheimnis bleiben

Keine inhaltlichen Antworten der Landesregierungen; ca 500.000 Versuchstiere sterben jedes Jahr in Österreich, 7184 Versuchstiere zur Effizienzsteigerung von Tierfabriken 2025 genehmigt

22.04.2026, Wien

Tierversuche als Staatsgeheimnis: Einladung

Anlässlich des Welttags für Versuchstiere am 24. April fragt der VGT: Wer hält die Tiere versteckt?

22.04.2026, Salzburg

Mahnwache für Stadttauben vor dem Salzburger Schloss Mirabell

Um die 30 Salzburger:innen versammeln sich heute vor dem Sitz der Salzburger Stadtregierung, um auf das Leid der Stadttauben aufmerksam zu machen.

21.04.2026, Wien

Großes Interesse bei den Tierrechtstagen in Wien

Mit 80 Teilnehmer:innen beging der VGT letztes Wochenende die Tierrechtstage in Wien Das große Interesse zeugt davon, dass der brutale Umgang mit Tieren in Tierfabriken längst schon der Vergangenheit angehören sollte.